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DatenBearbeiten

Datei:Birta Bild 2.jpg

Alter: 21

Geburtsdatum: 09.07.1988

Haarfarbe: blond Augenfarbe:

blau Staatsangehörigkeit: Isländerin

Größe: 1,82 m

Gewicht: 63 kg

Sprachkenntnisse: Isländisch, Norwegisch, Englisch, Französisch und Italienisch

Beschreibung Bearbeiten

Birta ist schlank und hat glatte lange blonde Haare, die sie während ihrer Arbeitszeit entweder zu einem Pferdeschwanz zusammenbindet oder hochsteckt. Ihr Pony fällt tief über die Stirn und bedeckt beinahe ihre leuchtend blauen Augen. Ein strahlend weißes Lächeln, welches, ohne aufgesetzt zu wirken, aus einer Zahnpastawerbung stammen könnte, schmückt ihr feines, beinahe zierliches Gesicht. Sie ist recht groß gewachsen und hat die Figur eines Models oder einer Tänzerin. Da sie zusätzlich noch gerne hohe Schuhe trägt erscheint sie vielen als noch langbeiniger.

Hintergrund Bearbeiten

Ihre Eltern, Sigurd Ole Einarson und Birta Sigrún Bjarkidóttir führen in Hólmavik eine Fremdenpension. Dort wuchs Birta auf. Obwohl Birta keine Geschwister hat, war ihre Kindheit alles andere als traurig oder öde. Sie war im Ballet und lernte auf einem nahe gelegenen Bauernhof reiten. Ihr Pflegepferd verstarb vor fünf Jahren aufgrund hohen Alters. Seitdem ist sie nie wieder geritten. Während ihrer Schulzeit jobbte sie als Model für diverse Bekleidungskataloge und kleinere Firmen bis sie das Abi bekam. Vor knapp zwei Jahren gab sie das Ballet auf, als sie aufgrund ihrer Ausbildung zur Assistentin der Geschäftsleitung und einer Beziehung, die vor fünf Monaten in die Brüche ging, immer weniger Zeit hatte und Prioritäten setzen musste. Nun besucht sie stattdessen in ihrer Freizeit ein Fitnessstudio, da sie penibel auf ihre Figur achtet.

Nach ihrer Ausbildung wollte sie sich ihren Traum verwirklichen und die Welt entdecken. Deshalb bewarb sie sich bei IcelandAir als Flugbegleiterin und durchlief dort die Ausbildung. Seitdem ist sie als Flugbegleiterin für IcelandAir tätig. Dies will sie zwar nicht ewig machen, aber im Moment gefällt es ihr, auch wenn sie zu ihrem Leidwesen bei europäischen Flügen fast immer am gleichen Tag den Rückflug hat und dadurch selten durch die europäischen Metropolen schlendern kann.

Ihr "Team" besteht im Moment aus ihrer besten Freundin Fenna Tamikadottir, sowie Lyra Salbjörgdottir, Svanhildur Gerdrsdottir, Svala Rakehdottir und Lilja Emblasdottir.

Erlebnisse und Entdeckungen Bearbeiten

VorwortBearbeiten

Ein paar dieser Erlebnisse sind, so seltsam es scheint, auf Pergament verewigt. Die Schriftrolle, auf der dies zu finden ist nennt sich die Birta-Saga und wurde von Árni Magnússon geschrieben, der im Mittelalter gelebt hat. Andere Ereignisse sind aus der Sicht von Birta geschildert und mögen nicht unbedingt akkurat sein.

Island Teil 1: Traum oder Wirklichkeit? - Oder Leif wird das bereuenBearbeiten

Es ist wieder ein ganz normaler Tag. Birta macht sich auf den Weg zum Flughafen. Heute soll es nach New York gehen. Endlich wieder aus Europa raus. Mit zwei Tagen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten. Genug Zeit zum Shoppen und das eine oder andere Museum anzusehen. Eine Aussicht, die Birta sehr zusagt. Doch wird es anders kommen als geplant, oder etwa doch nicht?

Am Flughafen von Reykjavik wird sie im letzten Moment aus dem geplanten Flug herausgenommen, da sie bei einem anderen Flug einspringen muss. Zähneknirschend folgt sie den Anweisungen um die nächste böse Überraschung zu erleben. Es stellt sich heraus, dass Leif Svensen, ein ungeliebter Flugbegleiter, der oftmals unter der Clique um Fenna Tamikadottir, zu der auch Birta gehört, zu leiden hat, der Chefsteward des Fluges ist.

Mit ihrem einstudierten Lächeln begrüßt sie ihn, die Passagiere sind schon alle anwesend, und hält sich an dem rettenden Gedanken fest, dass dies nur ein europäischer Flug ist, und sie ihn nur ein paar Stunden ertragen muss. Leif nutzt sein Vormachtstellung schon bei der Begrüßung genüsslich aus. Alle unliebsamen Aufgaben, die es gibt, fallen ganz zufällig in Birtas Aufgabenbereich.

Sie verteilt gerade Erfrischungen als plötzlich Musik anfängt zu spielen. Es handelte sich hierbei um sehr rocklastige Musik, die immer lauter wird. Verwirrt, die Musik ist definitiv kein Teil des Unterhaltungsprogramms des Fluges, sieht sie sich nach der Ursache um. Doch bevor sie den Quell des Lärmes finden kann, verstummt die Musik schon wieder. Von einem missbilligenden Seitenblick Leifs verfolgt, schiebt sie den Servierwagen in ein Zwischenabteil und durchsucht ihn nach einem Abspielgerät für Musik ohne jedoch fündig zu werden.

Doch kaum verteilt sie wieder Getränke, beginnt die Musik aufs Neue. Überraschenderweise findet Birta heraus, dass die Musik von ihr stammt. Offensichtlich hat sie vergessen, dass sie sich ein neues Handy gekauft hat und es nicht ausgeschaltet. Heimlich drückt sie den Anrufer weg. Jedoch hilft dies nichts. Also nimmt sie das Gespräch an, lässt das Handy aber in der Tasche. Leif wirft ihr einen misstrauischen Blick zu, kann aber nichts herausfinden. Sie verschwindet im Zwischenabteil, flüstert ein leises "Falsch verbunden" ins Telefon, schaltet es ab und kehrt zurück.

Doch trotz Deaktivierung fängt das Handy aufs Neue an zu klingeln. Birta lässt den Wagen im Gang stehen und eilt in den Zwischenraum. Leif folgt ihr und sieht sie am Handy herumhantieren. Eine weibliche Stimme meldet sich und fragt nach einer Tonnarsdottir. Birta bringt nur wieder ein kleines "Falsch verbunden" heraus als Leiff auch schon bei ihr ankommt. Birta versucht sich noch vor der Standpauke zu rechtfertigen, kommt aber gegen Leif nicht an. Genervt legt sie das Handy ab und muss in die erste Klasse. Ein großgewachsener Mann mit rotem Haar und Bart möchte etwas trinken. Zu Birtas Unglück, gibt es das Wunschgetränk des Herren, obwohl es auf der Karte steht, nicht. Diplomatisch lässt sie ihn ein anderes Getränk auswählen. Sie bringt es ihm und kehrt zu den Reisenden zweiter Klasse zurück.

Kaum ist sie dort angekommen, als das Handy schon wieder Musik abspielt. Nun aber schon zu Beginn recht laut. Die Passagiere reagieren sichtlich genervt, während Birta ihnen versichert, dass sie sich darum kümmert und zur Ursache des Lärms eilt. Dort wartet Leif schon mit missbilligendem Gesichtsausdruck. Er hält ihr wieder einen Vortrag von wegen Flugsicherheit und Belästigung der Passagieren. Sie knurrt ihn an, dass das Handy aus sei und sie nicht wisse was sie noch tun könne. Wenn er so schlau sei, dann soll er das machen. Als Entgegnung erhält Birta nur, dass sie sich nicht so gehen lassen soll und das Handy endlich auslassen soll.

Verärgert nimmt Birta den Akku aus dem Handy, will sich auf den Weg in die zweite Klasse machen als ein Klingelton aus der ersten Klasse ertönt. Der rothaarige Gast möchte wieder etwas von dem Whiskey, aber diesesmal mit nur drei Eiswürfeln und keine vier Stück. Sie eilt mit dem Getränk zu ihm, als das Handy schon wieder klingelt. Schnell überreicht sie ihm das Getränk, während er sich noch über den Lärm beschwert. Mit großen Schritten geht sie zu ihrem Handy und findet dort natürlich schon Leif stehen. Dass sie den Akku herausgenommen hat stört ihn keineswegs und er hält Birta wieder eine Standpauke. Währenddessen nimmt Birta das Telefon ab und bittet die Anruferin, die eine Donnarsdottir sprechen möchte, nicht mehr anzurufen, da sie sonst ihren Job verliert. Um ganz sicher zu gehen nimmt sie nun auch noch den Chip aus dem Telefon und steckt ihn sich ein.

BING! Der Gast aus der ersten Klasse hat wieder Durst. "Whiskey mit zwei Eiswürfeln? Kommt sofort, der Herr." Sie hechtet schon beinahe durch das Flugzeug, bringt dem Mann sein Getränk, will sich zurück in die zweite Klasse machen, als sie von Leif abgepasst wird. Auf der Toilette hat sich ein kleines Kind übergeben und Birta hat die verantwortungsvolle Aufgabe das Klo zu putzen. Leise vor sich hin fluchend, und alle möglichen Strafen für Leif ausdenkend, kommt sie dem nach.

Kaum ist sie fertig, als das Handy wieder klingelt. Gleichzeitig meldet sich der Herr in der ersten Klasse wieder. Auf dem Weg zum ersten Abteil nimmt sich Birta schnell das Handy, sieht Leif nur genervt an, hebt das Handy ab und steckt es in ihre Tasche. Sie gibt dem Herren sein gewünschtes Getränk. Sie weiß ja schon was er möchte. Whiskey mit einem Eiswürfel, fragt aber zur Sicherheit noch kurz nach. Dann verschwindet sie, trotz Protest von Leif, auf dem WC und spricht mit der Frau am Telefon. Auch sich möchte eine Thunnersdottir sprechen. Sie und ihre Schwestern wollen sie vor dem einäugigen Wanderer warnen. Birta teilt ihr mit, dass sie keine Thunnersdottir kenne, aber sie wird sich umschauen und die Warnung weitergeben. Sie bittet die Anruferin noch einmal ausdrücklich nicht mehr anzurufen.

Kaum schließt sie wieder die WC-Tür von hinten als schon Leif auf sie zutritt. Doch dieses Mal rettet sie das verhasste "Bing" der ersten Klasse. Birta drängt sich an ihm vorbei und läuft zielsicher zum rothaarigen Gast. Jener wirkt schon ungehalten, dass es solange dauert, bis er bedient wird. Sie lächelt ihn wieder nur freundlich an und fragt ihn nach seinem Wunsch: Den selben Whiskey - dieses Mal ohne Eiswürfel. Kein Problem, den Ort der Flasche kennt sie inziwschen auswendig. Keine 30 Sekunden später hat er das Getränk. Er nippt daran und sagt, dass er jene Plörre nicht trinken will und gibt Birta das Glas in die Hand. Sie eilt zurück, leert das Glas aus, nimmt ein neues und schenkt den selben Whiskey wieder ein. Doch schon wieder beschwert sich der Fluggast. Die Fassade der Freundlichkeit beginnt bei Birta zu bröckeln. Sie versucht ihm zu verdeutlichen, dass dies der richtige Whiskey sei. Auch der Gast verliert langsam seine Ruhe, wird lauter und sein Gesicht wird rot vor Wut. Vom Lärm angelockt kommt Leif hinzu. Birta versucht gerade alles klarzustellen als das Handy wieder anfängt zu klingeln. Sie nimmt es fix aus ihrer Tasche, nimmt es ab und versucht die Anruferin abzuwimmeln.

Leif wirkt empört, während der Fluggast nun von seinem Platz aufsteht. Er wirkt aufgrund seiner Größe und Gebahrens sehr furchteinflösend. Birta sieht, während sie vor ihm zurückweicht, dass das eine Auge einen anderen Glanz hat. Leif ist schon längst auf dem Weg zur Flugsicherheit, welche rettend naht. Doch alle Versuche den Gast zu beruhigen scheitern. Stattdessen schleudert er die Flugsicherheit durch das gesamte Abteil und noch weiter. War er schon immer so groß? Wütend stapft er durch das Flugzeug zur Tür. Auf Birtas Worte des Einspruchs reagiert er nicht, so dass sie in ihrer Verzweiflung das Handy nach ihm wirft. Beinahe spielerisch reißt der rothaarige Hühne die Tür auf. Während Sich Birta noch verzweifelt festklammert um nicht vom Sog mitgerissen zu werden, kommt der Mann auf sie zu, schnappt sie sich und springt mit ihr aus dem Flugzeug.

Beide fallen herunter, und auf einmal ist Birta nur noch allein. Der Mann ist weg. Nur zwei Raben entfernen sich über ihr. Von Panik erfüllt schreit sie, als sie sich der Erde immer mehr nähert. Doch dann ist das Angstgefühl weg. Es ist beinahe so, als ob sie den Fall steuern kann. Es beginnt sogar ihr Spaß zu machen. Vor sich sieht sie Island, was eigentlich nicht sein kann, da sie schon viel zu lange geflogen sind. Sie nähert sich der Insel, dann sogar Reykjavik und fliegt auf ihr Haus zu.

Der Wecker klingelt. Birta liegt neben ihrem Bett auf dem Boden, rappelt sich auf und schaltet ihn aus. Heute hat sie frei, aber sie will mit Fenna Tamikadottir ins Fitnessstudio gehen. Müde, und vom Traum leicht mitgenommen, tappst sie in das Badezimmer und stolpert dabei fast schon über ihren Hund Reyki. Nach der ersten Verwunderung schüttelt sie die offensichtlichen Nachwirkungen des Traumes ab und begrüßt ihn. Schließlich hat sie ihn schon lange.

Island Teil 2: Terrorangriff auf das Fitnessstudio - Oder die fehlgeschlagene EntführungBearbeiten

Noch leicht durcheinander vom gestrigen Traum geht Birta noch schnell mit Reyki Gassi. Ihre Wohnung befindet sich am Rande von Reykavik, so dass ihr treuer Malamut über die Felder flitzen kann. Nach dem Kurzaufenthalt an der frischen Luft nimmt Birta noch ein kleines Frühstück zu sich, packt ihre Tasche und macht sich auf den Weg ins Fitnesstudio. Reyki lässt sie zuhause.

Im Fitnessstudio angekommen sieht sie auch schon ihre beste Freundin Fenna Tamikadottir im Umkleideraum warten. Birta ist mal wieder zu spät. Fix zieht sie sich um, beinahe ein neuer Rekord, und folgt der frotzelnden Fenna in die Halle. Der hiesige Fitnesstrainer Sven passt beide bei ihren Übungen ab. Er überredet nach langem hin und her, dass Birta bei ihren Übungen auf 5 kg-Hanteln umsteigt. Ihre Befürchtungen, dass sie zu muskulöse Arme bekommt, schmettert er ab. Sie nimmt also die Handeln, beginnt mit ihrer Übung und - Hoppala! - die Hantel rutscht ihr aus der Hand, schlägt durch die Decke, und durch noch eine und noch eine...

Birta wird vor Scham knallrot und möchte am liebsten im Boden versinken. Sie schnappt sich die verdutzt blickende Fenna und flieht förmlich aus dem Trainingsraum. Ihr Ziel ist die Sauna oder Dampfbad. Egal wohin, nur dem Blick der Trainierenden entfliehen. Also machen es sich die beiden Flugbegleiterin auf den Holzbänken der Sauna, die glücklicherweise leer ist, bequem. Dort erzählt Birta ihrer besten Freundin von ihrem Traum, welche nachdem sie alles gehört hat, wortlos die Sauna verlässt, zu ihrem Handy eilt und eine SMS schreibt.

Nun ist es an Birta verwundert hinterher zu schauen. Sie bittet Fenna noch ihren Freundinnen nichts zu sagen, da sie nicht Ziel des Spottes werden möchte. Trocken antwortet die andere, dass die vier schon hierher unterwegs seien. Dann ertönt ein lauter Knall. Birta zuckt erschreckt zusammen und reißt ihre Augen auf. Ihre Freundin hingegen bleibt ganz ruhig und äußert nur, dass eben geschossen wurde. Mit einem Glitzern in den Augen sieht sie Birta an und teilt ihr mit, dass beide einmal nachschauen sollten, was hier los sei. Birta wird förmlich mitgerissen.

Beide schleichen durch die Duschräume in ihre Umkleidekabine. Während Birta noch unschlüssig herumsteht, öffnet Fenna ihren Umkleideschrank, holt ihre Tasche raus, zieht sich fix an und zieht ein Breitschwert aus ihrer Tasche. Birta weiß bei diesem Anblick nicht, ob sie lachen oder weinen soll. Während sie noch versucht die Dunkelhaarige von dem Wahnsinn abzubringen, schleicht Fenna zur Tür und linst heraus. Ein Mann mit Maschinengewehr nähert sich. Birta versteckt sich hinter den Umkleideschränken während Fenna mit erhobenem Schwert hinter der Tür steht. Der Mann betritt die Kabine und fällt um. Das Schwert hat ihn mit einem Schlag niedergestreckt.

Während Birta kurz vor einem hysterischen Anfall ist, schleift ihre Freundin den Leichnam in die Dusche. Nun ist es der Blondine zu viel. Sie schnappt Fenna am Arm und will sie zu einer Erklärung zwingen. Erstaunt stellt sie fest, dass sie kräftiger als ihre Gegenüber ist. Ein Umstand der neu ist. Jedoch weigert sich Fenna, so dass Birta jene voller Zorn in den Schrank quetscht und zumacht. Unglücklicherweise sucht sich ein Terrorist genau diesen Augenblick aus, um nach seinem vermissten Kollegen zu suchen. Birta schnappt sich das Breitschwert, es würde hier auf dem Boden auffallen, und geht in die einzige Richtung die noch frei ist - die Duschräume. Dort befindet sich aber der tote Kollege. Was nun tun? Sie presst sich an die Wand und hofft, dass der Mann mit dem Maschinengewehr vorher umdreht. Ihre Hoffnung ist vergebens. Mit dem Mut der Verzweiflung schlägt sie mit dem Schwert, so fest sie nur kann, zu und fährt dem Mann damit tief in die Schulter. Jener dreht sich erstaunt um und schaut die verängstigte Birta an. Vor Schmerz hat er die Waffe fallen lassen. Dafür greift er nun nach dem Hals der jungen Frau um sie zu erwürgen. Birta beugt sich nach hinten und weicht zurück. Der Mann folgt ihr, bricht aber nach zwei Schritten zusammen. Völlig außer sich kontrolliert sie den Sitz ihres Saunatuches - immer noch das einzige Kleidungsstück, das sie trägt, stürmt zum Schrank zurück und lässt ihre Freundin raus. Von jener erhält sie natürlich eine Rüge, wie leichtsinnig sie sei. Ihr Gejammer, dass sie gerade einen Menschen umgebracht hat tut sie mit einem Winken ihrer Hand ab.

Fenna überzeugt Birta davon, dass sie sich weiter umschauen sollten. Als sie herumschleichen hören sie, dass die unbekannten Angreifer nach einer Birta suchen. Sie haben sich alle Blondinen geschnappt und fragen sie aus. Ein weiterer Angreifer, anscheinend wollen sie Birta nicht töten sondern nur entführen, wird von den beiden in die Umkleidekabine gelockt und außer Gefecht gesetzt. Danach verbarrikadieren sie die Tür.

Kurze Zeit später bekommt Fenna eine SMS. Die anderen vier Flugbegleiterinnen sind hier. Es wird der Angriffsbefehl gegeben. Während die Männer noch versuchen herauszufinden was los ist, stürmen vier wilde Frauen mit Helm, Schild, Breitschwert und Kettenhemd in ihre Reihen und überwältigen alle. Zusammen schleifen sie die immer noch sichtlich verwirrte Birta aus dem Studio, steigen in ihren Van und bringen sie nach Hause. Während der Fahrt erfährt Birta noch, dass ihre fünf Freundinnen geschickt wurden um auf sie acht zu geben. Zuhause sucht Birta zunächst Trost bei ihrem treuen Freund Reyki. Nachdem sie sich etwas beruhigt hat, durchstöbert sie das Internet nach verschiedenen Begriffen der nordischen Mythologie.

Island Teil 3: Seherin, Orakelsprüche und eine Traumreise - Oder wer ist mein Vater?Bearbeiten

Neuer Tag, neues Glück. Birta hat trotz der gestrigen Ereignisse seelenruhig geschlafen. Immerhin wollten die Männer ihr etwas antun. Um sie trauert sie nicht. Sie steht auf, schnappt sich Reyki und geht an die frische Luft. Nach dem Spaziergang durchforstet sie das Internet nach weiteren Anhaltspunkten. Insbesondere die Namen Donarsdottir und Thunnersottir stoßen sie auf ein Spur. Was, wenn sie wirklich eine Tochter eines göttlichen Wesens ist, wie ihre Freundinnen es behaupten. Wenn dem so wäre, dann würde die Anrufe auf den Gott Thor weißen. Sie ruft Fenna an, weil sie sich abends mit ihnen treffen will.

Doch die fünf Freundinnen haben schon etwas anderes vor. Sie wollen Birta nachts auf einen Auflug ins Freie mitnehmen. Es stellt sich heraus, dass Svala im Auto vor ihrer Tür Wache steht. Das machen Sie allem Anschein nach schon seit Jahren. Birta zweifelt deshalb schon an ihrem Verstand. Um die Zeit bis abends totzuschlagen bittet Birta Svalla ihr etwas von dem Kämpfen zu zeigen. Wer weiß, wann wieder Angreifer mit Maschinenpistolen oder Fenriswölfe kommen. Mehr schlecht als recht versucht sich Birta an der Waffe. Der Beweis, dass der gestrige Schlag ein Glückstreffer war, denn beim Üben fliegt ihr ihre Waffe auch schon einmal aus ihrer Hand.

Abends, es ist schon dunkel, ist es dann soweit. Die sechs jungen Frauen und Reyki fahren aus der Stadt heraus. Anfangs stellt Birta noch einige Fragen. Nach und nach wird aber mehr geblödelt und herumgealbert. Das einzige was sie weiß ist, dass die fünf anderen den Befehl bekommen haben, Birta zu einer Seherin zu bringen, sobald sich etwas Merkwürdiges ergibt. Nach einer guten halben Stunde Fahrt kommen sie an ihrem ersten Ziel an. Eine Station für Hundeschlitten. Birta steigt bei Fenna ein während ihr treuer Malamut nebenherrennt. Mit einem einzigen Knurren hat er vorher alle anderen Hund zum Schweigen gebracht. Hier ist wohl klar, wer das Sagen hat.

Nach zwei weiteren Stunden kommen sie endlich an ihrem Ziel an. Eine Mischung aus Holzhütte und Lederzelt taucht in der Dunkelheit vor ihnen auf. Aus der Mitte des Daches steigt Rauch auf. Eine Wärmequelle, genau das richtige für die durchgefrorene Birta. Ihre Freundinnen weigern sich mit in die Hütte zu gehen und auch Reyki lässt sie hier im Stich. Immerhin liegt er direkt vorm Eingang. Mit einem mulmigen Gefühl tritt sie durch die Tür, welche aus zwei Fellvorhängen besteht. In einem wirklich sehr kleinen Hüttchen befindet sich ein Feuer und eine ältere Frau, die ihr eine Geste macht, auf dass sich Birta setzen soll. Die Seherin erkundigt sich nach ihrem Namen, da sie viel Besuch erwartet, aber nie weiß, wann der Besuch eintritt.

Nun folgt Hokuspokus en masse. Vieldeutige Antworten auf allerlei Fragen. Dann ist es soweit. Die Seherin befragt die Runen. Neun Würfe für die neun Welten. Jeder Wurf hat verschiedene Deutungen.

  • Asgard - Die Nornen - Birta soll dem Schicksal folgen. Oder wird Birta nach Asgard gelangen?
  • Lichtalfheim - Grimnir (Odin) - Birta soll sich selbst treu bleiben. Es ist eine Prüfung der inneren Stärke
  • Muspelheim - Hugin und Munin - Jemand hat Birta entdeckt. Oder wollen die Raben nur eine Nachricht übermitteln?
  • Vanaheimr - Thor - Birta ist fruchtbar und gesund. Oder ist es Thor? Was zur Hölle soll das?
  • Midgard - Walküren - Jemand will Sie schützen. Endlich atmet Birta auf. Das kappiert sie. Draußen sind ihre Freundinnen.
  • Svartalfheim - Frigg - Frigg ist verärgert. Entweder hat Birta sie verärgert, wird sie verärgern oder etwas, was sie betrifft, verärgert sie.
  • Nifelheim - Nidhöggr - Ein schlechtes Omen, so heißt es. Denn Nidhöggr sei der Herr von Nifelheim. Birta werde ihn wohl sehen, hoffentlich erst zu Ragnarök.
  • Jötunheim - Brokk - Warum er sich dort aufhält ist sogar der Seherin ein Rätsel. Birta soll es herausfinden.
  • Helheim - Aufrichtigkeit - Entweder soll Birta bis zum Tode aufrichtig sein, dann habe sie nichts zu befürchten oder die Aufrichtigkeit wird sterben. Wieder unklares Geplappere der Seherin.

Dann ist es soweit. Birta soll ihre erste Prüfung bestehen. Sie soll sich auf eine Traumreise begeben. Die Seherin wirft ein paar Kräuter in das Feuer. Zuerst passiert nichts, außer dass es anfängt zu stinken, doch dann wird alles ganz seltsam.

Birta braucht eine paar Augenblicke um herauszufinden wo sie ist. Sie ist auf einem Schlachtfeld. Sie ist gerüstet, trägt Schild und Schwert. Noch während sie sich umschaut stürmt ein Mann, gekleidet wie ein alter römischer Legionär, auf sie zu. Nein, er trägt eine Rüstung aus dem Mittelalter. Nein, er ist doch ein Legionär. Während Birta noch verwirrt diesem Wesen entgegenstarrt holt dieses zum Schlag aus. Hart prallt die Waffe vom Schild ab. Reflexartig schlägt Birta zurück. Der Schlag geht jedoch weit vorbei, Birta verliert das Gleichgewicht und fällt zu Boden. Gerade so schafft sie es den Schild in die Bahn des herabschwingenden Schwertes zu bringen. Mit ihren Beinen versucht sie erfolglos ihren Angreifer umzustoßen. Dieser schafft es inzwischen den schützenden Schild von Birta wegzudrücken und holt zum tötlichen Stoß aus. Doch bevor er diesen vollenden kann bohrt sich ihm von hinten ein Speer durch den Leib. Am Ende der Waffe kommt Fenna zur Vorschau. Jedoch spricht jene nicht mit Birta sondern entfernt sich wieder.

Birta rappelt sich auf, ergreift Waffe und Schild und sieht sich um. Sie sieht einen rothaarigen Hühnen alleine mitten unter den Feinden. Aber mit seinem Hammer schleudert er alle auseinander. Wenn sie sich jemals Thor vorstellen würde, so würde er wohl kämpfen. Nach und nach sieht sie mehr Dinge. Sie greifen das alte Rom an und doch auch eine englische Stadt mit hellem Fels, wahrscheinlich handelt es sich heirbei um York. Ein weiterer Gegner stürmt auf Birta zu. Doch nun ist ihr Blut in Wallung gekommen. Mit einem lauten Schrei stürmt sie ihm entgegen. Noch während er ausholt fährt ihr Schwert mit brachialer Gewalt nieder und verletzt ihn schwer. Ihn zu besiegen ist nur noch eine Frage der Zeit.

Inzwischen sieht es für die Angreifer, zu denen Birta gehört, nicht schlecht aus. Die Verteidiger werden nach und nach überwältigt. Doch aus den Augenwinkeln sieht sie eine ihrer Freundinnen fallen. Von Wut und Trauer erfüllt schaut sie sich um. Fünf Gegner stürmen auf sie zu. Zu viel für sie alleine. Doch plötzlich sind die restlichen vier lebenden Freundinnen an ihrer Seite. Auch sie beschleunigen ihre Schritte. Schilder krachen aufeinander, Holz splittert, hier und da hört man ein Stöhnen. Birtas Gegner wurde von der Wucht umgestoßen. Mit schnellern Schritten ist sie über ihm und gibt ihm den Garaus. Doch bevor sie wieder bei ihren Kameradinnen ist, muss sie erst wieder einen anderen Kämpfer loswerden. Seine Klinge kratzt merhmals über ihre Rüstung. Aber außer ein paar Blutergüssen, das weiß Birta, wird nichts zurückbleiben. Für schwerwiegendere Verletzungen waren die Hiebe zu schwach. Doch bis sie ihn aus dem Weg geräumt hat sind zwei weitere Freundinnen gefallen. Wütend stürmt sie auf die Gegner zu, holt den ersten mit einem Schildstoß von den Beinen und schlägt auf den zweiten wie eine Besessene ein. Ihre Freundinnen haben nun nur noch zwei Gegner. Mit einem Doppelstoß fallen sohwol ein Gegner als auch eine Mitstreiterin. Birta hat den ersten Gegner getötet, noch bevor der zweite aufstehen konnte. Dann holt der wieder kampfbereite Gegner aus um zuzuschlagen. Doch der blutige Matsch macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Mit einem lauten Schmatzen fällt er in den Schlamm zurück und ein weiteres Schmatzen ist zu hören als ein Schwert, geführt von Birtas Arm, in seinen Körper dringt. Die Schlacht ist zuende. Sechs große Schatten tauchen am Himmel auf. Kriegerinnen in Brünnen, auf riesigen Wölfen reitend, fliegen hinab. Auf dem Boden angelangt steigen sie ab und geben dem einen oder dem anderen Gefallenen die Hand. Er löst sich von seinem Körper und kommt mit ihnen.

Sie haben gesiegt. Nicht weit vom Kampfesplatz sitzen Birta und andere Kämpfer und Kämpferinnen und feiern in dem sie trinken und singen. Hin und wieder ist auch schmerzerfülltes Stöhnen zu hören. Ein Mann ohne Kampfkleidung kommt auf Birta zu, fragt sie nach ihrem Namen und will eine Beschreibung der Schlacht hören, damit die Gefallenen in die goldenen Halle kommen und zu Ragnarök wieder streiten können. Lange spricht Birta. Sie erzählt von allem, an das sie sich erinnern kann. Der Mann stellt sich mit dem Namen Árni Magnússon vor.

Birta wacht auf. Sie hört Geräusche einer Feier. Zusammenstoßende Trinkhörner, schmatzende Kaugeräusche, fröhlicher Gesang und lautes Gerede. Alles ist hell. Langsam öffnet sie die Augen. Alles ist beleuchtet und hat einen goldenen Glanz. Lange Festtafeln stehen in der MItte. Daran sitzen Krieger aller Colleur. Sowohl in alten Rüstungen als auch in neumodischen Schutzanzügen. Dort sieht sie auch ihre Freundinnen. Sie scheinen sie nicht zu erkennen, aber Birta setzt sich trotzdem zu ihnen. Sie erkundigt sich darüber wann sie gefallen sind, was geschehen ist, und so weiter. Später am Abend, zumindest ist sie der Meinung, dass es abends ist, sieht sie drei Personen die Festhalle verlassen. Einen riesigen Hünen, einen kleineren Mann im Umhang und ene grauhaarige Frau. Sie feiert bis auch sie besinnungslos wird.

Und wieder öffnet sie die Augen. Es ist anscheinend recht früh. Alle anderen Feiernden schlafen noch. Leise streckt und räkelt sich Birta. Sie schaut sich vorsichtig um. Doch schon wachen nach und nach die anderen auf. Und auch dieses Mal sieht sie wieder die drei Personen durch die Tür verschwinden. Neugierig schleicht sie ihnen hinterher. Hinter der Tür ist ein steinerner Gang, der vor einer weiteren Tür endet. Als Birta jene öffnet sieht sie die drei Personen auf drei Plätzen sitzen und abwartend zu Birta schauen. Sie nimmt sich ein Herz und geht langsam rein, wobei sie die drei Gesichter mustert. Der große Hüne muss Thor sein, der kleinere Mann hat nur ein Auge - Odin. Die grauhaarige Frau mit dem verkniffenen Gesichstausdruck ist Frigg. Welch seltsame Situation. Eine Nebentür öffnet sich und ein weiterer Sprecher tritt ein. Er stellt sich als Forseti vor. Seinen Worten zufolge ist Birta Richterin und Grund dieses Treffen in einem. Sowohl Thor als auch Odin behaupten Birtas Vater zu sein. Frigg selbst ist Zeugin. Sie soll alle befragen, was sie auch vorsichtig macht. Schließlich will sie keinen Gott verärgern.

Knapp zusammengefasst sagen die drei folgendes: Thor behauptet Birtas Vater zu sein. Jedoch spricht er nicht viel. Odin behauptet das selbe von sich. Seiner Aussage zufolge versucht Frigg ihn von seiner Tochter zu trennen in dem sie falsche Träume schickt, Skjalmö sendet um Birta von ihm fernzuhalten und ähnliche Lügen verbreitet. Frigg zeigt ihr Unwollen sehr deutlich. Sie will Birta nicht hier haben. Sie spricht, dass Thor der wahre Vater sei, aber Odin Potential in ihr gesehen habe und deshalb sie als Tochter haben möchte. Ziemlich durcheinander bekommt Birta eine Stunde Bedenkzeit. Zwei Götter führen einen Wettstreit um sie durch, wer ihr Vater sei. Und noch eine weitere Göttin ist Zeugin. Und das alles wegen Birta.

Wie in Trance schlürft sie in die Festhale zurück. Doch bekommt sie dort wenig vom Feiern mit. Zu erschüttert ist sie von diesen Neuigkeiten. Sie war der Meinung Thor sei ihr Vater, doch nun kommt auch noch Odin. Wie soll da eine junge Frau handeln? Ihre Gedanken springen wild hin und her. Dann erinnert sie sich plötzlich an die Weissagung. In Asgard befindet sie sich. Es wird eine Prüfung der inneren Stärke geben, bei der sie sich selbst treu bleiben soll. Was für eine größere Prüfung gibt es, als selbst zu entscheiden welchen Gott man eventuell verärgert. Birta soll entdeckt worden sein. Das würde Friggs Worten Gewicht geben. Thor ist fruchtbar. Ist Birta die Frucht seiner Lenden? Die Skjalmö wollen sie schützen, nicht fern halten. Und Frigg ist tatsächlich ziemlich verärgert. Also ist die Antwort Thor.

Ein leichtes Lächeln huscht über Birtas Gesicht. Sie nimmt noch etwas vom Met und wartet die Stunde ab. Dann kehrt sie durch den steineren Gang zurück zu den drei Göttern. Noch einmal holt sie tief Luft und spricht mit fester Stimme, die nur ein einziges Mal kurz wankt, dass Thor ihr Vater sei. Odin schaut sie nun etwas aufgebracht an, die anderen zwei scheinen eher erfreut.

Es ist warm. Birta öffnet die Augen. Sie liegt wieder in der kleinen Hütte, die jedoch leer ist. Ihre Augen scheinen ihr einen Streich zu spielen, denn sie sieht ein paar goldenen Funken. Nach mehrmaligem Blinzeln verschwinden jene. Vorsichtig steht sie auf und verlässt das Zelt. Zumindest hat sie das vor, denn neben dem Zelt liegt ein riesengroßer Wolf. Schnell huscht sie zurück ins Zelt. Ist das einer der gefährlichen Fenriswölfe, die Jagd auf Götterkinder machen? Ein schneller Blick in der Hütte zeigt ihr, dass sich hier keinerlei Waffen befinden. Sie schaut wieder hinaus. Noch rührt sich der Wolf nicht. Er scheint zu schlafen. Dort hinten ist ein großes Lagerfeuer. Dort werden ihre Freundinnen sein. Wenn sie es nur schafft dort hinzukommen...

Der Schnee knirscht unter ihren Füßen und der Kopf des Wolfes geht in die Höhe. Ertappt! Zitternd spricht sie ein Wort aus. "Reyki?" Und dieser pferdegroße Wolf wedelt mit dem Schwanz. Mit einem Seufzer der Erleichterung krault sie ihren großen Begleiter, der nach einiger Zeit wieder kleiner wird. Frohen Mutes stapft sie durch den Schnee. Den halben Weg hat sie schon hinter sich gebracht, da sieht sie einen großen Schatten am Rande eines Baumes stehen. Ohne Furcht nähert sie sich und ihr Gespürr gibt ihr recht. Dort steht ein Hüne von einem Mann, ihr Vater Thor.

Sie redet ein paar Minuten mit ihm und genießt seine kurze doch starke Umarmung. Doch viel zu früh verabschiedet er sich von ihr. Ein paar Ratschläge hat sie erhalten. Beinahe losgelöst kommt sie zu den anderen ans Feuer. Ein paar Worte werden noch gesprochen, dann brechen sie auf. Birta fliegt auf Reyki während die restlichen fünf Frauen die Hundeschlitten wieder benutzen müssen.

Mit wahnwitziger Geschwindigkeit rauschen Birta und Reyki durch den Nachthimmel. Ihr Vater scheint ein Geschenk in ihre Tasche reingschmuggelt zu haben. Sein zweites Geschenk, denn auch ihren treuen vierbeinigen Begleiter hat sie ihm zu verdanken. Ihre Finger fischen eine kleine silberne Kette mit einem Thor-Hammer aus ihrer Tasche. Glücklich und gerührt hängt sie sich diese noch während dem Flug um. So einen wollte sie sich morgen eh kaufen. In einem absoluten Hochgefühl wird Birta immer wagemutiger. Sie schlägt Loopings, macht Sturzflüge und vieles mehr. Auch Reyki gibt vergnügte Laute von sich. Er scheint dies für ein großartiges Spiel zu halten. Von der Schnelligkeit ihres Reittieres beeindruckt und von Übermut erfasst, gibt sie ihrem Reitwolf einen Klaps und lässt sich fallen. Überrascht stürzt Reyki hinterher, bekommt sie aber nicht richtig zu fassen. Aus gut 30 Metern schlägt Birta in den Boden, doch sie verletzt sich nicht. Keine Verstauchung, nichts. Dann verschwindet der Sternenhimmel. Blitzschnell springt sie zur Seite als ein riesiger Wolf in den Boden einschlägt. Um ihr Glück nicht zu überstrapazieren fliegt Birta dann nach Hause und legt sich schlafen.

Island Teil 4: Die Birta-Saga - Oder nächtliche VandalenBearbeiten

Am nächsten Tag erinnert sich Birta an die Verbschiedungsworte der Seherin. "Suche nach Árni Magnússon". Nach einem fixen Spaziergang mit Reyki, fährt Birta zu der Lagerhalle ihrer Freundinnen um zu trainieren. Es hat sich in den letzten 24 Stunden erstaunliches getan. Birta ist zwar noch keine Meisterin im Kampf, aber sie weiß ihre Waffe und ihren Schild zu führen. Erstaunt stellt sie fest, dass anscheinend die Erinnerungen oder das Blut ihres Vaters dafür zuständig sind, was sie nicht unzufrieden feststellt. Denn sie möchte kämpfen lernen, damit ihre Freundinnen, auch wenn sie sie beschützen sollen, besser auf sich selbst achtgeben können.

Ihre Suche nach Árni Magnússon ist auch von Erfolg gekrönt. Es gibt ein kleines Museum hier in Reykjavik, in dem Werke von ihm ausgestellt werden. Zusammen mit den fünf Skjalmö fährt sie dort hin und besucht das Museum. Dort sucht sie zielgerichtet Aufzeichnungen über York, den Ort, den sie im Traum angegriffen hat. Und hier trifft sie die nächste große Überraschung. Hinter einer Vitrine findet sieht sie die Pergamentrolle mit der Bezeichnung "Die Birta-Saga". Und tatsächlich steht dort, bis auf ein paar künstlerische Ausschmückungen, ihre Erzählung, die sie nach der Schlacht dem Gelehrten Magnússon widergab. Sogar die Namen ihrer zwei gefallenen Freundinnen tauchen darin auf.

Svanhildur steht als einzige noch in der Nähe, doch sie wird schnell überzeugt. Dann suchen die beiden den Rest und schleifen diese förmlich mit. Nach und nach geben die Skjalmö zu, dass dies wirklich eine Geschichte über sie zu sein scheint. Und dann passiert es. Es entsteht eine neue Schrift auf dem Pergament.


Sechs Kinder wird es geben,
verbunden deren Schicksal mit einem Band von Nornenhand gestrickt.
Sechs Helfer wird es geben,
doch diese werden von ebenso vielen Schrecken bewacht.
Rätsel müssen gelöst werden,
um das Schicksal der Auserwählten zu erfüllen.
In Hel, an der Wurzel Yggdrasils ist er gefangen,
der Jarl des Berges.
Ihn zu befreien sollt ihr trachten,
doch in der Tiefe glitzern nicht nur irdene Erze, sondern auch das Auge des Weltenverschlingers,
welches der eisige Schrecken zu befreien versucht.
Ohne Hilfe wirst du scheitern.


Als sie noch mehr auf dem Pergament liest, stellt sie fest, dass auch der Entführungsversuch, der übrigens von Odin eingeleitet wurde, auf dem Pergament steht. Doch das ist bei weitem noch nicht alles. Plötzlich verändert sich ihre Sicht. Fünf schmale roten Fäden gehen von ihr aus zu ihren Freundinnen und weitere fünf dicke Fäden verlassen ihren Körper. Das müssen die anderen fünf Kinder sein. Sie zu finden scheint ihre Aufgabe zu sein.

Um zukünftige Verwicklungen zu vermeiden, stiftet Birta die anderen zu einer nächtlichen Aktion an. Es gilt die Saga zu stehlen. Doch statt einem leisen Vorgehen sind die anderen fünf recht direkt. Während Birta draußen brav Schmiere steht, zerbrechen ihre Freundinnen mit Äxten die Scheiben, schnappen die Saga und machen sich aus dem Staub.

München Teil 1: Auf gehts zum Oktoberfest Bearbeiten

Zusammen mit ihren Freundinnen, den Skjalmö, hat Birta einen Dreitagesaufenthalt in München. Leider ist es nicht New York, oder eine der Modemetropolen der Welt, aber immerhin ist Oktoberfest, auch wenn Birta selbst das wenig interessiert. Viel wichtiger ist es, dass Birta zwei dicke pulsierende Schicksalsfäden sieht, deren Enden anscheinend zu Personen in München führen. Also geht sie, statt zu Bummeln auf die Suche und wird schnell fündig. Ihre Begeisterung hält sich jedochin Grenzen.

Der erste Helfer scheint ein kleiner Asiat zu sein, der clichéhaft mit einem Lächeln und Kamera die hiesige Welt betrachtet. Birta kann es nicht fassen, warum die Nornen ihr einen solchen Streich spielen. Leicht verzweifelt lässt sie zwei ihrer Freundinnen zurück, damit sie auf den kleinen Gottessohn achtgeben und sucht weiter. Der andere Schicksalsfaden führt zu einer Wohnung die von einer gewissen Hannah Rotschmitt führt. Mittels Internet findet Birta auch ein Bild über sie und nimmt sich vor, diese dann wohl auch bald aufzusuchen. Aber erst muss sie Isamu Takahashi von ihrem Anliegen überzeugen.

Auf dem Oktoberfest im VIP-Bereich des Paulaner Bierzelts ist ihr das Schicksal dann hold. Nicht nur, dass dort Isamu anzutreffen ist, schließlich beschattet sie ihn ja, nein auch Frau Rotschmitt befindet sich dort in Begleitung. Nach einer kleinen Verwechslung findet Birta dann jedoch heraus, dass es nicht die Staatsanwältin ist, die sie sucht, nein es handelt sich hierbei um ihren Begleiter. Als die beiden das Zelt verlassen folgt Birta ihnen. Die Skjalmö sollen den Asiaten beobachten und schützen.

Da sich Birta nicht viel Mühe gibt unauffälig zu sein, wird sie bald von dem Paar erblickt. Der Mann, aber erst nach dem er Frau Rotschmitt per Polizeieskorte nach Hause geschickt hat, wartet auf Birta und stellt sie zur Rede. Jedoch ist er zu Birtas Ärger ein absoluter Skeptiker und glaubt ihrer Geschichte von Göttern nicht. Selbst das Hochstemmens eines VW Polos sind für ihn kein Beweis. Stattdessen lässt der Polizist, um solchen handelt es sich bei Johannes A. Gottbehüt, von ihr einen Bluttest machen, da er Drogenkonsum vermutet. Also unterdrückt Birta ihren Impuls ihm eine ordentliche Abreibung zu verpassen und macht gute Miene zum bösen Spiel.

Am nächsten Abend gibt es ein unerwartetes Wiedersehen. Da einige der Skjalmös auf Viking-Metall stehen werden fix sechs Karten und passende Kleidung besorgt und schon geht es auf in den Club. Dort gehen auch Isamu und seine Begleiterin Yuriko hin. Allzu schlecht ist die Musik nicht und Birta beginnt sich zu amüsieren. Als dann die Hauptband Jotundheim auftritt wird alles sehr verwirrend. Der Sänger Åke Wafthrudnirsson erweist sich als wahrer Riese - als Frostriese. Johannes scheint ihn festnehmen zu wollen, das jedoch mit wenig Erfolg. Und neben dem gewaltigen Sänger ist noch ein Feuerriese auf der Bühne. Birta ruft ihren Freundinnen zu, dass sie Waffen besorgen sollen, spurtet zur Theke, schnappt sich einen Barhocker und attackiert mit einem lauten und gewaltigen Kampfschrei den Sänger. Dieser schubst sie eher unbeeindruckt zur Seite und wendet sich einem Zweikampf mit dem Feuerriesen zu. Verdutzt weiß Birta nicht, was sie davon halten soll. Alles was sie über Riesen weiß ist, dass es Nachfahren der Titanen sind und somit Feinde. Aber statt mit ihr zu kämpfen, ignorieren beide sie und legen sich selbst miteinander an. Doch viel Zeit zum Nachdenken bleibt ihr nicht, da zwei Fenriswelpen in der Kneipe auftauchen. Reyki und die mit Waffen zurückkehrenden Skjalmö kämpfen mit dem einen während der zweite versucht Isamu, der von Yuriko beschützt wird, den Garaus zu machen. Birta stürzt sich ins Getümmel um dem umgeübten Japaner beizustehen. Als sich, nicht zuletzt durch das Eingreifen des schusssicheren Johannes, jener Kampf zum Guten wendet hilft Birta ihrem Hund und ihren Begleitern. Schwer verletzt, flieht schließlich der letzte stehende Fenriswelpe.

Beim abschließenden Gespräch zwischen den drei Götterkindern und dem Frostriesen klärt Birta die Anwesenden auf und erzählt ihnen von der Prophezeiung und erreicht immerhin, dass sie ihre Telefonnummern erhält. Von Åke erfährt sie, dass er aufgrund eines Tricks, der seinem Vorfahren gespielt wurde, nun auf Seiten der Götter steht.

Miami Teil 1: Auf den Spuren des roten Eric - Rettet das Kind des Biwo-AlfenBearbeiten

Zwei Tage sind nach dem Vorfall im Club vergangen, als sich die Schriftrolle der Birta-Saga wieder rührt. Die Ereignisse werden wieder wie von Geisterhand verewigt und eine neue Prophezeiung taucht auf:


Nachdem Birta als ersten Schritt ihre ersten zwei Gefährten gefunden hatte musste sie diese dazu überreden dem Weg des Roten nach Vinland zu folgen und die Stadt am großen Fluss aufzusuchen, wie die Skraelinger sie einst nannten, um den Sohn des Biwoalfen zu finden. Sein Leben war in Gefahr, denn die Kinder des Zipacna waren ihm dicht auf den Fersen. Dies war der zweite Schritt auf der Suche nach dem Jarl des Berges.


Es stellt sich heraus, dass die Stadt am großen Fluss Miami sein muss. Besonders Johannes kann mit seinem Wissen dazu beitragen die Prophezeiung zu deuten. Also heuern die sechs Isländerinnen bei Virgin Airlines an um dorthin zu gelangen. Birta gelingt es Isamu und Johannes zu überzeugen, dass auch sie über den großen Teich reisen. In Miami angekommen quartieren sie sich im Hotel Corona ein. Dann folgen die drei Götterkinder nebst Anhang Birtas Fährte. Sie sieht wieder einen Faden, der von ihr wegführt und stärker ausgeprägt ist. Ihr Weg führt zu einem Diner. Dort angekommen flüchtet der aufgeschreckte Enrico durch das Fenster der Herrentoilette. Jedoch hält er auf Birtas Rufen hin an. In einem kurzen Gespräch kommt heraus, dass er ein Gotteskind ist und jemand hinter ihm her ist. Birta bietet ihm sofort Hilfe an und spricht auch für ihre Skjalmös und Reyki. Die anderen zwei Götterkinder pflichten dem auch bei.

Rico kann nicht viel erklären. Er weiß nicht warum die Diener des Erdbeben-Dämones der Mayas hinter ihm her sind. Alles was er weiß, ist, dass sie ihn in die Everglades verschleppen wollten. Also machen sich die Streiter im Dienste der Götter auf den Weg um dort nachzuschauen. Sie bewaffnen sich, mieten zwei Propellerboote und fahren dort hin. Am Zielort angekommen sehen sie eine alte Tempelanlage und zwei Container. Ein großer Trupp an Söldner bewacht den Ort.

Es kommt zu einem kurzen und brutalen Gefecht, an dessem Ende die Söldner bis auf den letzten Mann dahingerafft werden. Als sich schon alle dem Sieg gewiss sind taucht ein riesiger Aligator auf. Sein Körper misst gut und gerne 10 Meter und hierbei ist der Scheanz noch nicht berücksichtigt. Rico springt tollkühn auf das Monstrum und tritt ihm mit aller Wucht ins Auge. Birta stürzt wieder aus der Luft mit voller Wucht auf ihn herab und schlägt ihr Schwert gegen das Aligatorleder, jedoch ohne sichtbare Wirkung. Beinahe zeitgleich schießt Johannes dem Reptil das angeschlagene Auge aus. Wütend prischt das Vieh auf ihn zu. Noch mehr Schläge, Schüsse und Hiebe folgen, aber noch immer walzt der Aligator durch die Gegend. Mit einem koordinierten Angriff schaffen es Reyki, die Skjalmö und Birta das vierbeinige Ding zu stoppen. Zur Sicherheit jagt Johannes noch ein paar Kugeln in das reglose Geschöpf hinein.

Während Rico auf dem Altar seinem Vater ein Opfer gibt, ein toter Gegner wird sein Herz wohl nicht vermissen, öffnet Birta den Rachen des Aligators und bricht sich einen Zahn als Andenken heraus. Danach wird gemeinschaftlich der Tempel durchsucht. Drinnen befindet sich eine Statue eines Kolibris, umgeben von zehn Kilogramm Plastiksprengstoff. Der Sprengstoff wird entfernt und danach die Container mit gemeinsamen Kräften versenkt. Während sich Rico und Isamu drinnen umschauen, säubert sich Birta draußen vom Blut. Ein paar Stunden später sind sie auch schon wieder auf dem Rückweg.

München Teil 2: Wie komme ich bitte nach Naströnd - Die Falle der FenriswelpenBearbeiten

Die Truppe entscheidet sich ihren Sieg gegen die Titanenbrut zu feiern und kehrt in ein Casino ein. Während Isamu hauptsächlich spielt und Johannes nach Falschspielern Ausschau hält, zieht es Birta nach ein paar Spielen auf die Tanzfläche. Zusammen mit ihren Freundinnen, nur Fenna ist nicht dabei, amüsiert sie sich da prächtig. Doch dann spürt sie wieder das allbekannte Kribbeln, wenn sie die Birta-Saga verändert. Sie verschwindet auf die Toilette um von dort aus Fenna anzurufen, damit diese vorlesen kann, was sich neues ergeben hat. Doch überraschenderweise befindet sich die Schriftrolle nun in ihrer Handtasche. Folgendes ist nun zu lesen:


Nachdem das Kind des Biwoalfen in den Schoß der Gruppe gefunden hatte, musste als nächstes die Tochter des Winters und des Sommers gefunden werden. Es war nicht viel Zeit, denn die Gegenspieler hatten schon ein neues Ziel: Der Baum des Donnerers, ein Pfad des Übergangs, gefällt und doch noch da, am Ort des Friedens, weist den Weg nach Naströnd. Doch trachten die Widersacher schon nach dessen Vernichtung. Es liegt an den Kindern den Ort des Übergangs zu verteidigen, wenn sie diesen einfachen Weg nehmen wollen.


Schnell sammelt Birta die anderen ein und trifft sich mit ihnen im Aufenthaltsraum des Hotels. Zusammen wird über die Bedeutung gegrübelt. Und wieder einmal kann sich Birta über die Kombinationsfähigkeiten ihrer Bekannten nur freuen. Relativ zügig finden sie heraus, dass der heilige Baum Thors nahe Kassel gestanden ist und von einem christlichen Heiligen namens Bonifatius im Jahre 723 gefällt wurde. Aus dem Holz wurde erst eine Kapelle gebaut, später dann ein Beichtstuhl. Jener soll sich angeblich in einem Kloster in Fritzlar befinden. Und anscheinend will die Titanenbrut jenen vernichten, da er einen Zugang zu Naströnd bieten soll.

Schnell werden für den nächsten Tag die entsprechenden Flugtickets nach Frankfurt am Main bestellt, als ausgerechnet Svanhildur darauf hinweist, dass die Tochter von Winter und Sommer nicht zwangsweise dort gefunden wird. Birta schaut sie nur perplex an, solche Gedankensprünge ist sie von ihrer Freundin gar nicht gewohnt, konzentriert sich dann aber auf die Schicksalsfäden und schaut sich um. Jedoch ohne Erfolg. Sie schafft es nicht jene wahrzunehmen. Nun gut, morgen ist auch noch ein Tag, also legt sie sich schlafen.

Es ist 6:30 Uhr und der Wecker klingelt. Birta wäscht sich und stellt fest, dass Fenna nicht im Zimmer ist. Sie scheint über nacht weggewesen und nicht zurückgekehrt zu sein. Birta konzentriert sich wieder auf die Schicksalsfäden und stellt verängstigt fest, dass der Faden zu ihrer Freundin nicht sichtbar ist. Dafür sieht sie einen anderen Faden, der den Verbindungen zu den Götterkindern ähnelt, in die Innenstadt führen. Völlig aufgebracht stürmt sie zu den vier verbleibenden Skjalmö und fragt sie nach Fenna aus. Diese wissen jedoch auch nichts. Während Johannes noch irgendetwas beim hiesigen Polizeirevier zu erledigen hat, besorgen sich die anderen einen größeren Mietwagen, sammeln den Polizisten ein und folgen der Schicksalsspur bis zu einem Tattoo-Shop.

Da ein "Closed"-Schild die Eingangstür schmückt schaut sich Birta hinten um und klingelt Sturm, jedoch ohne Erfolg. Sie ist schon kurz davor die Tür einzutreten als Isamu Birta darauf hinweist, dass die Eingangstür vorne nicht abgeschlossen ist. Also begeben sich Birta, Isamu und Johannes in das Geschäft, während die Skjalmö das Haus umstellen und Rico etwas Basketball spielt. Birta folgt der Spur schnurstracks in den angeschlossenen Wohnbereich und nimmt nur am Rande wahr, dass der Faden einen kleinen Riss bekommen hat. Ihr Ziel befindet sich in einem Schlafzimmer, in dessen Bett sich zwei Frauen befinden. Bei einer der Schlafenden handelt es sich um Fenna, so dass sich Birta ein lautes "Guten Morgen" nicht verkneifen kann. Während der Kopf ihrer Freundin schlagartig unter der Decke verschwindet schaut die andere Frau Birta nur mit großen Augen an. Bevor sie sich großartig beschweren kann, verschwindet Birta mit den Worten "Ich geh mal Kaffee kochen" in die Küche. Isamu beobachtet dies mit seiner typischen Haltung: Photographierend und lächelnd.

Die Besitzerin der Wohnung Penelope Greystoke kommt kurze Zeit später angezogen in die Küche und stellt Birta zur Rede. Jedoch kommt es zu keiner Eifersuchtsszene oder sonstigem Geschrei. Falls Penelope dies befürchtet hatte, dann wurde sie positiv überrascht. Aber ihre Fragen ansonsten werden mit schnellen Gegenfragen abgeschmettert. Und hier zeigt sich Ricos Vermutung als goldrichtig. Penelope ist ein Götterkind. Sie ist die Tochter von Persephone und erklärt sich schließlich damit einverstanden mit nach Deutschland zu kommen. Fenna bittet Birta den restlichen Skjalmö nichts von ihrer Vorliebe zu anderen Frauen zu erzählen, was Birta nicht verstehen kann, es ihr aber trotzdem verspricht. Gegen Mittag steigen sie in den Flieger ein und kehren nach Deutschland zurück.

Mittels Sprinter fahren sie nach Kassel. Dort hat Johannes etwas auf der Hauptwache zu erledigen. Während sich dann der Rest in zwei Pensionen in Fritzlar einquartiert klärt der Kripo-Beamte mit Bruder Clemens ab, wer in dem Kloster der Ansprechpartner ist und vereinbart einen Termin. Bei dem Treffen kann Johannes den Vorsteher davon überzeugen, dass der Beichtstuhl in Gefahr ist und dass es sich bei den anwesenden Götterkindern um internationale Spezialisten handelt, die mit ihm zusammenarbeiten. Das Kloster wird aufmerksam durchkämmt, der Beichtstuhl an einen anderen Platz geschoben und ein "Ersatz" abgedeckt und aufgestellt. Es folgt ein kurzes Gespräch mit dem Geist einer jungen Frau die sich im achten Jahrhundert opferte um Thor zu bitten die Felder aufzubrechen, so dass die Saat besser aufgehen kann. Hierbei spielt Rico den Vermittler, da Birta jene nicht sehen kann. Bei einem gemeinsamen Gespräch in einem abgetrennten Raum einer Gaststätte besprechen sie ihre weitere Vorgehensweise. Sie überlegen verschiedene Taktiken als Johannes wie von der Tarantel gebissen aufspringt, sein Telefon zückt und zwei Telefonate führt. Es stellt sich heraus, dass der einäugige Fenriswelpe Hannah, die Freundin des Polizisten, in seiner Gewalt hat und jenen in eine Falle locken will. Obwohl er sich dessen vollkommen bewusst ist, kann Johannes nicht tatenlos zusehen und verabschiedet sich.

Nach einer kurzen Unterredung mit Fenna, Rico und Pepe beschließen sie, dass alles deshalb eingefädelt wurde um die Aufmerksamkeit vom Beichtstuhl abzuziehen um jenen zerstören zu können. Nachdem der Ordnungsfanatiker nicht mehr direkt beteiligt ist kommen sie darin überein, dass sie den Beichtstuhl abbauen und mitnehmen sollten. Gesagt getan. Rico fährt den Sprinter in dem sich Birta hinten schon einmal rüstet, während die Skjalmö mit einem, wahrscheinlich geklauten, 200er Mercedes folgen. Vor der Wohnung der Staatsanwältin treffen sie alle wieder auf Johannes der sie in einen nahegelegenen Wald führt. Dort soll sich Hannah aufhalten. Johannes fährt mit einem Polizeimotorrad, Rico, Isamu, Pepe, Yuriko und Penelope fahren im Mercedes während die Skjalmö, Birta und Reyki mit dem Sprinter abseits ihre Kreise ziehen. Doch dann wird es Birta zu dumm, schnappt sich ihren wieder in den fliegenden Wolf verwandelten vierbeinigen Begleiter und fliegt durch die Münchener Nacht auf den Wald zu.

Von oben betrachtet sieht sie nicht viel. Zu dunkel ist es dort. Immerhin haben sie dank Johannes Funkkontakt. Auf einer Lichtung angekommen müssen die Götterkinder feststellen, dass in der Mitte eine reglose Hannah liegt. Ein paar Sekunden später zeigt sich der einäugige Fenriswelpe auf einem Felsen. Als Johannes die Waffe zieht sprintet der Titanenanhänger zur leblos wirkenden Frau und umfasst mit seinem Kiefer deren Kopf. Dadurch eingeschüchtert, schließlich will er ihr Leben retten, senkt Johannes wieder seine Waffe. Anscheinend sprechen sie kurz miteinander, den Inhalt kann Birta jedoch von ihrem luftigen Beobachtungsposten nicht verstehen. Und dann explodiert der Wald.

Vier weitere Fenriswelpen stürmen aus dem Dickicht hervor. Einer greift, zum Glück erfolglos, Penelope an, Isamu blendet einen Angreifer, so dass der ansonsten tötliche Biss "nur" zu einer schweren Verletzung führt. Die zwei anderen springen einen wild um sich schießenden Johannes an und bringen ihn zu Fall. Einen Augenblick später stürzt Birta mit einem markerschütternden Schrei nach unten. Im Flug sieht sie noch, dass Rico scheinbar aus dem Nichts kommend, von hinten den Fenriswelpen bei Isamu anspringt, seine kräftigen Arme um dessen Kopf legt und mit aller Macht zudrückt. Hannah befindet sich noch unter den Pfoten des einäugigen Fenriswelpen, so dass sie Reyki zu dem bewusstlosen Johannes dirigiert, zwischen den beiden Fenriswelpen hindurchfliegt, während Reyki den Tyr-Sohn am Schlappwitchen packt. Dann verschwinden die drei auch schon wieder in der Höhe.

Pepe, in seiner Gestalt als riesiger Adler, hat inzwischen eine ähnliche Idee gehabt und sich Isamu geschnappt, den er knapp über Reyki loslässt. Mit einer Mischung von festhalten und auffangen gelingt es Birta und Isamu einen Sturz aus großer Höhe zu verhindern, so dass er sich hinter ihr auf dem fliegenden Wolf festklammern kann. Vor Antrengung keuchend reagiert Reyki nicht mehr auf die Flugkommandos Birtas, durchbricht die Wolken und stürzt kontrolliert in den Starnberger See. Mit einem lauten Platsch verschwinden die drei Götterkinder im Wasser. Isamu schwimmt ans Ufer während Birta schnell abtaucht um den halbtoten Johannes wieder an die Wasseroberflche zu zerren und auch ans Ufer zu schleppen. Ein paar Sekunden später wird Penelope von Pepe am Ufer abgesetzt. Mit deren Handy werden die Skjalmö verständigt, die kurze Zeit später mit dem Sprinter ankommen. Svanhildur versorgt Johannes medizinisch und dann brechen sie alle zu einem sicheren Krankenhaus auf - dem Salzburger Landeskrankenhaus. Birta überzeugt die Notaufnahme davon, dass es sich bei den Verletzungen von Übergriffen mehrerer Kampfhunde handelt und sucht dann mit ihren Freundinnen und Penelope ein nahe gelegenes Hotel auf.

Durch den Kauf einen neuen Handys und benutzen ihrer alten SIM-Karte kann Birta schließlich Rico erreichen und nach Salzburg lotsen. Während einer ihrer täglichen Besuche findet sie einen bärtigen einarmigen Mann in Johannes Zimmer vor. Nicht auf den Kopf gefallen kann Birta die Ähnlichkeit zu dem Gott Tyr erkennen und unterhält sich etwas mit dem recht schweigsamen Gott. Jener ist sich recht sicher, dass sein Sohn morgen wieder das Bewusstsein erlangen wird. Auch Rico und Isamu stoßen hinzu. Während der Lateinamerikaner in der Gegenwart Tyrs ähnlich befangen wie Birta zu sein scheint, schafft es Isamu wieder Fotos zu machen. Laut Rico scheint Hannah von den Welpen zerfetzt worden zu sein. Das einzige was Birta über die Saga erfahren kann ist, dass der Jarl des Berges früher in Norwegen gelebt hat. Den Namen verrät Tyr jedoch auch nicht.

Tyr teilt Birta mit, es klingt sehr bestimmt, schon fast nach einem Befehl und keinem Wunsch, dass Johannes ihren Beistand oder den der ganzen Truppe, in nächster Zeit brauchen wird. Dann will er schon aufbrechen, lässt sich aber von Birta überreden solange zu bleiben, bis Johannes aufwacht, da es jenem bestimmt viel bedeuten würde. Mittels sanftem Auflegen seiner linken Hand gelingt es Tyr seinen Sohn aufzuwecken. Das nachfolgende kurze Gespräch zeichnet Birta mit ihrem Handy auf, wenngleich sie versucht so viel wie möglich zu überhören. Dies gelingt ihr aber nicht ganz, so dass sie einige Fetzen der Unterhaltung mitbekommt und daraus erkennen kann, dass Johannes vor Zorn brodelt. Danach verschwindet Tyr durch die Tür und Johannes schläft wieder ein.

Ein paar Tage später, die schlimmsten Wunden sind verheilt, will Johannes schon mit dem Training beginnen. Immerhin kann Birta ihn davon abbringen das Krankenhaus zu verlassen und bringt ihm Hanteln und einen Gummiball. Sie überspielt ihm auch das Gespräch auf sein Handy und löscht dieses aus ihrem Speicher. Auf Nachfrage teilt sie ihm mit, dass sich seine Handfeuerwaffe im Sprinter und sein Ring in der Schublade naben ihm befinden.

Nach etwas mehr als einer Woche Krankenhausaufenthalt sind alle wieder einsatzbereit. Johannes besteht darauf nach München zurückzukehren um ein paar persönliche Dinge einzusammeln. Auch wenn Birta dies nicht für eine gute Idee hält, so kann sie dies zumindest verstehen. Also brechen alle wieder nach Norden auf. Dort treffen sie auf Åke, der sich ihnen anschließt. Tyr hat ihn anscheinend gebeten auf Johannes ein Auge zu werfen und ihn, sollte er dies wünschen, zu unterrichten. Nach einem kurzen Gespräch schaut sich Birta wieder die Schicksalsfäden an um den letzten fehlenden Götterabkömmling zu suchen. Jedoch existiert keine weitere Spur. Schließlich kommen sie zu der Übereinkunft, dass sich jenes Gotteskind vielleicht nicht in dieser Welt befindet. Also bauen sie in einer Halle den Beichtstuhl wieder auf und treten hindurch. Dem Geist der jungen Frau wird jener Übergang auch angeboten, was sie annimmt.

Hinter dem Übergang stoßen sie auf einen Wegweiser der folgendes besagt: "Nastrond, Minnesota"

Minnesota Teil 1: Entscheidung in Nastrond - Von Frostriesen und LindwürmernBearbeiten

Die Götterkinder machen sich ohne Johannes A. Gottbehüt, der aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht in Minnesota ankam, als Tramper in die Stadt Nastrond. Die Skjalmö richten sich unterdessen in einer kleinen Jagdhütte ein, da sie keinerlei Wechselkleidung bei sich haben und voll gerüstet eher unerwünschtes Aufsehen erregen würden. Birta kauft mehrere Sets Kleidung für sich und ihre Freundinnen ein und macht sich dann mit ihrem treuen Begleiter Reyki auf den Weg zu jener Hütte im Wald. Die anderen Fünf bleiben in der Stadt zurück. Bevor sie jedoch auf ihre Freundinnen trifft, begegnet sie einem unerwarteten Wesen. Auf einer Lichtung, welche unnatürlich fruchtbar erscheint, stößt sie auf eine eindrucksvolle rotblonde Frau, die sich nach einem kurzen Gespräch als Freya vorstellt.

Es kommt zu einem kleinen und kurzen, jedoch sehr aufschlussreichem Gespräch. Der Jarl des Berges, den Birta sucht, heißt Brokk. Er befindet sich laut Freya in der NMC (Nastrond Mining Corporation). Nun weiß sie, dass der Zwerg, um ein solchen handelt es sich tatsächlich, ganz in der Nähe ist. Warum sie sich hier aufhält verrät sie aber nicht. Zufrieden trainiert sie mit ihren Freundinnen und begleitet daraufhin Svanhildur zur Angelstelle. Reyki dient hierzu als Transportmittel und muss sich sein Fressen selbst erjagen. Es wird kurz mit Rico telefoniert und für morgen beim Diner verabredet.

Am nächsten Tag treffen sich alle an besprochener Stelle und beim Frühstück wird besprochen, dass sie zur Tarnung an einem See campen sollten. Dieser befände sich nicht weit von der NMC entfernt. Die Skjalmö decken sich fleißig im Survivalshop ein. Am Ufer des Sees wird dann das große Zehn-Mann-Zelt aufgebaut und die Zeit bis zur Dunkelheit totgeschlagen. Laut Rico gibt es ca. alle zwölf Stunden Erschütterungen im Boden, die aber nur er wahrnimmt. In der Dunkelheit schleichen sie in die NMC und überwältigen mit Leichtigkeit einige der Wächter. Bei ihnen handelt es sich um Menschen die unnatürlich groß und stark wirken. Entweder wurden sie von einem nordischen Gotteskind oder einem Riesen mit Blut gefüttert, so viel steht fest.

Schließlich treffen sie auf die Zwergensippe, die tatsächlich hier eingesperrt wurde. Und auch der Jarl des Berges Brokk befindet sich unter ihnen. Begeistert unterhält sie sich mit den Zwergen und erkundigt sich nach allerlei wichtigem Wissen. Zumindest ist das ihre Meinung. Rico hingegen scharrt schon mit den Hufen. Er empfindet es als leichtsinnig in der Höhle des Löwen ein Kaffeekränzchen abzuhalten. Dabei sind doch Information wie "der Frostriese Steve hält die Zwerge gefangen", "die Zwerge haben hinter einem Loch im Stein einen Teil der Midgardschlange erblickt", "die Zwerge haben keine Frauen", "Brokks Bruder Sindri fehlt schon länger", "Brokk und Sindri haben die Stadt Nastrond gegründet" und "Thor hat vor zwei bis drei Jahrzehnten Birtas Anhänger hier in Auftrag gegeben" sehr wichtig.

Also machen sie sich auf den Weg um Steve zu finden. Die Zwerge schließen sie wieder in ihrer Schmiede ein, nicht dass ihnen noch etwas zustößt. Mit einem Benzinfass und mehreren Kanistern bewaffnet schleichen sie sich in die Höhle in der sich Steve mit seinen Anhängern befindet. Ein explosives Chaos beseitigt alle anwesenden Menschen und lässt Steve in Flammen gehüllt nach hinten flüchten. Er benutzt jedoch noch fix seine Pfeife woraufhin folgendes passiert. Reyki zieht den Schwanz ein und die Erde erbebt. Die Skjalmö bilden auf Birtas Befehl einen Schutzkreis um Penny, Yuriko stellt sich nahe zu Isamu und Rico stellt sich mit Birta in vorderste Front. Was auch immer durch die Gänge rauschen mag, sie sind gewappnet.

Doch hier irren sie sich. Mitten unter ihnen brechen aus dem Boden zwei Lindwürmer hervor. Eine verbeisst sich in Lyra während die andere in Windeseile Lilja umschlungen hat und zu Quetschen beginnt. Rico schafft es noch schnell genug den einen Lindwurm zu töten, doch für Lilja kommt alle Hilfe zu spät. Als etwas C4 im Rachen des Wurmes hochgeht ist sie schon komplett zerquetscht und besteht nur noch aus Brüchen. Kein schöner Anblick für Birta, die selbst etwas von der Explosion abbekommen hatte, wollte sie doch ihre Freundin befreien. Isamu kommentiert seinen Sieg, der Sprengstoff kam von ihm, mit einem lächelnden "Isamu 1 - Lindwurm 0". Birta selbst kann sich nicht wirklich darüber freuen.

Wütend stürmt sie dem Feuer entgegen und folgt dem Weg, den der Riese gegangen ist. Dicht hinter ihr befinden sich Rico, Isamu, Yuriko und Penny. Die vier überlebenden Skjalmö und Reyki werden zurückgelassen. Doch in ihrer Wut ist Birta blind. Sie läuft voll in die Falle des Frostriesen, der hinter der Wand mit einem Knüppel steht und sie mit einem wuchtigen Schlag per Luftexpress wieder ein paar Meter zurückschickt. Isamu und Rico werfen sich unter dem Knüppel in den Raum hinein. Dort müssen sie erkennen, dass der Frostriese wieder komplett unverletzt ist. Isamu blendet Steve mit seinem Kampffächer, so dass er leicht desorientiert ist. Rico nutzt die Gunst der Stunde und greift sich das Bein des Widersachers und bringt ihn zum Fall. Isamu attackiert den liegenden Riesen und verletzt ihn während Birta ihn mit einem wuchtigen Schlag zum Zerplittern bringt. Danach schnappt sie sich Eiskristalle, in denen sie Teile des Kopfes vermutet und wirft sie ins Feuer.

Die Zwerge werden befreit, Alkohol in der Stadt besorgt und eine große Feier beginnt. Während sich Birta und ihre Freundinnen keinerlei Scheu geben und den Alkohol nur so in sich hineinschütten, dabei natürlich über Lilja reden, halten sich die anderen eher zurück. Doch eine gedrückte Stimmung ist bei den fünf Frauen nicht mehr zu spüren. Es wirkt eher nach einer frohen Feier, auch wenn in Birtas Augen eine Spur Trauer zu sehen ist. Bei einem zufälligem Schwenken eines Gespräches erfährt Brokk, dass Birta den Zahn eines Sohnes von Zipacna bei sich hat und bittet darum ihn haben zu dürfen. Er möchte damit etwas machen. Sie willigt unter der Bedingung ein, dass die Zwerge eine Steintafel für Lilja erstellen und sich hin und wieder um das Grab kümmern mögen, welches sie am nächsten Tag nahe des Sees ausheben wollen. Der Zwerg stimmt zu, also steht der Deal.

Am nächsten Tag bei der Beerdigung erhält Isamu eine Nachricht von seiner Mutter Amaterasu, die ihn bittet mit seinen Mitstreitern nach Edo zu gehen, da sie dort eine Aufgabe für ihn hätte. Also verabschieden sie sich von den Zwergen und tauschen noch Telefonnummern aus. Brokk verspricht Birta anzurufen, wenn die Arbeit an dem Kaimanzahn erlegt ist, da Birta neugierig ist, was er damit vorhat. Als kleines Abschiedsgeschenk erhalten sie noch fünf Gefäße mit Lindwurmhautsud, oder so ähnlich, welches angeblich das Verständnis über Heilkraft und Natur kurzfristig fördern würde.

Tokyo Teil 1: Isamus Botengänge - Big in JapanBearbeiten

Kurz vor Naströnd springt Rico aus dem Auto. Er faselt etwas über einen Tempel und verschwindet. Als er nach ein paar Minuten nicht zurückkehrt, schreibt ihm Birta eine SMS und sie machen sich weiter Richtung Minneapolis. Doch ein paar Kilometer später treffen sie auf zwei weitere unerwartete Bekannte: Johannes und Åke stehen am Straßenrand von Naströnd. Zusammen fahren sie nach Minneapolis und steigen in den Flieger nach Tokio. Während des Fluges unterhält sich Johannes etwas mit Birta. Jedoch handelt es sich hierbei um ein recht langweiliges und tristes Gespräch, da er immer noch vor sich hinleidet. Um ihm etwas zu helfen, versucht sie ein Schlafmittel in sein Wasser reinzumischen, was jedoch misslingt, da er sich ein neues Wasser geben lässt. Isamu hingegen ist wieder ganz in seinem Element. Er schafft es, unter Vortäuschung eines leukemiekranken Sohnes, in das Cockpit zu gelangen um dort ein Foto von sich machen zu lassen.

In Japan angekommen werden Isamu und der Rest schon am Flughafen erwartet. Taxis bringen sie zum Ueno Park Hotel. Sofort machen sich Birta und ihre Freundinnen daran Tokio zu erkunden. Hierbei legen die Isländerinnen besonderen Wert auf Kleidung.

Birtas Shoppingergebnisse:

Während des Shoppens wird Birta von einem kleinen Japaner mit Brille angesprochen. Sehr zu ihrem Leidwesen kann jener nicht Englisch sprechen, so dass eine Verständigung nicht möglich ist. Er gibt ihr noch seine Visitenkarte, zumindest die Telefonnummer ist lesbar, und verabschiedet sich. Mittlerweile bekommt Birta auch erklärt, dass es unhöflich ist Menschen direkt anzusehen. Eine Ausnahme ist es, wenn man mit ihnen redet.

Abends machen sich dann alle auf die Partypiste. Zuerst wird eine Karaokebar aufgesucht, da Isamus Casino von seiner Mutter geschlossen wurde. Hier stellt Birta erschreckendes fest: Dass sie nicht gut singen kann, ist ihr bewusst. Deshalb singt sie dort auch nicht allzulaut. Die Japaner handhaben dies jedoch anders. Egal wie gut man singt, dort scheint es Sitte zu sein, voller Inbrunst sein musikalisches Talent zu zeigen - oder wie in den meisten Fällen, das Fehlen des Talentes. Dies wird sogar der Isländerin zu viel. Sie machen sich, schließlich haben sie mit Isamu einen stadtkundigen Führer, auf in den nächsten Nachtclub. Auf dem Weg zwischen den verschiedenen Nachtclubs fällt der Gruppe auf, dass sie verfolgt werden. Es stellt sich heraus, dass es sich hierbei um die Yakuza handelt, denen Isamu knappe 80.000 Dollar schuldet. Um an das fehlende Geld zu kommen überlegt er die Fluggesellschaft zu verklagen, da sie ihn in das Cockpit gelassen hat. Ansonsten verläuft die Nacht recht gut, so dass sie bis in die frühen Morgenstunden tanzen. Isamu selbst verabschiedet sich etwas früher, da er am nächsten Tag ordentlich aussehen will, wenn er vor seine Mutter tritt.

Am nächsten Tag, zum Zeitpunkt an dem die Sonne den höchsten Stand am Himmel innehat, treffen sich die Götterkinder mit Amaterasu im Tempel des Ueno Parks. Birta hat sich Isamus Ratschlag zur Kleidungswahl zumindest teilweise zu Herzen genommen. Aber sie ist eine Isländerin und keine traditionelle Japanerin, so dass ihr "Kimono" eher an das kurzärmelige und enganliegende Kleidungsstück von Kirsten Dunst aus Spiderman 1 erinnert als an die erwünschte allesbedeckende Bekleidung. Der Tempel ist geschlossen, wird aber, als der ehemalige Casinobesitzer um Einlass begehrt, für die vier geöffnet. Im Tempel wartet schon eine japanische Frau, die zu leuchten scheint.

Isamu nimmt gegenüber seiner Mutter Platz, während sich Johannes, Penny und Birta in die zweite Reihe der vorbereiteten Kissen niederlassen. Die beiden Japaner trinken genüsslich Tee und unterhalten sich. Da das Gespräch auf japanisch vonstatten geht langweilt sich Birta, versucht es sich, immerhin sind sie in der Gegenwart einer Göttin, nicht anmerken zu lassen. Zum Abschied erhält Isamu noch eine hölzerne Kiste und alle verlassen, unter unzähligen Verneigungen, den Tempel. Draußen wird der Rest aufgeklärt. Isamu soll für seine Mutter fünf Rubine besorgen, aus denen, nach der japanische Legende, ihr Bruder Menschen erschaffen hat. In der Kiste befindet sich ein angelaufener Halsreif, der ihm wohl den Weg zeigen soll.

Doch bevor sie sich auf den Weg machen gilt es sich umzuziehen. Birta bekommt einen Anruf von ihrer Mutter, der sie den vorläufigen Vertrag zwischen ihr und ihrem Manager Isamu gefaxt hat um sie nach ihrer Meinung zu fragen. Sie darf sich eine Standpauke anhören, warum sie in Japan ist und sich nie meldet. Sie verspricht Besserung, wimmelt ihre Mutter aber ab, da sie in Eile ist. Der neuernannte Manager vereinbart einen Termin in vier Tagen bei der Tokyo Modelagentur. Als sich Isamu den Halsreif umlegt bekommt er eine Ahnung über den Aufenthaltsort der fünf Rubine. Mittels zweier Großraumtaxis machen sich alle, die Skjalmös haben sich wieder angeschlossen, zu ihrem ersten Ziel. Es handelt sich hierbei um einen alten Mann, der einen kleinen Kiosk mit Souvenirs und ähnlichem hat. Hier erwirbt Birta eine kleine Fuchsstatue als Mitbringsel. Jedoch stellt sich die Frage, wie man den Mann an Amaterasu übergeben kann. Birta entfernt sich mit Reyki etwas vom Geschehen. Johannes nähert sich ihr und äußert seinen Wunsch, dass sie ihm den Kampf mit dem Schwert näherbingen möge. Fenna, die die bessere Kämpferin ist, hat schon abgelehnt. Birta gibt keine verbindliche Zusage, da sie einerseits nicht glaubt, dass sie eine gute Lehrerin darin ist und andererseits darauf auch keine großartige Lust hat. Lieber will sie mit ihren Freundinnen trainieren. Einige Minuten später kommen Isamu und Penny mit einem blutigen Zahn wieder.

Die nächste Spur führt in ein anderes Viertel Tokyos. Birta staunt nicht schlecht, als nach dem vorherigen Ziel die Taxis vor dem Gerichtsgebäude halten. Während Isamu und Penny in das Gebäude gehen, warten die anderen draußen. Um die Zeit totzuschlagen läuft Birta mit Reyki ein paar Straßen entlang und beobachtet die Menschen Tokyos. Sie betrachtet die Schaufenster, die hier zu ihrem Leidwesen, kaum vorhanden sind und langweilt sich. Endlich kommt der erlösende Anruf. Diese Teilaufgabe ist erledigt. Sie kehrt zum Rest der Truppe zurück und mit den Taxis geht es weiter. Johannes äußert eine Vermutung, dass eine nordische Göttin mit roten Haaren in Tokyo sein könnte. Seine Beschreibung würde auf Freya passen. Beim nächsten Ziel angekommen lässt Isamu die Wagen weiterfahren, da er das Anwesen kennt. Hierbei handelt es sich um ein Anwesen der Yakuza. Da er dort noch nicht hineinwill wählen sie das nächste Ziel an.

Während der Fahrt stellen sie fest, dass sich das Ziel sich zu bewegen scheint. Die Lösung des Rätsels ist nicht schwer zu knacken. Die gesuchte Person befindet sich in der U-Bahn. Da die Taxifahrer etwas Gas geben ist es ihnen möglich die U-Bahn abzufangen und ihr zuzusteigen. Es stellt sich heraus, dass es sich um den Fahrer der U-Bahn handelt. An der Endstelle wird kurz aus- und dann wieder eingestiegen. Während der Fahrt wird dann überlegt, wie man an das Blut, das scheint notwendig zu sein, des Fahrers herankommt. Penny wird kurz etwas bleicher als die U-Bahn an einer Stelle des Gift-Attentates von vor ein paar Jahren vorbeikommt. Diese Stelle möchte sie nicht wieder passieren, das steht für sie außer Frage. Bei der nächsten Endhaltestelle steigen sie wieder aus, aber eine genaue Taktik ist nicht gegeben. Also bleibt Birta erst einmal oben und wartet ab. Plötzlich kommen Penny, Johannes und Isamu wieder von unten hoch. Was auch immer geschehen ist, sie haben ein Taschentuch mit etwas Blut bei sich.

Langsam wird es abend und noch immer gibt es zwei "Rubine" zu sammeln. Oder besser gesagt zwei Mal Blut zu besorgen. Dieses Mal stehen alle vor einer Sportarena. Hier wird eine typisch japanische Sportart gezeigt: Sumo-Ringen. Bei aller Kulturoffenheit hat Birta keine Lust übergewichtige Männer in Windeln zu sehen, die sich gegenseitig herumschubsen. Das Geld für den Eintritt hebt sie sich lieber für sinnvolleres auf - Schuhe, Kleidung und Waffen. Also wartet sie draußen und wieder sucht Johannes ihre Gesellschaft. Wird auch Zeit, dass er einmal aus sich rauskommt. Und wieder fällt ihr der blonde Mann aus dem Nachtclub auf. Jedoch ist er zu schnell in der Sportarena verschwunden, als dass sie Johannes auf ihn aufmerksam machen könnte. Seine Meinung zu ihm würde sie interessieren. Kurze Zeit später meldet sich Isamu per Handy. Birta soll sich einen gewissen Sumo-Ringer anschauen. Er vermutet, dass mit ihm etwas nicht stimmen könnte. Sie nähert sich also den Sumo-Ringern und wirft einen Blick über die Fans. Sie fasst an ihren Hammeranhänger und konzentriert sich. Und tatsächlich sieht sie, dass der Athlet genauso stark von einer Macht durchflossen wird, wie es auch bei ihr und den anderen ist. Nur was er ist, das kann sie nicht sehen. Johannes ist jedenfalls der Meinung, dass es sich bei ihm um eine Macht handelt, die von den Göttern stammt. Dies wird Isamu schnell telefonisch mitgeteilt, der daraufhin mit dem Sumo-Ringer in dessen Limousine verschwindet. Als er sich nach einer halben Stunde nicht meldet schreibt Birta ihm eine SMS, in der sie ihn fragt, ob er sie heute abend noch benötigt. Als darauf keine Antwort kommt schnappt sie sich ihre Freundinnen um einkaufen zu gehen. Schließlich benötigen sie noch Waffen. Johannes fragt nach, ob er sie begleiten darf, was bejaht wird. Das Einkaufen geht relativ schnell. Das Endergebnis sind Wakazashis und ein zusammenschraubbarer Speer, der später auf ihrem Zimmer noch geschärft wird. Johannes kennzeichnet mit seiner Kraft Isamu und erkundigt sich bei Birta um die Erlaubnis dies auch bei ihr zu tun, was sie ablehnt. Mit jener Kraft soll es ihm möglich sein festzustellen, wenn sich eine gezeichnete Person in Lebensgefahr befindet.

Nachts geht es wieder in Clubs und Discos. Vorher lässt sich Johannes auf eigenen Wunsch hin von Birta noch ein Hemd aussuchen. Ob er sich Kleider nur mit einer Frau an der Seite einkauft? Egal, immerhin sieht er nun nicht ganz so spießig aus. Und eine Überraschung jagt die nächste. Der Deutsche lässt seine Clubsoda stehen, greift zu einen Cocktail, zwar antialkoholisch aber immerhin, und wagt sich auf die Tanzfläche. Im Vergleich zum Spielcasino in Miami ist er kaum zu wiederzuerkennen. Und auch hier treffen sie auf alte Bekannte. Birta entdeckt den blonden Mann, der ihr immer wieder über den Weg läuft, etwas was in so einer Millionenstadt seltsam erscheint und Johannes macht ein unscharfes Bild von der Frau, die sie für Freya hält. Leider bekommt Birta das nicht mit und der Hinweis von ihm kommt zu spät. Die rothaarige Frau ist nicht mehr zu sehen. Da Penny früher ins Hotel zurückkehrt, Fenna heute auch mies gelaunt ist, Åke sich schon seit der Ankuft in Tokyo abgeseilt hat, Yuriko seit gestern nicht mehr zu sehen ist und Isamu heute nacht beschäftigt zu sein scheint wird die Gruppe immer überschaubarer. Nach und nach verschwinden alle Richtung Hotel bis auch irgendwann Birta die U-Bahn aufsucht. Aber noch hat sie keine Lust sich schlafen zu legen. Sie zieht ihren Jogginganzug an, schlüpft in Sneakers und geht mit Reyki in den nahegelegenen Ueno Park joggen.

Während sie im stillen Park ihre Runden dreht fällt ihr etwas seltsames auf. Zwei struppige Katzen begleiten sie - eine links und eine rechts. Sie lassen sich auch nicht von Reykis Anwesenheit stören. Stirnrunzelnd greift sie zu ihrem Handy und ruft Isamu an. Jener äußert die Vermutung, dass es sich hierbei um Wesen handeln könnte, die Yuriko ähneln. Zufrieden legt Birta auf und geht in die Hocke um mit "Miez-Miez"-Geräuschen die beiden verwahrlosten Katzen anzulocken. Doch die beiden verhalten sich wieder seltsam. Mit schleichenden Bewegungen nähern sie sich von gegenüberliegenden Seiten der Isländerin an. Sie scheinen einen Angriff vorzubereiten. Birta nimmt eine Kampfposition ein, als das Handy klingelt. Sie nimmt nicht ab und beobachtet die Katzen. Doch schon wieder klingelt das Handy. Als sie es ausschalten will setzen die Katzen zum Sprung an. Noch während dem Flug werden sie größer und ihre Krallen und Zähne wachsen dementsprechend mit. Birta taucht unter der einen weg, während sich der nun auch gewachsende Reyki der anderen Katze entgegenwirft.

Während sich über Birtas Haut eine silberne Schutzschicht bildet, spurtet sie zur nächstbesten Parkbank und ergreift sie. Nun hat sie wenigstens eine improvisierte Waffe mit der sie der Katze das Fürchten lehren will. Doch so einfach ist das nicht, denn die Katze verwandelt sich wieder. Doch diesesmal ist das Ergebnis humanoider Form, zumindest teilweise. Nun steht eine Art Vogelmensch vor ihr und jener zieht sein Katana. Ein wilder und brachialer Schlagabtausch beginnt, doch wo Birta mit ungestümer Kraft agiert kontert der Vogelmensch mit Waffengeschick und Agilität. Schon nach ein paar Sekunden ist folgendes klar. Birta ist es nicht so leicht möglich das Vogelwesen zu treffen, während jener schon ein Dutzend Schnitte durch den Trainingsanzug vollführt hat. Einzig Birtas silbernschimmernde Haut schützt sie vor schwereren Verletzungen. Immer wieder wirft sie einen Seitenblick auf Reyki und dessen Gegner. Dort sieht es relativ ausgeglichen aus. Also kann sie sich weiterhin auf ihren flinken Gegner konzentrieren. Mit großer Finesse gelingt es dem Vogelwesen endlich einen tiefen Schnitt in Birtas Bauch zu machen. Wütend brüllt sie daraufhin auf und steigert die Intensität ihrer Angriffsbemühungen. Die Parkbank erzielt jedoch außer bleibenden Kuhlen im Boden keinen wirklichen Effekt. Der Vogelmensch ist einfach zu schnell für sie. Ein weiterer tiefer Schnitt an ihrem Oberschenkel zeugt von der Überlegenheit ihres Gegners. Aber der Sieger ist der, der am Ende stehen kann. Verbissen kämpft sie weiter als plötzlich Johannes von hinten den Vogelmenschen anspringt und ihm mit seinem hölzernen Übungsschwert eins überzieht. Das Holz zerbricht, aber der Vogelmensch scheint etwas benommen. Das Kräfteverhältnis hat sich blitzschnell verändert. Abwartend umkreisen die beiden Götterkinder ihren Gegner, der sich immer wieder umblickt und dann in die Lüfte erhebt. Er versucht zu fliehen. Während Birtas Versuch ihn aufzuhalten, sie springt in die Höhe um ihn an den Knöcheln zu packen, fehlschlägt, zieht der Deutsche seine Pistole und erschießt das Wesen, welches sich daraufhin auflöst und nur eine Maske zurücklässt. Daraufhin flieht auch der zweite Angreifer. Birta eilt zu Reyki um sich dessen Wunden anzuschauen. Er hat viele Schnitte und Kratzer und benötigt dringend ärztliche Versorgung. Da Birta, halbnackt wie sie nach den Schnitten nun einmal ist, so nicht einfach durch das Hotel laufen kann, steigt sie auf ihren treuen Begleiter auf und landet auf der Terasse, die zu Isamus Suite gehört. Nachdem jener auf das penetrante Klopfen hin die Balkontür öffnet trägt Birta den wieder geschrumpften Reyki auf ihren Armen zu ihrem Zimmer, wobei sie penibel acht gibt, dass der Japaner nicht ungewollte Fotos schießt. Johannes nimmt die Maske mit.

In ihrem Zimmer angekommen ruft sie fix bei der Rezeption an und lässt nach einen Tierarzt schicken. Während jener auf dem Weg ist, legt sie den schwerverletzten Reyki auf ihr Bett, wäscht sich das Blut ab und verbindet sich. Danach wirft sie sich luftige Kleidung über um einerseits ihre Wunden zu verdecken und andererseits unnötiges Reiben zu verhindern. Der Tierarzt wundert sich nicht schlecht, als er bemerken muss, dass die normale Nakosemenge bei dem Patienten nicht hilft. Doch schließlich ist alles genäht und der Tierarzt verlässt das Hotel. Kurze Zeit später klopft Johannes an Birtas Zimmertür um sich nach ihrem Wohlergehen zu erkundigen. Schnell versteckt sie die blutigen Kleidungsstücke im Bad und lässt ihn herein. Nichtsdestotrotz besteht er darauf, sich ihre Wunden genauer anzuschauen, was sie schließlich zulässt. Ferner teilt er mit, dass die Wesen sogenannte Tengus waren und gibt ihr die Tengumaske. Zusammen gehen sie dann in die Hotelbar um etwas zu trinken. Somit kann Birta auch dem Geruch von Reyki entgehen, da sich jener aufgrund der Narkose übergeben musste.

Unten angekommen gibt Johannes erst einmal eine Runde Whisky aus. Das Glas wird von Birta wenig ladylike sofort heruntergekippt und noch mehr bestellt. So lassen sich die Schmerzen besser ertragen. Der Polizist fragt wieder an, ob er nicht sein Schutzzeichen an ihr anbringen darf, was Birta immer noch verneint. Es hat ja alles geklappt und er sei rechtzeitig dagewesen. Außerdem ist sie der Meinung, dass ihr Schicksal vorherbestimmt sei, eine Ansicht, die Johannes nicht vertritt, so dass es ihr egal sei, ob er mitbekommt, wenn sie in Todesgefahr schweben würde oder nicht. Sie reden noch eine Weile, bis sich beide dann zurückziehen.

Wie vereinbart wollen sich Isamu, Johannes und Birta früh auf den Weg machen um den Koch des Yakuza-Anwesens, um jenen handelt es sich bei einem weiteren "Rubin", auf dem Markt abpassen. Auf dem Weg schließt sich ihnen noch Fenna an, die recht ungehalten darüber ist, dass Birta gestern nacht angegriffen wurde und keine ihrer Beschützerinnen anwesend war. Vor dem Anwesen des japanischen Verbrechersyndikats warten die vier und folgen ihrem Ziel zum Fischmarkt. Dort verletzt Isamu "versehentlich" den Koch, reicht ihm ein Taschentuch und fischt es später aus dem Mülleimer. Nun fehlt nur noch einer. Der Sumo-Ringer, der allem Anschein nach ein Sohn einer japanischen Gottheit ist. Isamu ruft ihn an und es wird ein Treffen vereinbart. Da der Athlet Jishin sehr auf sein Gewicht achten muss, im Gegensatz zu Birta aber in dem er oft und viel isst, treffen sie sich in einem Restaurant. Während sich die beiden Japaner in ihrer Sprache unterhalten, bestellt sich Birta eine kleine Portion Sushi und genießt diese. Was nun genau besprochen wird ist ihr unklar, aber letztendlich schnappt sich Jishin ein scharfes Messer, ritzt sich den Arm auf und füllt das Blut in ein Glas. Birta erkundigt sich bei Isamu, ob es notwendig sei, dass sie beim nächsten Treffen mit Amaterasu dabei wäre, da sie eh nichts versteht. Da er dies verneint kümmert sie sich in dieser Zeit lieber um den Reyki. Die fünf Rubine werden abgegeben, aber dies ist bei weitem noch nicht das Ende der Dienstbotengänge.

Tokyo Teil 2: Das Schwert der Amaterasu - Von Tengus und ScionsBearbeiten

Rico meldet sich telefonisch bei Birta. Einerseits will er sich vergewissern, ob alles in Ordnung ist, andererseits teilt er mit, dass er am nächsten Morgen in Tokyo landen wird. Birta verspricht ihn abzuholen und taucht mit ihren Freundinnen dort auf. Rico zeigt Birta eine Halbasiatin, die ihm während dem Flug aufgefallen ist. Er ist sich nicht sicher, ob sie nicht auch etwas mit den Götterkindern zu tun hat. Also lässt sich Birta überreden und konzentriert sich auf das Übernatürliche, und tatsächlich, es existieren Schicksalsfäden zwischen der Fremden und der Gruppe. Birta spricht sie darauf hin recht direkt an und schlägt vor, dass sie sich bei ihr melden soll falls sie darüber reden möchte. Dann bringt sie Rico ins Hotel und zu seinem Zimmer.

Vor ihrer eigenen Tür erlebt sie die nächste Überraschung. Der Sumo-Ringer Jishin steht mit einem Blumenstrauß vor ihrer Tür. Sehr höflich läd er Birta zu einem Abendessen ein. Auf ihre Frage hin, was sie anziehen soll, damit sie ihn nicht blosstellt, entgegnet er nur, dass sie sich ruhig westlich kleiden und verhalten darf.

Während sie noch kopfschüttelnd eine Vase für die Blumen auftreibt, schließlich sollen diese nicht eingehen, klingelt ihr Handy. Die Fremde, Delysia Williams, würde sich gerne mit ihr unterhalten. Schnell wird ein Treffen in der hoteleigenen Bar vereinbart. Mit Fenna, die ein alleiniges Treffen nach dem Angriff der Tengu nicht zulässt und einem neugierigen sowie vorlauten Isamu, der es sich anscheinend als Ziel gesetzt hat, Fenna reizen zu wollen, trifft Birta auf Delysia. Jene hat sich eine Perücke aufgesetzt und wird daraufhin nicht sofort erkannt.

Delysia erzählt, dass sie von irgendwem geschickt wurde um der Gruppe zu helfen. Ihre Mutter sei Artemis. Ansonsten wird Birta nicht sehr schlau aus ihr, außer, dass sie recht vorlaut ist und es scheinbar darauf anlegt andere zu reizen. Rico schließt sich dem Quartett später an und alle stimmen überein, zusammen zu arbeiten. Doch schon bald entschuldigt sich Birta. Sie muss sich für heute abend noch schick machen. Routiniert macht sie sich frisch, schlüpft in ihren westlichen Kimono und betrachtet sich zufrieden im Spiegel. Jishin wird sich nicht für sie schämen müssen. Pünktlich wird sie im Hotel abgeholt und es geht per Limousine durch Tokyo. Bei einem Nobelitaliener steigen beide aus. Auf dem obersten Stock einen Hochhauses befindet sich das Restaurant und die Aussicht ist wahrlich atemberaubend. Es gibt nur wenige Plätze und alle scheinen vorreserviert zu sein. Jishin scheint sich wirklich Gedanken darüber gemacht zu haben, wo sie hingehen sollen. Das Essen ist sehr gut und die Unterhaltung sehr nett. Jishin ist sogar bereit etwas über sich und den Sport Sumoringen zu erzählen, da Birta darüber so gut wie keine Ahnung hat. Es ist ein Abend, an dem sich Birta wirklich sehr gut amüsiert, das ändern auch nicht die bissigen Kommentare von Fenna.

Am nächsten Tag machen sich Isamu und Birta zu der Modelagentur. Dort unterhält sich Birtas Manager Isamu mit dem Vertreter der Agentur und klärt kleinere Dinge vorab ab. Schließlich soll Birta ja keine Nacktbilder und -auftritte haben. Spontan werden Birta noch extra hohe und dünne Highheels angezogen, mit denen sie kurz auf und ab gehen soll. Zufrieden werden ein paar Probebilder geschossen und Isamu klärt weitere vertragliche Dinge. Die Agentur wird sich in den nächsten Tagen melden, so heißt es.

Direkt danach geht es mit zwei Kleintransportern auf den Weg zur Schiffsinsel auf der sich das Schwert befinden soll, welches Isamu seiner Mutter wiederbringen soll. Im Morgengrauen des nächsten Tages kommen sie an dem Hafen an und erkundigen sich nach einer Passage. Mittels etwas Schmiergeld ist ein älterer Fischer bereit alle rauszufahren. Doch allzu nahe ran will er nicht, da es dort spuken soll. Die anderen erzählen Birta, dass sich bei der Insel Tengus aufhalten. Wie sie das in dem dichten Nebel sehen ist ihr zwar unklar, aber ok. Grimmig schraubt sie ihren Speer zusammen, hängt sich ihr Schwert um und macht sich kampfbereit. Doch bevor es dazu kommen kann, nähern sich zwei Tengus von der Küste her und warnen die Götterkinder vor einer Falle. Zusätzlich überbringen sie noch eine Einladung vom König der Tengu. Also wird spontan kehrt gemacht und der Roadtripp beginnt aufs Neue.

Irgendwann endet auch diese Fahrt. Die Endstation ist ein Berg, auf dem sich ein Tempel befinden soll. Na gut, also ein Spaziergang. Birta unterhält sich angeregt mit Delysia, so dass sie von ihrer Umwelt nichts mitbekommt. Als die Halbasiatin ihren etwas klein geratenen Pegasus ruft, der auch noch sprechen kann, ist es entgültigt aus mit dem Wahrnehmen der Umgebung. Es ist viel spannender mit dem eitlen Pegasus zu sprechen. Als alle am Ende der Strecke ankommen, es befindet sich dort tatsächlich ein Kloster, ist das geflügelte Pferd etwas eingeschnappt. Bissige Kommentare von zwei Frauen sind zu viel für ihn. Während Johannes draußen bleibt, er scheint dem ganzen nicht zu trauen, lässt sich der Rest der Truppe von Mönchen in das Tempelinnere führen. Die Skjalmö betreten den Raum, der für das Treffen mit dem König der Tengus vorbereitet wurde, nicht. Birta schaut sich interessiert die Bildnisse an. Es scheint sich wirklich um den Tengu zu handeln, über den sie im Internet gelesen hat. Es werden einige Geschichten dargestellt, die um den Tengukönig Sōjōbō handeln.

Es folgt ein kurzes Treffen, in dem der Tengukönig einen Vorschlag unterbreitet. Sie würden der Truppe gegen die Tengus auf dem Schiff helfen, schließlich sind das auch ihre Feinde, dafür fordert er Hilfe sobald es zum großen Tengukrieg kommt. Da die Götterkinder aber noch keine wirklich Hilfe wären, bietet er zusätzlich an sie auszubilden. Birta bittet noch schnell Johannes rein, da jener die Abmachung sonst nicht mitbekommt. Die eisigen Blicke von Fenna iritieren sie zwar, aber daran ist nun eh nichts zu ändern.

Nun geht es alles recht schnell. Von überall tauchen Tengus auf. Sie bringen Tragegeschirre mit um die Götterkinder und ihre Gefährten zu transportieren. Delysia steigt auf ihren Pegasus und Birta fliegt mit Reyki nahe Svanhildur, da jene Höhenangst hat. Also plappert Birta fröhlich drauflos um ihre Freundin abzulenken. Nahe der Schiffsinsel ist es dann so weit. Die feindlichen Tengus steigen auf, die beiden Fronten nähern sich. Johannes nutzt die Gelegenheit um mit seiner Pistole feindliche Tengus zum Absturz zu bringen. Da sich Birta nicht sicher sein kann Freund von Feind auseinanderhalten zu können bleibt sie lieber im Pulk. Tengus kämpfen gegen Tengus und selbst der Tengukönig mischt mit. Auf seinem Befehl hin verdunkelt sich der Himmel und Blitze rösten seine Gegner. In all dem Chaos ist es recht einfach unbeschadet auf der Insel oder dem Schiff, es ist schon ein seltsames Konstrukt, zu landen.

Schnell suchen sie den Eingang, es handelt sich um eine Art Bergbaustollen. Vorsichtig dringen sie immer tiefer ein. An einer Kreuzung stoßen sie auf Tengus. Während Birta und ihre Freundinnen die andere Reichtung absichern, machen sich die anderen bereit die Tengus in Empfang zu nehmen. Es ist ein kurzer und brutaller Kampf, an dessem Ende die Götterkinder als Sieger hervorgehen. Schließlich kommen sie an ihrem Ziel an. Doch die Tür ist verschlossen und auf ein Klopfen kommt nur die Antwort einer Frau, dass sie niemanden reinlassen wird. Isamu, nicht auf den Kopf gefallen, redet mit dem Kami der Tür und erbittet Einlass. Die Frau dahinter, es handelt sich hierbei um eine junge Asiatin, macht sich kampfbereit. Aber letztendlich ist es Isamu möglich sie mit Worten zu überzeugen die Waffe ihm zu überlassen. Hilflos und mit Tränen der Wut stimmt sie schließlich zu. Auf dem Weg nach draußen wird klar, was an dem Schwert so besonders ist. Als sich ein Tengu nähert führt die Asiatin mit der Waffe eine schnelle Bewegung aus und spaltet den Flughund, und das über gut 20 Meter Entfernung. Bei ihrem Abschied, sie verspricht mit ihrem Vater zu sprechen, deutet sie an, dass dies nicht das letzte Treffen gewesen sein wird, reicht ihr Birta noch ihr eigenes Schwert, damit die Asiatin nicht unbewaffnet vondannen ziehen muss. Dann wird sie auch schon von Tengus ans Ufer gebracht und die Götterkinder machen sich mit ihren Begleitern auf den Rückweg.

Loreley Teil 1: Tengu-Ausbildung, Party, Wasserschlangen und HarpyenBearbeiten

Bei den Tengus angekommen erklärt der Tengukönig jedem was er ihnen beibringen möchte. Bei Birta bedeutet dies ihre körperliche Verfassung zu steigern und den bewaffneten Nahkampf zu verbessern. Schlecht klingt das somit in ihren Augen nicht. Da das Training auf sich warten lässt schnappt sie sich Steine und übt Zielwerfen. Das Geräusch von Stein auf Holz wird von einem anderen abgewechselt. Rico schubst Bäume um. Den Sinn dahinter versteht Birta nicht, aber schließlich ist das eine Aufgabe von Sojobo. Ihr Programm hingegen ist sehr einfach. Als kleinen Test lässt er sie, zusammen mit Delysia und Johannes einen kleinen Parcour durchlaufen. Er ist dermaßen einfach, soetwas konnte sie schon, bevor sie ihre Kräfte erlangt hatte, dass es ihr hierbei am Ernst fehlt und sie lieber mit ihrer halbasiatischen Trainingspartnerin herumulkt. Während sie sich ihrem Training widmet versucht ein großer, muskulöser Glatzkopf sie zu erreichen, wird jedoch von dem Tengukönig wieder weggeschickt. Als sie nach ihrem Testdurchlauf ihm hinterherrennt stolpert sie über eine ferne Bekannte. Die Asiatin, der Isamu das Schwert weggenommen hat, stapft, von einem Veilchen geschmückt, den Berg hoch. Auch sie soll unter Sojobo lernen.

Unten angekommen, immer noch keine Spur von dem Glatzkopf, spricht sie mit Fenna und Svanhildur. Von letzterer lässt sie sich versichern, dass die Skjalmö ihr ordentliches Essen bringen, mit ersterer spricht sie über den Beinahe-Besucher. Sie bittet ihre Freundin ihn abzupassen und festzuhalten, damit sie mit ihm sprechen kann. Nach einem kleinen Kampftraining später joggt sie auch schon wieder hoch. Später führt sie, mit den anderen weiblichen Scions, ihr allabendliches (besser gesagt nächtliches) Baderitual in der heißen Quelle durch. Wie schon die Nacht zuvor ist die Wasserquelle von Affen nur so umzingelt. Gut gelaunt lässt sie es sich im Wasser gut gehen, bis den Frauen eine große Gestalt im Schatten der Bäume auffällt. Grimmig greift Birta einen faustgroßen Stein und wirft ihn mit voller Wucht gegen den heimlich Zuschauer. Der Erfolg ist erstaunlich: Der Schatten rührt sich nicht vom Fleck. Er schreit nicht einmal vor Schmerz auf, nein es ist ein tiefes Lachen zu vernehmen. Doch so leicht lässt sich Birta nicht einschüchtern. Sie steigt aus dem Wasser, wickelt ihr Handtuch um sich und reißt einen großen Ast vom Baum. Mit dieser zwar improvisierten, aber eindrucksvollen Keule, bewegt sie sich zielstrebig auf den Beobachter zu. Dort angekommen sieht sie ihren Vater Thor der über ihr kleines "Stöckchen" eher belustigt scheint. Erfreut ihn zu sehen fällt sie ihm um den Hals und stellt ihn ihren "Freundinnen" vor.

Es dauert nicht lang, dann befindet sich auch der Donnergott im heißen Wasser. Birta wirft immer wieder einen Blick auf den vorher niedergeplumpsten Hammer, der in der Nähe des Bades steht. Immer wieder spielt sie das Geräusch in ihrem Kopf ab, das Mjöllnir von sich gegeben hat, als er auf den Boden aufgeschlagen ist. Auch der tiefe Abdruck, den er hinterlassen hat, macht sie neugierig. Ihr Vater hat den Hammer lässig mit einer Hand getragen, warum soll sie ihn auch nicht hochheben können. Sie springt aus dem Wasser und zieht an ihm. Aber außer einem roten Kopf aufgrund der Kraftanstrengung passiert nichts. Also nimmt sie einen festen Stand, umfasst mit beiden Händen den Hammer und zerrt mit aller Kraft an der Waffe. Ohne Erfolg. Außer Puste und verwirrt steigt sie wieder ins Wasser. Ihrer Meinung nach muss da ein Trick dabei sein, ihr Vater entgegnet dem nur, dass sie stärker werden müsse, nur dann könne sie Mjöllnir aufheben. Er teilt ihr auch mit, dass der Glatzkopf ein Sohn Odins ist, der aufgrund einer Wette hier sei. Zwischen Odin und dessen Sohn Thor gibt es einen Wettstreit, wessen Lieblingskind besser sei. Der Russe oder Birta. Achselzuckend nimmt sie dies gelassen hin. Ihr Vater ist die nordische Abrissbirne, wenn sie nach ihm kommt, was soll sie da schon fürchten? Außerdem sagt ihr Vater nicht, dass das Schicksal vorherbestimmt sei? Wenn also der russische Meister Proper eine Abreibung bekommen will, dann nur zu. Auf Birtas Wunsch besorgt Thor etwas zu trinken. Ein sehr leckerer und starker Met. Nach sehr kurzer Zeit ist das auch für die trinkfeste Birta zu viel und ihr wird schwarz vor Augen.

Als sie am nächsten Morgen (eher Mittag) aufwacht kann sie sich an Teile der Nacht nicht erinnern. Sie wird von Rico und Johannes angesprochen was gestern los gewesen sei und sammelt die Reste der Habseligkeiten ein. Als alle in das Haupthaus gerufen werden beurteilt Sojobo die Leistungen aller. Mit allen ist er mehr oder weniger zufrieden, nur über Birta fällt kein einzig gutes Wort. Im Gegenteil. Er tadelt sie wie ein fünfjähriges Mädchen. Sie würde das nicht ernst genug nehmen und nur feiern. Erstaunt hört sie zu und fasst es nicht. Das soll das Training sein? War alles nur ein Test, um zu sehen wie sie sich gibt? Mit einer kleinen und ernstgemeinten Entschuldigung beteuert sie, dass sie sich bessern wird. Voller Ehrgeiz absolviert sie eine Runde des Parcours nach der anderen. Hierbei verzichtet sie im Gegenzug zu den anderen auf allenmöglichen Schnickschnack und versucht nur immer schneller zu werden. Nach dem sie sich ausgepowert hat meldet sich ihre Schriftrolle bei ihr. Ein neuer Text ist erschienen.

Die Zeit bei Sojobo währte nur kurz, denn es galt eine neue Gefahr zu bezwingen'.
Einst vernebelte sie die Sinne der Männer, deren Schiffe daraufhin am Felsen zerschellten. Doch nun droht ihr selbst ein Ungemach. Sie muss geschützt werden, die Herrin des Flusses, sonst fällt das Bollwerk und selbst hundert Burgen werden es nicht verhindern können.

Nach kurzer Besprechung scheint es allen klar zu sein. Irgend etwas ist mit Loreley. Birta sucht Sojobo auf um ihm mitzuteilen, dass sie aufbrechen müssen. Doch er scheint davon nicht überrascht und verabschiedet sich von ihnen. Die Waffen verstauen sie am Flughafen und fliegen nach Deutschland. Am Frankfurter Flughafen gelandet mieten sie sich zwei Vans, besorgen sich die gebunkerten Waffen und machen sich auf den Weg zur Loreley. An der oberen Statue machen die anderen Birta darauf aufmerksam, dass es sich nicht um eine unbelebte Statue handelt, sondern um die Gesuchte selbst. Als sie sich auf das Übernatürliche konzentriert sieht sie das auch, sowie einige Fäden, wobei der dickste roten Faden nach Norden führt. Johannes übersetzt das folgende traurige Gespräch. Loreley sieht kaum noch einen Sinn in ihrem Dasein. Niemand hört ihren Gesang mehr, also lässt sie sich lieber von unhöflichen Touristen beklettern und begrabschen. Grimmig lässt Birta ihre isländischen Freundinnen zurück. Einerseits weiß sie nicht, ob sie den falschen Weg einschlagen und so können die Skjalmö auf Loreley aufpassen, andererseits sollen sie alle unverschämten Touristen davon abhalten Loreley ungebührlich zu behandeln.

Mit ihren beiden Wagen fahren die Götterkinder nach Norden. Bei Köln sehen sie dann große Vögel, die bei genauerem Begutachten eine Mischung aus Raben und Frauen sind. Sie kreisen über einer Hochwasseranomalie. Irgendetwas bewegt sich gegen die Strömung flussaufwärts. Ab und an tauchen die Vogelfrauen ab und pflücken etwas aus dem Wasser. Auf zwei Tretbooten fahren Penny, Rico, Delysia und Birta zu dem Phänomen. Dort führt auch der rote dicke Faden hin. Allem Anschein nach, scheint sich dort eine riesige Schlange zu befinden. Das deckt sich mit dem Traum den Johannes hatte. Dort wurde ihm mitgeteilt, dass er es in er Zukunft mit einem Abkömmling der Midgardschlange zu tun haben wird. Rico macht Anstalten ins Wasser abzutauchen, aber Birta teilt ihm mit, dass er das nicht alleine tun wird. Schnell schlüpft sie aus ihren Klamotten und taucht in Unterwäsche und dem Schwert auf den Rücken gegürtet hinterher. Doch schon nach einem Meter stellt sie fest, dass das Wasser für sie nichts ist. Sie sieht absolut nichts. Es wird einfach zu viel Sand und Schmutz aufgewirbelt und die Wasserqualität ist auch nicht die beste. Trotzig taucht sie hinab, bis sie auf etwas hartes stößt. Mit ihren Fingern ertastet sie die Umrisse einer Schuppe und stemmt sich voller Wucht dagegen. Und binnen zweier Tage versagt sie beim nächsten Kraftakt. Sie bekommt die Schuppe nicht vom Körper gelöst. Hier haben sie es mit einer wahrhaft gerüsteten Widersacherin zu tun. Als sie auftaucht um nach Luft zu schnappen wird sie von einem Rabenweib für Futter gehalten. Bevor sich die Krallen allzu tief in Birtas Oberkörper bohren können, überzieht sie ihren Körper mit einer silbernen Schutzschicht. Erfolglos pickt das Rabenweib auf die silberne Isländerin ein, die ihrerseits mit bloßen Fäusten auf das Wesen einschlägt. Als das Federvieh Birta loslässt ergreift jene die Klauen. So einfach entkommt ihr das Ding nicht. Mit aller Wucht zieht Birta immer und immer wieder an den Beinen. Die Vogelfrau steuert auf die Spitze einer Hängebrücke zu um Birta abzustreifen, doch dies kommt der Isländerin entgegen. Grimmig umklammert sie mit ihren Beinen Teile der Brücke und schleudert das Ding voller Wucht vor sich zu Boden. Mit der linken Hand hält sie immer noch das Bein der Vogelfrau fest, während sie mit ihrer freien Rechten zum Schwert greift. Zwei bis drei Hiebe später zappelt nichts mehr. Während sich das Vogelvieh auflöst und nur noch eine Klaue auf die fünfzehn Meter tiefe Straße fällt, steckt Birta das Schwert wieder ein und lässt sich zu Boden fallen. Elegant landet sie und verbeugt sich vor den Schaulustigen. Dann schnappt sie sich die Klaue und springt ins Auto des herbeigeeilten Johannes. Danach treffen sie sich mit den anderen am Ufer. Rico teilt allen mit, dass es sich um eine sehr große Schlange handelt, die bestimmt hundert Meter lang ist.

Loreley Teil 2: Wilddruden, Feuerriesin und mehr - Lyras letzte BootsfahrtBearbeiten

Während sich Birta hinten im Mietwagen noch abtrocknet und sich wieder die Kleidung über stülpt, kommt ihr eine Idee. Der Zwerg Brokk ist ja eine "Sagengestalt" aus der nordischen Götterwelt und ein guter Freund ihres Vaters. Wenn also einer Informationen über die Larve der Midgardschlange hat, dann wohl er. Also wird er flugs angerufen. In zwei Telefonaten, Birta fällt alles erst nach und nach ein, erfährt sie verschiedene Dinge. Die Schlange ist wahrscheinlich giftig, wohl aber nur ihr Biss. Das ist etwas, was bei der Größe dieses Mauls aber auch egal ist. Die eingesackte Schuppe will der Meisterschmied haben, dahingehend klingt er sehr aufgeregt. Die Vogelfrauen nennen sich Wilddruden und greifen sich normalerweise nur kleine Kinder. Mit den Krallen bzw. Klauen dieses Geflügels kann er wohl auch etwas anstellen Sie verspricht ihm, dass er jene Dinge erhalten wird. Ferner sei Birtas Zipocnazahn fertig, was auch genau das bedeuten mag. Letztendlich erkundigt er sich noch nach seinem Bruder Sindri. Bei der Feier zur Befreiung der Zwerge und des heldenhaften Todes ihrer Freundin hat sie wohl versprochen nach ihm Ausschau zu halten. Außerdem gibt er ihr den Ratschlag, dass die Loreley selbst, als Herrin über den Rhein, eine sehr große Hilfe dabei sein kann, das Ungetüm zurück zuschlagen.

Die Fahrt ist lange und besonders langweilig. Von Fenna erfährt sie per Telefon, dass bei der Loreley alles in Ordnung und ruhig sei. Immer wieder fordert Birta Johannes auf, dass er doch ein bisschen auf die Tube drücken möge. Schließlich ist er doch Polizist. Für was ist man Polizist, wenn man nicht schnell fahren darf? Das Radioprogramm sagt ihr auch nicht zu. Kurz und knapp gesagt, sie quängelt etwas herum. Johannes teilt auf einmal mit, dass die Loreley in Gefahr sei. Nun wird es Birta aber zu bunt. Die Fahrt wird noch einige Minuten dauern, aber ihre Freundinnen brauchen sie. Und warum hat ihr Rico nichts von der Gefahr mitgeteilt? Ihr Gesichtsausdruck ändert sich von Besorgnis über Ungeduld zu Ärger und wieder zurück. Sie wühlt herum und greift sich schon einmal ihre Waffen. Länger kann und will sie nicht warten. Sie erkundigt sich bei Delysia ob sie ihren Pegasus herbeirufen kann und ob die beiden Frauen nicht schon einmal voraus fliegen wollen. Als sie sich dann ihrem Zielort aus der Luft nähern, Delysia auf ihrem Pegasus und Birta auf Reyki, müssen sie feststellen, dass der Angriff schon in vollem Gange ist. Dutzende von Wilddruden kreisen um die Loreley.

Der erste Blick zeigt, dass es ernst aussieht. Immer und immer wieder stürzen die Vogelfrauen herab und attackieren die Verteidiger. Eine Person wird gerade aus großer Höhe fallen gelassen und zerschmettert am Boden. Die einzigen Anwesenden auf der Aussichtsplattform sind drei Skjalmö. Welche, das ist aus der Entfernung nicht zu erkennen. Wo ist die vierte? Ist sie im Gebäude und beschützt die Besucher? Mit einem zornigen Schrei, ihre Haut überzieht sich wieder mit Silber, reitet sie inmitten der Feinde, stößt wie wild mit dem Speer zu und sorgt für Chaos. Delysia geht kontrollierter, aber nicht weniger effektiv vor. Todbringende Pfeile verlassen ihren Bogen und pflücken Wilddrude nach Wilddrude aus der Luft. Inzwischen kann Birta auch erkennen, welche drei Skjalmö unten die Stellung halten. Es handelt sich um Fenna, Svala und Svanhildur. Wo ist Lyra? Ihr nächster Stoß zwingt eine Vogelfrau zu einer abrupten Ausweichbewegung und Birta bricht durch den Schwarm durch.

In diesem Moment muss sie sehen, dass je zwei Wilddruden Fenna und Svala gepackt haben und in die Luft heben. Diese Taktik ist Birta noch in Erinnerung. Ihre Angreiferin vor ein paar Stunden wollte sie dann auch fallen lassen. Mit aller Kraft stößt sie sich von Reyki ab und springt in die Richtung ihrer Freundinnen. Noch während sie fällt bzw. fliegt, wie auch immer man das bezeichnen mag, holt sie weit aus und wirft den Speer. Eine Wilddrude, die gerade Svala trägt wird getroffen und stürzt ab. Die andere trudelt, von der Gewichtsänderung überrascht gen Boden und aus Birtas Sicht. Dann schlägt Birta auch schon zwischen den beiden Wilddruden, die Fenna tragen, hindurch und beraubt sie ihrer Beute. Während den letzten Metern vor dem Aufprall dreht sich Birta noch schützend vor Fenna, umgreift sie fest und nickt ihr zu. Dann schlägt sie ein, Steinsplitter, Erde und Staub stoben in die Höhe und das Geländer bekommt eine andere Form.

Fenna scheint körperlich unversehrt zu sein. Sie hat ein paar Schrammen, Kratzer, kleinere Wunden, aber nichts schlimmes. Mit knappen Worten greift Birta ihr Breitschwert, reicht es Fenna, schnappt sie eine Metallstange des Geländers und setzt sie auf den herbeigeeilten Reyki. Zusammen fliegen sie wieder hoch um die Verteidigung zu stärken. Fenna stellt sich wieder zu Svanhildur, während Birta und Delysia weiterhin gegen die Wilddruden um die Lufthoheit kämpfen. Mit einem lauten Aufheulen fliegt nun auch der Mietwagen durch die Luft und rammt zwei Angreiferinnen. Ein um sich schießender Johannes springt noch während dem Flug heraus und dezimiert sie weiterhin. Als kurz darauf auch noch Rico oben ankommt, drehen die Gegner ab und es ist an der Zeit für eine kurze Übersicht. Aber zuerst verfolgt Birta die Wesen noch und wütet weiterhin unter ihnen.

Svanhildur und Fenna sind angeschlagen aber noch fit. Penny ist irgendwo, aber nicht zu sehen. Johannes, Rico und Delysia geht es gut. Birta erfährt, dass Lyra und Svala unten sind, und dass es nicht gut aussieht. Sofort fliegt sie mit Reyki wieder herunter. An einen Baum gelehnt sieht sie ihre Freundinnen. Überall ist Blut zu sehen. Svala scheint sich ihr Bein gebrochen zu haben und starke Schmerzen zu haben. Jedoch reagiert sie im Gegensatz zu Lyra auf Birtas Ankunft. Lyra hingegen ist beinahe nur noch eine blutige Masse. Anscheinend war sie eines der Fallopfer der Wilddruden. Sie setzt Svala auf Reyki, auf dass sie hoch fliegen soll. Mit schmerzerfülltem Gesicht leistet sie dem Folge. Das herumliegende Breitschwert sammelt sie ein und hebt mit großer Vorsicht ihre reglose Freundin hoch. Mit langen Schritten, dabei jedoch bedacht für keine großen Erschütterungen zu sorgen, steigt sie die Treppe hoch. Bis sie oben ankommt wurde Svalas Bein schon gerichtet und geschient. Aber für Lyra kommt alle Hilfe zu spät. Sowohl Rico als auch die wieder aufgetauchte Penny teilen ihr mit, dass sie gegangen ist. Zähneknirschend legt Birta die Tode auf dem Gras ab.

Während Johannes und Delysia mit der Loreley reden sucht Birta ihren Speer. Da sie den jedoch nicht findet demoliert sie, immer noch wütend und traurig über Lyras Tod, das Geländer weiter und reißt vier Metallstangen heraus. Mit einem kleineren Felsen spitzt sie diese durch stetiges Draufhämmern an. Denn bei der Schlange wird das Breitschwert keine Wirkung zeigen. Aber vielleicht ist es möglich mit den Speeren unter Wasser zuzustoßen. Von Delysia erfährt Birta, dass sich die Loreley nicht einmal sicher ist, ob sie überhaupt helfen will. Zornerfüllt blickt Birta diese an, sagt aber nichts.

Noch sind ein paar Stunden Zeit, bis die Schlange auftaucht. Das ist genau die Zeit, die Birta braucht um sich zurecht zu machen. Zuerst mit Svalas Schminktasche, bis ihr einfällt, dass ihr Gepäck ja noch hier oben ist. Also greift sie sich frische Kleidung, kämmt sich ihr Haar und wechselt ihr Outfit. Dann sorgt sie dafür, dass die Verteidiger nicht verhungern oder verdursten. Sie plündert das Restaurant und kommt mit Essen und Getränken wieder. Während sie gerade am Verteilen ist klingelt ihr Handy. Tokyomodels ist an der Strippe. Aus Reflex will sie sich an Isamu wenden, doch der ist nicht hier. Penny sträubt sich zuerst, nimmt dann aber das Handy entgegen und spricht mit der Agentur. Es scheint so, als hätte Birta heute einen Termin gehabt, den sie leider versäumt hat. Gerissen, wie Penny nun einmal so ist, gibt sie sich als Managerin aus und erfindet fix eine Ausrede. Sie seien in Deutschland bei anderen Interessenten. Ein neuer Termin wird aber vereinbart. Ob das gut gehen wird? Aber so kurz vor dem Ankommen des Midgardschlangensprösslings ist das Birta auch egal. Daraufhin spricht Birta kurz mit Fenna um zu erfahren ob Svala noch kämpfen kann. Da dies nicht der Fall zu sein scheint, soll sie die Anführerin der Skjalmö darum kümmern und ihr das Mitteilen, bzw. ihr das Abbrechen des Kampfes befehlen.

Aus irgendeinem unerfindlichen Grund fliegt Delysia nach Osten und scheint als Späherin zu fungieren. Die Gefahr kommt zwar aus dem Norden aber warum nicht? Da hier alle Menschen weg sind, und Zeit totzuschlagen ist, wandert Birta herum. Sie kontrolliert, dass genug Alkohol für die bevorstehende Siegesfeier und dem Abschiednehmens von Lyra vorhanden ist, schreibt eine Postkarte an ihre Mutter, sammelt ein paar Souvenirs ein schießt ein paar Bilder. Johannes kommt auf die Idee Sprengstoff zu besorgen. Er selbst würde sich mit dem illegalen Besorgen von Sprengstoff nicht auskennen und sucht nun nach Freiwilligen. Also ob sich Birta damit auskennen würde! Er stellt aber schnell klar, dass er selbst dafür sorgen würde, aber Hilfe beim Tragen benötigt. Rico bietet sich an, während Birta ihre frisch lackierten Fingernägel anspricht. Diese will sie nicht sofort ruinieren. Penny schließt sich den beiden Männern an. Delysia bringt Birta ein Stück Sahnetorte und genießt ihrerseits eins. Brummelnd, sich der Konsequenzen und zusätzlichem Fettverbrennungstraining bewusst, kann Birta aber trotz allem Meckern nicht an sich halten und isst ihr Stück bis auf den letzten Krümel auf.

Hin und wieder telefoniert Delysia mit Johannes und teilt Birta nebenher mit, dass das Feuerwesen, wohl ein Riese, gleich da sei. Welcher Feuerriese? Wieso erfährt das Birta nicht? Flink rennt sie in das Besucherzentrum rein, feuchtet sich die Haare aufs neue an, wickelt sich nasse Tücher um den Kopf und schnappt sich die Feuerlöscher, vier an der Zahl. Kurze Zeit später taucht das Wesen auch schon auf. Sie, es handelt sich hierbei um eine Riesin, ist fünf Meter groß, hübsch anzusehen, wenn man auf übergroße Frauen steht, trägt eine Rüstung und Helm sowie eine riesige Axt. Noch während Birta etwas sagen will positionieren sich ihre Skjalmö schützend vor ihr, sogar die humpelnde Svala. Mit sicherer Stimme teilt die Riesin mit, dass sie die Anwesenden ohne Schaden ziehen lässt, sie sei nur hier um die Loreley zu beseitigen. Birta stellt sich nun ihrerseits vor ihre Freundinnen und baut sich nun ihrerseits selbstsicher auf. Sie fragt wer da überhaupt vor ihr stehe. Die Riesin nennt ihren Namen: Dagmar, Tochter von Surtr. Der Name klingelt in Birtas Kopf. Surtr, das war irgendein hoher Riese in Muspelheim. Aber wer ganau ist er? Leise tuschelt sie mit Delysia und diskutiert. Dagmar hingegen warnt die Anwesenden ein letztes Mal. Somit ist es an Birta sich selbst vorzustellen. Als Dagmar erfährt, dass eine Tochter von Thor vor ihr steht, nimmt sie ihr vorheriges Angebot zurück und greift ihre Axt. Eine Aura aus Feuer flammt um sie herum auf.

Doch Birta ist vorbereitet: Schnell sprintet sie ein paar Schritte nach vorne und entleert den Inhalt des Feuerlöschers auf der verdutzten Riesin. Delysia schnappt sich schon den nächsten und wirft ihn Birta zu. Unglauben wird durch Wut ersetzt und Dagmar attackiert mit ihrer Zweihandaxt die unverschämte Thortochter. Jene wird zuerst in die Defensive gedrängt, und weicht den gewaltigen Schlägen, oftmals in letzter Sekunde aus. Ihre Haut ist wieder von der feinen silbernen Schutzschicht überzogen. Mit dem gezogenen Breitschwert gibt sie den schon kämpfenden Skjalmö Anweisungen. Von allen Seiten schlagen die nordischen Frauen auf ihre übergroße Widersacherin ein. Delysia passt den Augenblick immer genau ab, damit ihre Pfeil auf eine abgelenkte und beschäftigte Dagmar trifft. Doch sie ist zu gut gepanzert. Klingen und Pfeile prallen wirkungslos von der Riesin ab. Doch auch diese scheint Probleme mit Birta zu haben. Sie bewegt sich einfach zu flink und die wenigen Treffer, die sie Einstecken muss sind zumeist harmlos. Birtas Kleidung weist zwar Schnitte und Spuren der Hitze auf, aber ihre Silberhaut bleibt unversehrt. Dann trifft ein kräftiger Hieb die Isländerin und schleudert sie zurück. Mit schmerzerfülltem Gesicht bremst sie nach einem Schritt Zeit in der Luft ab und landet auf den Beinen. Die kurze Lücke in ihrer Verteidigung hätte ihr Ende bedeuteten können. Doch Birta hat Glück: Als sich Dagmar zum vernichtenden Schlag bereit macht ist es Delysias Pfeil, der die Riesin dermaßen überrascht, dass ihr ihre Axt aus der Hand gleitet. Nun sieht Birta ihre Chance und greift mit einem Ausfallschritt an. Aber auch ihre Waffe gleitet ihr aus ihren schweißnassen Händen. Beide Kontrahentinnen ergreifen wieder ihre Waffen, Dagmar die Skeggox, Birta ein Sax.

Der Riesin wird es aber langsam zu bunt. Mit großen Schritten nähert sie sich der andauernd feuernden Delysia. Birta springt ab und krallt sich mit ihrer linken Hand am Haar der Riesin fest, entschlossen ihr mit dem Sax den Garaus zu machen. Aber sie hat die Rechnung nicht mit Dagmar gemacht. Diese lässt ihre Axt fallen und greift nach Birta, zerrt sie von ihrem Rücken und drückt zu. Bevor sie jedoch ihre knochensplitternde Kraft einsetzen kann schafft es Birta sich heraus zu winden. Dumpf hört sie einen Knall, ihre Ohren klingeln etwas, doch Dagmar scheint davon mehr betroffen zu sein. Was auch immer das war, es scheint wahrscheinlich etwas mit den zurückgekehrten Johannes und Rico zu tun zu haben. Birta zögert nicht lange und greift nach der Axt um der Riesin jeden einzelnen Schlag heimzuzahlen. Diese schlägt wiederum wild um sich und trifft die angeschlagene Svala, die daraufhin durch die Luft fliegt, hart aufkommt und liegen bleibt. Die Axt ist jedoch recht unhandlich so, dass die Riesin ihrerseits Birta greifen kann, bevor sie diese effektiv einsetzen kann. Feuer flammt um Dagmar herum auf und ihre Arme drücken mit übermenschlicher Kraft Birtas Körper zusammen. Schmerzen rauben ihr fast den Atem, die Hitze lässt sie beinahe das Bewusstsein verlieren. Zwei Gedanken beherrschen Birta: Aushalten! Rauszwängen! Dann ist sie frei. Benommen greift sie die Axt und sieht durch Lichtflecken vor ihren Augen, dass die Riesin schwankt. Johannes trifft die Riesin im Auge, welches zu Bluten anfängt. Voller Schmerzen brüllt Dagmar. Mit aller Kraft springt Rico die taumelnde Riesin an, welche daraufhin hin ihr ohnehin kaum vorhandenes Gleichgewicht verliert und zu Boden fällt. Mit letzter Kraft lässt Birta das Axtblatt auf die Riesin niederfahren. Mühsam versucht sie die Axt wieder aus der Riesin zu ziehen, die sich aber auch schon in feine Asche auflöst. Sie ist besiegt.

Die übergroße Axt als Gehhilfe benutzend, bewegt sich Birta zu Svala. Der Anblick ist wenig ermutigend. Die Skjalmö hat das Bewusstsein schon verloren und zudem ist ihr Oberkörper eingedrückt. Doch schon ist Rico an ihrer Seite und schneidet mit einem Taschenmesser ihren Brustkorb auf. Mit beinahe steinzeitlichen Methoden arbeitet er, unter Zuhilfenahme des Lindwurmsuds an einer sehr improvisierten Notoperation. Der Anblick lässt Birta ihren Salat von sich geben. Taschenmesser, Hand, Panzertape, das sind keine sterilen Operationsbestecke und -werkzeuge. Bleich torkelt Birta in das Touristengebäude und schiebt einen Getränkewagen mit allerlei Auswahl heraus. Schon auf dem Weg nimmt sie den einen oder anderen Schnaps zu sich. Rico und sein Assistent Johannes sind mit ihrem chirurgischen Eingriff so gut wie fertig. Auch diese greifen zum Alkohol, aber weniger zum Selbstgebrauch. Das ist Birta auch einerlei. Müde und unter Schmerzen nimmt sie große Schlücke zu sich. Fenna trinkt nichts, im Gegenteil, sie spricht Birta harsch an, was nun zu tun sei. Kraftlos bittet Birta um ein paar Minuten.

Als sie sich schließlich an die Loreley wenden will, erzählt ihr Delysia, dass sich jene nicht mehr oben befindet, sondern unten nachdenken will. Nachdenken? Eine Freundin ist vor kurzem gestorben. Eine andere ist an der Schwelle des Todes und sie will nachdenken? Mit Zorn im Bauch und Trauer in den Augen lässt sie sich von Reyki runter fliegen. Delysia begleitet sie als Übersetzerin. Viel versteht Birta nicht, und das was ihr übersetzt wird lässt ihre Stimmung weiter sinken. Der Wassernixe scheint es egal zu sein, wenn andere für sie sterben. War der Kampf und die Opfer umsonst? Ist Lyra sinnlos gestorben? Wie betäubt verlässt Birta die Statue und geht zu Svala. Diese wurde inzwischen in den Keller des Restaurants gebracht mit Penny als Krankenschwester. Langsam nimmt Birta wieder ihre Umwelt wahr und wird sich ihrer Kleiderfetzen am Körper gewahr. Da ihr Schamgefühl es ihr verbietet halbnackt bis schlimmer herum zu rennen, geht sie zu ihren Klamotten und zieht sich einen weiten Trainingsanzug an. Auf Schuhe verzichtet sie. Halbherzig wischt sie sich noch den Ruß und Schmutz aus dem Gesicht. Dann kehrt sie zu Svala zurück. Penny hat ihrerseits einen Auslöser für Sprengstoff in der Hand, was sie etwas aus der Fassung bringt.

Irgendwann, Birta hat jegliches Zeitgefühl verloren, taucht Delysia auf und teilt alles mit, dass es soweit sei. Achselzuckend folgt Birta den beiden Frauen nach draußen. Fenna und Svanhildur befinden sich unten bei der Statue. Delysia steigt wieder auf ihren Pegasus und beginnt zu kreisen. Johannes hat sich auch in Stellung gebracht, Pistole und Schwert in den Händen. Von Rico ist nichts zu sehen. Resigniert lässt sich Birta von Reyki zu ihren Freundinnen bringen, die Axt sowohl als Krücke als auch als Waffe für den bevorstehenden Kampf dabei. Die Welle nähert sich unaufhörlich der Loreley. Die Wilddruden kreisen kreischend über ihr. Grimmig teilt Birta Reyki mit, dass er sich aus dem Kampf herauszuhalten hat. Er soll Verletzte raus fliegen. Dann stellt sie sich zwischen ihre Freundinnen. Zumindest wird sie nicht allein sein.

Ihre Freundinnen können ihr nichts von einer etwaigen Taktik mitteilen. Also heißt es warten und alle zu attackieren, was sich der Statue nähern mag. Dann springt Rico aus dem Wasser. Kurz darauf erfolgen Erschütterungen unter Wasser. Handelt es sich hierbei um die Explosion oder um die Schlange? Anscheinend ersteres, den der Körper der Schlange bäumt sich über der Wasseroberfläche auf. Zum ersten Mal sieht Birta das Monster. Es erscheint riesig. Zweifelnd schaut sie auf ihre, zwar übergroße aber im Vergleich, bemitleidigungswürdig klein ausfallende Axt. Sie strafft ihren Oberkörper und bereitet sich auf das Unausweichliche vor. Dann erfüllt ein Tosen ihre Ohren. Aber hier gibt es keinen Wasserfall. Eine riesige Flutwelle aus Süden kommend rauscht um den Felsen herum. Die schäumende Krone befindet sich auf Höhe des obersten Felsen und dennoch bleibt das Wasser im Flussbett, und überflutet nicht die parallel verlaufende Straße. Beinahe erwartet Birta schon, dass sich Pferde in den Wellen manifestieren, eine Wiederholung der Bilder aus dem Film "Herr der Ringe". Mit unglaublicher Wucht schlägt das Wasser auf die Schlange ein und drängt diese sogar tatsächlich zurück. Als sich das Wasser wieder normalisiert ist von ihr nichts mehr zu sehen.

Müde spaziert sie mit ihren beiden Freundinnen und Reyki, der wieder seine kleine Gestalt angenommen hat, die Treppen hinauf. Jede Bewegung schmerzt, eigentlich will sie nur noch schlafen bis aller Schmerz vorbei ist. Aber sie muss nach ihrer Freundin Svala schauen. Außerdem gilt es Lyra zu verabschieden. Schwach dringt eine Stimme zu ihr durch. Sie meint es sei Delysia, oder ist es Johannes? Nein es ist Rico, oder? Keine Ahnung. Irgendjemand zumindest sagt ihr, dass die Loreley gerne dazu beitragen würde Lyra nach den alten Sitten zu verabschieden. Da Birta hier keine Ahnung hat, was das zu bedeuteten hat, spricht sie Fenna daraufhin an. Diese weiß zum Glück Bescheid, also wird Lyra auf ein kleines Boot gelegt, dieses angezündet und auf den Fluss geschoben. Aber dies geht, obwohl es brennt, nicht unter. Langsam und stetig treibt es gen Norden. Mit einem dankbaren Blick schaut sie zur Loreley, für mehr fehlt ihr die Kraft. Aber ihre Stimmung hat sich gehoben. Zu dritt stoßen sie bei Svala auf Lyra an, erzählen von ihr und fügen nach einiger Zeit auch Lilja in ihren Trinksprüchen und Erzählungen ein. Schließlich kommt ein Krankenwagen vorbei, der Svala abholt und ins Mainzer Universitätsklinikum fährt. Da es Birta jedoch verwehrt wird mitzufahren, nehmen Johannes, Penny, Delysia, Fenna und Svanhildur den Leihwagen, während Birta und Rico den Zug nehmen. Das hierfür notwendige Kleingeld entnimmt Birta kurzerhand aus der Kasse des Restaurants.

Todmüde kommt sie in Mainz an. Da es sich um den 11. November handelt befinden sich allerlei angetrunkene Personen auf den Straßen. Dies kann Birta beim besten Willen nicht gebrauchen. Schnurstracks geht sie auf ihr Hotelzimmer. Da das Einschlafen ihr bei ihren Schmerzen schwer fällt, zieht sie sich kurzerhand wieder an, geht zur Rezeption und erkundigt sich nach einer Apotheke die heute Nacht offen hat. Dort erwirbt sie alles mögliche was es an nicht verschreibungspflichtigen Schmerzmittel zu finden gibt. Im Hotel wirft sie sich davon einiges, für einen normalen Menschen zu viel, ein. Da dies jedoch nicht wirklich wirkt ist es schließlich die Erschöpfung, die sie zum Schlafen bringt.

Am nächsten Morgen, eigentlich viel zu spät für ihren normalen Tagesablauf, wird sie vom Zimmerservice geweckt. Ein kleines Frühstück mit Blumen wird ins Zimmer geschoben. Das ist mal ein aufmerksamer Zimmerservice! Doch das Essen ist ihr heute zu wenig. Kurzerhand betritt sich noch den Frühstückraum und greift richtig zu. Vergessen ist alle Zurückhaltung. Eier und Speck, das muss heute her! Viel Butter auf die Brötchen. Die Konfitüre würde sie am liebsten pur naschen. Rico gesellt sich zu ihr und teilt ihr mit, in welchem Krankenhaus sich Svala befindet. Während dem Gespräch zwischen den beiden, in dem Birta etwas mehr über Ricos Vergangenheit in Mittelamerika erfährt, gesellt sich eine übermüdete Penny dazu. Sie scheint die Nacht durch gefeiert zu haben und Alkohol und eventuell mehr zu sich genommen zu haben. Als sie dann aber am Tisch einschläft bringen Rico und Birta sie auf ihr Zimmer. Birta entkleidet die Tätowiererin noch fix und deckt sie zu. Es geht zum Krankenhaus, natürlich nicht ohne Fenna und Svanhildur. Dort erfährt sie, von einem ungläubigen Arzt, dass Svala wohl durchkommen wird. Sie sei eine Kämpferin, auch wenn er es nicht für möglich gehalten habe, dass solch ein Flickwerk möglich sei.

Delysia begleitet Johannes nach München. Was die beiden dort machen entschließt sich Birtas Kenntnissen. Vielleicht besucht er das Grab seiner Verlobten? Birtas Tagesablauf wird von Langeweile beherrscht. Kurze Krankenhausbesuche und faules Herumliegen um zu genesen sind nicht das, was sie sich wünscht. Die beiden Schuppen der Schlange und unzählige Wilddrudenkrallen werden per Post an Brokk geschickt. Schließlich wollte er sie ja haben. Zumindest Rico ist noch da, der ein angenehmer Gesprächspartner ist. Und was er alles erlebt hat, kein Wunder, dass er so alt aussieht. Von Delysia kommt ein Anruf, der besagt, dass sich wohl der griechische Gott des Weines Dionysios in München aufhält. Penny hat sofort die fixe Idee nach München zu fahren, lässt es dann aber sein, da es sich für einen Tag nicht rentieren würde. Denn schon morgen würden Johannes und Delysia zurückfahren.

Diesen einen Tag nimmt Birta als Gelegenheit um einen kurzen Abstecher nach Island zu machen. In ihrer Wohnung räumt sie kurz den Kühlschrank, desinfiziert ihn und hängt die riesige Axt als Trophäe an ihre Wand. Sie kann es sich nicht verkneifen ihre Eltern zu besuchen. Auch wenn es nur für kurz ist, sie fühlt sie wieder wie zu Hause. Liebevoll und besorgt, sie solle ja nicht zu viel Haut bei den Modelarbeiten zeigen, behandelt ihre Mutter sie wieder wie ihre kleine Tochter. Leider kann sie dort nicht lange verschnaufen. Denn schon am nächsten Tag fliegt sie wieder zurück nach Deutschland und von dort aus weiter nach Japan. Svala, die noch bettlägrig ist, kann erst in ein paar Wochen nachkommen.

Tokyo Teil 3: Goddess Bearbeiten

Wieder in Asien angekommen, machen sich die fünf Frauen und Rico wieder auf den Weg ins Kloster. Johannes ist in München geblieben, da er dort noch etwas zu regeln habe. Die Fahrt ist dank unzureichender Barmitttel unbequem und lange. Fenna und Svanhildur mieten sich wieder unten in einer Ferienwohnung ein, während der Rest den malerischen Aufstieg in Angriff nimmt. Der Übergang ist die mystische Welt ist diesesmal sogar für Birta sichtbar. Eben spaziert sie noch inmitten anderer Touristen als plötzlich nur noch ihre Gruppe zu sehen ist.

Oben angekommen gibt es einige Überraschungen für sie. Yukiko führt wieder das japanische Kaiserschwert und gib Birta das geliehene Breitschwert zurück, stilecht verpackt in Hunderten rosa Blütenblättern. Isamu, der das Training nicht wirklich verkraftet hat, wurde in ein noch ruhigeres Kloster abgeschoben um sich wieder zu erholen. Noch ruhiger? Als ob das möglich wäre. Bei der gemeinsamen Meldung verkündet Sojobo, dass er demnächst für ein paar Tage weg müsse. Er selbst hat aber auch nichts daran auszusetzen, dass die Truppe morgen für ein paar Tage nach Tokyo reisen wird.

Das Training wird engagiert durchgeführt. Ohne Kopfhörer, Birta geht vor Langeweile beinahe ein, rennt sie stundenlang den Fitnesspfad entlang. Sie kennt jede Kurve, jeden Anstieg und jede Biegung inzwischen mit dem Vornamen, weiß über deren Lieblingsfarbe und sonstiges Bescheid. Aber lieber das als noch einmal wie ein kleines Kind getadelt zu werden. Als es dunkel wird genießt sie mit den anderen Frauen die heiße Quelle.

Der folgende Morgen ist schön. Die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, ... und es ist immer noch stinklangweilig. Bei einer kurzen Kontrolle stellt sie fest, dass anscheinend immer noch nicht alle Esssünden der letzten Tage von ihrem Körper verschwunden sind. Der Morgen wirkt gleich weniger schön. Aber nun geht es wieder zurück nach Tokyo. Schließlich muss man sich wieder einleben, bevor es mit ihrer frischen Managerin Penny zu Tokyo Models geht. Sie checken nach einiger Diskussion wieder im Hotel ein, in dem sie schon einmal residiert haben. Yukiko will hierbei die Kosten, die auf Isamus Namen aufgelaufen sind, bezahlen. Das beinhaltet zu Birtas Erstaunen sogar die Schulden bei der Yakuza. Ob das alles eine Folge der Abmachung ist, damit sie das Schwert bekommen hat? Sie erzählt zwar ein Märchen davon, dass dies eher zwischen Amaterasu und Susano-o geregelt wurde, aber wer weiß.

Delysia läd Birta zum Shoppen ein. Schließlich braucht sie dringend neue Kleidung. Der Anlass ist hier weniger der Besuch bei der Modelagentur, nein, dank kreativer Manipulation und Gerüchtestreuens von seiten Yukikos hat Birta eine Einladung für ein Konzert eines japanischen Pop-Sternchens bekommen. Der Name sagt ihr zwar nichts, aber umsonst auf ein Konzert gehen und feiern, und das auch noch in einem separat abgesperrten VIP-Bereich klingt doch nicht schlecht. Von Yukiko instruiert, sie scheint wohl eine recht erfolgreiche Paparazzi zu sein, mit Delysia als Dolmetscherin, führt sie ein kleines Blitz-Treffen mit der Sängerin durch, was kurz darauf auch schon im Internet zu finden ist.

Mittels geräumiger Limousine geht es dann abends zum Konzert. Penny und Fenna drücken sich mit teils fadenscheinigen Gründen. Aber da alles dazu beitragen soll, dass Birta einen höheren Marktwert für die angehende Vertragsverhandlung hat, macht sie gute Mine zum bösen Spiel. Nunja, ganz unangenehm ist es ihr nicht. Sie hat ihren persönlichen Bodyguard (Rico), eine PR-Beauftrage (Yukiko), eine Dolmetscherin (Delysia) um mit ihrer Freundin Svanhildur ein bischen feiern zu gehen. Und dann erst der Moment auf dem roten Teppich. All die jubelnden Japaner, die Kameras und Blitzlichter. Da bekommt Birta ein Kribbeln im Bauch und genießt das Bad in der Menge. Sie genießt das Konzert, so gut es geht, schließlich ist es überhaupt nicht ihr Musikgeschmack, als sich die Schriftrolle wieder meldet.

Die Rettung der Herrin des Flusses gelang, doch schon kam neues Ungemach auf die sechs Kinder zu. Der Sohn der Sonne wird durch die Tochter des Tsunami ersetzt werden, doch wird sie dabei helfen können allen Schlangen die Häupter abzuschlagen die nach ihnen schnappen? TAUMATAWHAKATANGIHANGAKOAUAUOTAMATEATURIPUKAKAPIKIMAUNGAHORONUKUPOKAIWHENUAKIT ANATAHU

Sehr lustig! Ist die Rolle kaputt? Der Anfang ist recht klar. Es wird auf die Loreley und den Austausch zwischen Isamu und Yukiko angespielt. Aber welchen Schlangen müssen die Häupter abgeschlagen werden? Und was ist das komische Kauderwelsch?

Nach dem Konzert wird noch in einer der besten Adressen von Tokyo gefeiert. Und auch hier ist alles seltsam. Auf der gegenüberliegenden Straßenzeit zeigt eine Reklametafel Birta als sie aus der Limousine aussteigt. Wie ist das denn geschehen? Und sogar die Getränke gehen aufs Haus. Es muss glaube nicht extra erwähnt werden, dass Magnum-Flaschen Champagner recht kostpielig sind. Aber da sie diesen Abend nichts kosten...

Yukiko und Delysia erweisen sich als erfrischend angenehme Gesprächspartnerinnen. Die erste scheint jeden Klatsch zu kennen und letztere einige Promis persönlich. So hat Birta endlich wieder die Möglichkeit über die wichtigen Dinge zu sprechen: Mode, Prominente und vieles mehr.

Gutgelaunt erscheinen Birta nebst personellem Anhang, oder nennt sich das aufgrund der Labelgründung Goddess Ink anders, bei Tokyomodels. Die Goddess-Managerin Penny hat in letzter Sekunde die Verträge wieder abgeändert. Bei Vertragsunterschrift würden Birta 20.000 $ zustehen. Goddess hat zudem auch Vermarktungs- und Vermittlungsrechte, insbesondere im nichtasiatischen Raum. Zu Birtas großer Überraschung bietet die findige Amerikanerin noch zusätzlich mit Yukiko und Delysia als Models an. Ein Angebot, dass sich Tokyo Models nicht entgehen lässt. Diese haben nun drei wunderschöne Frauen unter Vertrag, die zudem noch komplett unterschiedliche Typen sind: Yukiko mit ihren knapp 1,60 Metern, einem klassisch japanischen Aussehen (wenngleich auch sehr modernem Geist), Delysia mit ihren etwa 1,70 Metern und in Japan aufgrund ihrer Mischung wohl eher als exotisch geltend (wennglich Birta da selbst wenig Unterschied erkennt) und Birta, die mit ihrer Größe von über 1,80 Metern ihren blonden Haaren und blauen Augen eh aus der Masse heraussticht. Der einzige Wehrmutstropfen, zumindest aus Birtas Sichtweise, ist, dass Yukiko für die meisten Laufstege wohl zu klein ist.

Nach der erfolgreichen Vertragsverhandlung, auch wenn Birta nichts verstanden hat, ist eben jener nach Feiern zumute. Aber die anderen sind nicht so sehr davon begeistert. Also wird ein bisschen in der Suite gefeiert. Es stellt sich heraus, dass Birta nun zu 20% an der Firma Goddess beteiligt ist. Sie trägt zwar außer mit ihrem Lächeln und Aussehen nichts dazu bei, aber wenn Penny das so möchte... An Birta wird es nicht scheitern, schließlich sind ihre Ersparnisse und Notgroschen so gut wie aufgebraucht. Eigentlich wären es weniger gewesen, aber Rico möchte offiziell nicht auftauchen. Wohl wegen der Tatsache, dass das FBI und diverse Titanbrutwesen ihn noch suchen. Was mit Johannes ist, ist noch unklar. Penny könnte ihn sich als Chef der Sicherheitsabteilung vorstellen. Na mal sehen. Nachts steigen dann alle in Flieger. Penny fliegt mit der zu ihrem Schutz abgestellten Fenna nach Amerika, um die Geschäfte in Gang zu bringen. Der Rest fliegt über Umwege nach...

Neuseeland Teil 1: Taumatawhaka... Rutsch mir doch auf deinen Knien den Berg runter Bearbeiten

... Neuseeland. Wieso dorthin? Nun, es hat sich herausgestellt, dass die Schriftrolle doch nicht beschädigt ist. Denn dieses Zungenbrecherwort beschreibt einen Ort. Google und ähnliche Suchmaschinen sind die besten Freunde: "Der Felsgipfel,wo der Mann mit dem dicken Knie namens *Tamatea*,der die Berge hinunterrutschte, wieder hinaufkletterte und sie verschlang, bekannt als der Landfresser, der seiner Geliebten auf der Flöte vorspielte"

Dass diese Übersetzung bzw. Bedeutung nicht sofort klar war ist glaube ich verständlich. In Auckland angekommen greifen sich alle ihr Gepäck, und per Mietwagen bewegen sie sich zu ihrem Ziel. Sie erfahren unweit vom Hügel, dass ein Maori namens Scott der Besitzer des Hügels ist, da er sich auf dessen Land befindet. Da er daraus eine Art Touristenattraktion gemacht hat wird jener aufgesucht und gebeten die Geschichte über ihn zu erzählen. Sie spiegelt den Namen wieder. Birta schreibt eine Postkarte an ihre Eltern, kauft für sie zwei T-Shirts und auch für sich eins. Der Mann hat Geschmack. Er hat auch rosa T-Shirts vorrätig. Wunderbar. Sofort schlüpft sie in ihres rein.

Da ihnen ausdrücklich abgeraten wird nachts zum Hügel wird natürlich genau das Gegenteil getan. Jener weist in Birtas besonderem Sichtspektrum auf, dass hier etwas ungewöhnliches ist. Der ganze Hügel ist sehr besonders. In der Dunkelheit klettern sie den Hügel hinauf und machen sich es auf der Kuppe gemütlich. Auf dem höchsten Punkt befindet sich ein hohler Baum, der eine leise Melodie von sich gibt. Da Birta Fenna ausdrücklich versprechen musste wissentlich keine Dummheit anzustellen bleibt sie brav und wartet ab. Rico hingegen, der sich nicht eine Standpauke anhören muss, macht genau jenes was Birta in den Fingern juckt. Er hebt die Öffnung zu. Der Druck wird immer stärker bis der Hügel aufbricht. Es kommen ein Mund, eine Nase und zwei riesige Augen zum Vorschein. Der Riese Tamatea ist wohl doch keine reine Sagengestalt.

Im Gegensatz zu den Riesen, die Birta bisher kennengelernt hat, ist er aber eher einer von der sanftmütigen Sorte. Er liegt tagein tagaus nur herum und spielt auf seiner Nasenflöte in der Hoffnung dass seine Geliebte wieder zu ihm zurückkehrt. Damit er nicht aufsteht und sie suchen geht, und dabei halb Neuseeland, ganz zu schweigen vom Rest der Welt vernichtet, wird schnell beschlossen, ihm die Suche abzunehmen. Also wird er gebeten sie zu beschreiben. Seine Fähigkeit darin ist aber nicht sehr groß, was vielleicht daran liegen mag, dass sie viel kleiner als er ist. Aber bei dem von ihm genannten Namen klingelt es: Euterpe.

Hin und wieder zeichnet es sich auf in der Schule aufzupassen. Euterpe ist eine der Muse und eine Tochter von Zeus. Aber wo findet man sie? Der nächste Tipp hilft hier weiter. Tamatea erinnert sich daran, dass sie zu einer schuhähnlichen Halbinsel gegangen sein soll, weil sie da ihrer Schwester helfen wollte. Also geht es nach Italien. Das ist zwar immer noch groß, aber immerhin schon etwas eingegrenzt. Falls sie sich dort noch aufhalten sollten. Und wieder machen sie sich auf den Weg zum Flughafen. Fenna wird erklärt, dass Ricos Blödsinn halb so wild war und die Vielflieger machen sich auf den Weg nach...

Salida Teil 1: Auftragsmörder, Fenriswölfe und der Kräuterzwerg Bearbeiten

Während dem Flug erfährt Birta noch Neuigkeiten über Island. Der Surtshellir ist ausgebrochen. Eigentlich war jene Vulkanhöhle schon lange nicht mehr aktiv, aber anscheinend hat der Namensgeber wohl von dem Tod einer seiner Töchter erfahren. Flüssige Lava ist auf dem Weg nach Reykjavik. Zum Glück wohnen Birtas Eltern abseits, aber vielleicht hält der Lavastrom sowieso vor der Stadt an oder fließt an anderer Stelle ins Meer.

Noch während Birta mit ihrer Mutter telefoniert macht sich Delysia bemerkbar. Irgendwie haben sie und Johannes erfahren, dass ein toter Mensch in den Rocky Mountains gefunden wurden. Angeblich wurde ihm ein Unterarm abgebissen. Laut Meldungen von einem Bären, aber wahrscheinlicher ist es, dass es sich hier bei dem Tier um einen Fenriswolf gehandelt hat und der Tote ein Sohn eines Asengottes war.

Eigentlich interessiert das Birta aber nicht die Bohne. Sie befindet sich in Mailand und möchte dort shoppen gehen. Schließlich hat sie gerade vor kurzem einen großzügigen Scheck bekommen. Was man sich da schönes an Schuhen und Kleidern kaufen kann. Zudem scheint dies nicht Birtas Aufgabe zu sein, denn die Schriftrolle bleibt ruhig. Aber unser europäischer Polizist ist Feuer und Flamme. Großmäulig verkündet er, dass er hinfliegen wird, notfalls auch alleine. Als hätte er von dem Zusammenstoß nahe München nicht schon seine Lektion gelernt. Birta juckt es ihm das unter die Nase zu reiben, kann sich aber gerade noch so zurückhalten.

Grummelnd ruft sie bei Fenna an. Sie teilt ihr mit, dass sie nach Denver fliegen um dann nach dem Leichnam und dem Mörder Ausschau zu halten. Am Telefon wird sie dann Zeugin, wie es zu einem kurzen Kampf kommt. Der Telefonhörer wird wieder aufgenommen und der Angreifer atmet ins Telefon. Aufgebracht schreit Birta Beleidigungen. Am anderen Ende der Leitung befindet sich nicht mehr ihre Freundin sondern ein Mann mit russischen Akzent. Schnell ist klar, dass es sich hierbei um den Lieblingssohn Odins handelt. Jener, der genau wie Birta Teil einer Wette zwischen ihren Vätern ist. Tomislav, so lautet der Name, auch wenn Birta ihn eher mit Mr. Clean beschimpft, ist es müde ihr hinterherzureisen. Die beiden Frauen sind ihm egal, er will allem Anschein nur erreichen, dass Birta sich mit ihm trifft. Das kann er haben. Sie klärt mit den andern zwei, Yuriko und Rico sind nach Japan zurückgeflogen, ab, wo sie hinfliegen und meldet sich beim russischen Auftragsmörder. Er soll sie in Salida treffen. Es muss wohl nicht besonders erwähnt werden, dass der Flug alles andere als angenehm verlaufen ist. Weder für die völlig aufgebrachte Birta noch für alle anderen, die sich in ihrer Nähe aufgehalten haben.

Mit einem Leihwagen fahren die drei Götterkinder, Svanhildur und Reyki durch das winterliche Denver. Bei einem Fast-Food-Restaurant besorgt Delysia einen Eimer Geflügelsnacks und komisch gesundes Essen. Mit ersterem will sie Birta mästen, was diese aber nicht zulässt. Stattdessen freut sich Svanhildur über die Mahlzeit. Das andere Essen ist für ihren nächsten Bekannten gedacht. Wer das wohl sein mag?

Vor einem Sportgeschäft halten sie an. Dort soll es laut Delysia Waffen geben. Skeptisch schaut sich Birta die schmutzigen, fast undurchsichtigen Fensterscheiben an. Im Geschäft sieht es sogar noch schlimmer aus. Das Sortiment stammt aus einer Zeit, in der Birta laufen gelernt hat, Staub belagert den kompletten Verkaufsraum und ein einzelner Kunde wird vom Verkäufer gerade abgewimmelt. Sobald der Kunde den Laden verlassen hat, schließt der dickliche Inhaber die Tür ab und hängt das Closed-Schild hin. Herzlich begrüßt er Delysia während sich Birta noch vergeblich nach Waffen umschaut. Wie sich dieser schmierige Laden halten kann ist ihr ein Rätsel. Wenig erfreut schaut sich Jake das mitgebrachte Essen an. Dabei benötigt gerade er eine Ernährungsumstellung. Dass die Amerikaner aber auch alle fettleibig sind.

Sie betrachtet gerade das Skisortiment als sie eine Beleidigung nach der anderen vernimmt. Ein Papagei gibt sein Sortiment an Schimpfwörtern von sich. Netterweise sind diese anscheinend auch noch an Birta gerichtet. Wütend stapft sie auf diesen zu und verlangt eine Entschuldigung. Jake versucht zwar noch die Situation zu entschärfen, aber da der Vogel einfach nicht still wird, greift sich Birta diesen und wirft ihn Richtung Wand. Hier sind aber wieder zwei Sonderheiten zu erwähnen. Einerseits scheint der Vogel metallenes Gefieder zu haben, dabei sieht er gar nicht nach einem Spielzeug aus und ferner fängt sich der Vogel noch in der Luft ab und kann so einen Zusammenstoß mit der Wand vermeiden. Dieser doofe Vogel namens Parabellum ist wohl nicht kleinzukriegen und kommentiert dies alles mit weiteren Kraftausdrücken.

Die fünf steigen hinab und stehen vor einer schweren Sicherheitstür. Nach Eingabe eines recht langen Codes öffnet der dicke Inhaber die Tür und führt die anderen in sein richtiges Lager (OOC: Hier nutzt Johannes die Enge des Ganges aus und markiert heimlich alle Anwesenden mit seiner Guardian-Fähigkeit). Die oberen Räume sind alles nur Tarnung. Hier unten befindet sich ein wahres Waffenlager. Manch ein Militärlager würde neidisch werden. Während sich Johannes sofort in ein Gespräch über technische Details mit dem Waffenhändler vertieft, schnappt sich Birta ihre große Freundin und stöbert herum. Schnell wird sie fündig. Schwerter, ein zusammenschraubbarer Speer, Kettenrüstungen für Svanhildur und Fenna, das Sortiment ist großartig. Auf dem Schießstand testet sie noch schnell die Flugeigenschaft des Speeres und schraubt ihn wieder zufrieden auseinander. Die Rechnung wird auf Delysia geschrieben. Welche Steuertricks da wieder zugange sind will sie lieber nicht wissen.

In einem Gespräch zwischen Birta und Jake wird schnell klar, dass er sie nicht wirklich ausstehen kann. Nun, sie will schließlich auch keinen Beliebtheitswettbewerb gewinnen. Er teilt den Anwesenden sein Wissen über den Vorfall in den Rocky Mountains mit. Als das Gespräch über die Waffen auf geizige und gierige Zwerge führt, erkundigt sich Birta, ob er denn einen Vertreter des Volkes namens Sindri kennen würde. Dies bestätigt er und erklärt, dass er das letzte Mal vor zwei bis drei Jahren bei ihm war. Wo er genau hinwollte kann er aber nicht sagen. Aber die Beschreibung stimmt. Ferner merkt der Amerikaner noch an, dass der Zwerg stark nach Kräutern riecht. Während des Gesprächs teilt der rastlose Johannes den anderen mit, dass er in fünf Minuten aufbrechen wird und sie doch ein Ende finden sollen. Was fällt ihm ein nun die anderen zu scheuchen? Alle sind wegen ihm hier und er macht einen auf dicken Anführer? Absichtlich zieht Birta das Gespräch noch in die Länge und als die drei Frauen den Laden verlassen dürfen sie feststellen, dass der deutsche Miesmacher schon weggefahren ist.

Kopfschüttelnd erkundigt sich Birta wo man nun Überlebensausrüstung erwerben kann. Jake kennt zwar einen Laden, aber da er nie das Haus verlässt weiß er nicht wie man dort hinkommt. Mit einigem hin und her kommen die drei Frauen nebst Hund an. Birta ruft sich vor ihre geistiges Auge was Fenna damals in Minesota eingekauft hat. Dies besorgt sie dann in vierfacher Ausführung, für sich, die beiden Skjalmö und Penny. Insbesondere bei der Kleidung wird es kniffeliger, da sie sich in Winterkleidung fett findet. Inzwischen haben die Frauen, denn Delysia hält sich bei den beiden Isländerinnen auf, schon ihren zweiten Einkaufswagen gefüllt und arbeiten an ihrem dritten als sich Johannes zu ihnen gesellt. Seinen Einkauf scheint er erledigt zu haben und muss nun mit seinem Wissen aufwarten. Nach seinem dritten besserwisserischem Vorschlag wird es Birta zu viel. Erst haut er ab, weil er es eilig hat, verzögert dadurch aber im Endeffekt alles um so mehr, und spielt sich dann oberlehrerhaft auf. Wenn Birta seine Meinung wissen möchte, dann würde sie fragen. Dies wirft sie ihm dann auch direkt an den Kopf, worauf dieser ohne ein Wort zu sagen umdreht und den Laden verlässt.

Während der anschließenden Fahrt nach Salida verhält Johannes, der hinter dem Steuer sitzt, ruhig. Ob er nun schmollt, beleidigt ist oder was auch immer ist Birta egal. Hauptsache er nervt nicht mehr. Warum zur Hölle muss er sich so aufspielen? Somit ist die Fahrt recht entspannend und die Gruppe kommt im schneeweißen Salida an. In einer kleinen Fremdenpension mieten sich alle ein. Johannes kann es einmal wieder nicht lassen und muss entscheiden was für Zimmer gebucht werden. Sich ihren Teil denkend bringt Birta nur ihr Gepäck hoch und macht sich danach daran einen Schneemann zu bauen.

Das Abendessen in der Pension lässt sie sausen. Sie will auf die Piste. Nicht Ski fahren sondern feiern. In dem beschaulichen Ort hat sie dann auch fix eine Kneipe ausgemacht. Die Musik ist zwar nicht zwingend ihr Geschmack, aber im Vergleich zu einer Diskothek kann man sich wenigstens unterhalten. Zusammen mit der Halbasiatin vergnügt sie sich dort. Der Skilehrer ist auch recht nett, also flirtet sie ein bischen herum und tanzt hin und wieder. Irgendwann teilt ihr Delysia mit, dass Penny an ihrem Platz sitzt. Dies tut sie aber nicht alleine, nein ein großer breitschultriger Mann mit kurz geschorenen Haaren - eher zur Glatze abgemäht, sitzt dort auch.

Prompt lässt sie den Skilehrer auf der Tanzfläche stehen und marschiert zum Tisch und nimmt ihm gegenüber Platz. Das Gespräch ist sehr seltsam. Er klingt relativ nüchtern und abgeklärt. Er wolle gar nicht kämpfen, sein Vater bestehe aber drauf also sei er hier. Er schlägt aber vor, dass er Odin mitteilen wird, was er Birta nun sagt. Er sieht sie nicht als in seiner Gewichtsklasse an und wird deshalb nicht gegen sie kämpfen. Falls sein Vater dies nicht akzeptieren wird, meldet er sich wieder. Ihr selbst ist das recht gleich. Wenn sie kämpfen muss, dann tut sie das, wenn nicht, dann nicht. Warum sollte sie ihn grundlos verhauen. Jedoch kann sie nicht ohne weiteres dem zustimmen. Denn sollte ihrer besten Freundin Fenna etwas zugestoßen sein, dann kann er sich nicht davor retten gegen sie zu kämpfen.

Tomislav reicht ihr daraufhin einen Zimmerschlüssel und Birta schaut dort nach. Auf dem Zimmer findet er, fein verpackt und mit einem blauen Auge, ihre Freundin. Nach dem sie ihr den Knebel abgenommen und sie aus dem Panzertape ausgepackt hat erkundigt sie sich kurz nach ihrem Wohlergehen. Außer dem einen Schlag und ihrer miesen Stimmung geht es der Skjalmö eigentlich ganz gut. Zufrieden geht sie zurück in die Bar und stimmt der Vereinbarung zu. Die Spannung ist gerade dabei zu verschwinden als der Polizist wieder dafür sorgt, dass ein eisiges Verhältnis aufkommt.

Schon wieder beginnt er damit seinen Gegenüber zu taxieren. In diesem Fall ist es Tomislav, der als Auftragsmörder natürlich nicht das Idealbild eines gesetzestreuen Menschens ist. Dass sich Männer untereinander aber auch immer dermaßen beschnuppern müssen. Als seien sie Hunde, die ihr Revier abstecken. Bevor sie ihre Stimmung nun komplett verliert geht sie wieder mit Delysia tanzen. Da sich der Russe weigert mitzutanzen, schnappt sich sich kurzerhand wieder den Skilehrer. Aber während dem Tanzen verleitet sie Delysia dazu Tomislav aufzufordern, um sie dann abzuklatschen. Wenn er sich nicht von ihr dazu verleiten lässt, muss sie tricksen.

Der Plan funktioniert auch und der Russe scheint davon absolut überrascht zu sein. Als Einzelgänger mag er offenbar diesen ganzen Rummel nicht. Jedoch gehen ihm langsam die Ausreden aus, gegessen hat er schließlich schon. Also tanzt er schicksalsergeben mit Birta. Diese lässt es jedoch nicht darauf beruhen und flirtet nun ihrerseits mit ihm. Immerhin ist er ganz stattlich gebaut, hat Fenna überwältigt - ist also kein Weichei - und so schlecht tanzt er auch nicht. Wenn er noch ein bischen mehr aus sich herausgehen würde... Zudem hat er gesagt, dass er es schade fände, wenn er sie verschlagen müsse. Dass ihm das nicht gelingen würde steht auf dem anderen Blatt, aber anscheinend findet er Birta ganz nett.

Sie bringt ihn schließlich dazu sie auf sein Zimmer zu bringen und mit ihr die Nacht zu verbringen. Den anderen teilt sie nichts mit, schließlich ist sie ja kein kleines Mädchen mehr. Er ist zwar kurz etwas besorgt, da sie ja miteinander verwandt sind, aber wer ist das bei den Göttern nicht? Außerdem kann und will sie ja nicht ewig enthaltsam leben. Wer weiß, was das Schicksal für sie vorherbestimmt hat. Morgen könnte sie schon sterben.

Am frühen Morgen wird sie von ihrem Handy geweckt. Dabei handelt es sich aber nicht um die normale Weckfunktion, nein Delysia versucht sie zu erreichen. Da es ihr aber zu gemütlich ist, drückt sie sie nur weg. Erst beim dritten oder vierten Mal meldet sie sich schließlich. An ein gemütliches Dösen und langsames Aufwachen scheint eh nicht mehr zu denken sein. So erfahren die anderen, dass sich Birta das Bett mit Tomislav geteilt hat. Sie wollen früh aufbrechen, was Birta heute gar nicht so recht ist.

Delysia bringt den beiden Frühstück aufs Zimmer und gibt Birta 30 Minuten Zeit um sich bereit zu machen. Auf Bitten von Fenna fragt Birta den Auftragsmörder, ob er sie bei ihrem Vorhaben nicht begleiten möchte. Dieser Vorschlag kam zwar schon gestern auf, aber es war nicht an ihr dies anzusprechen. Fenna scheint es nicht ganz zu passen, dass sich Birta und Tomislav vergnügt haben, kann jedoch privat und Auftrag gut trennen. Als er dann auch noch zusagt, dass er sie begleitet scheint sie etwas beruhigter zu sein, denn schließlich bleiben Svanhildur und sie bei Penny zurück. Jene hat darum gebeten Schutz zu bekommen und möchte nicht in den Schnee hinaus.

Zu fünft, wir wollen ja nicht Reyki vergessen machen sie sich dann auf den Weg. Und schon wieder ist Ende mit der Idylle. Der deutsche Spießer beginnt schon während dem Aufbruch zu nerven. Warum ist Birta mit ihm gestraft? Erst geht wieder die Diskussion mit Tomislav los, dann verteilt er kleine Sendegeräte, die bei einer eventuellen Verschüttung im Schnee helfen sollen. Die Reichweite soll 25 Meter betragen. Sie befestigt dieses Ding kommentarlos an ihrem treuen vierbeinigen Begleiter. Sie wird definitiv nicht von einer Lawine begraben und wenn sie in eine Spalte fallen sollte, dann springt sie eben wieder heraus. Fehlt nur noch, dass er Reflektoren an die Jacken befestigt, damit ein von der Piste abgekommener Skifahrer sie nicht über den Haufen fährt.

Ansonsten verhält sie sich aber während des "Campingausflugs", so verkauft sie dies ihrer Mutter, mit der sie des öfteren telefoniert, ruhig. Sie lässt Johannes seine Starallüren. Soll er doch herummachen und entscheiden. Mehr als ein amüsiertes und teils gehässiges Grinsen hat sie dafür nicht über. Sie ist keine Anführerin und will auch keine sein. Aber er ist definitiv auch niemand, dem man ohne weiteres folgt. Zudem hilft seine steife und altkluge Art nicht unbedingt ihn ernst zu nehmen.

Für die Nacht bauen sie drei Zelte auf. Wieso ein Zelt extra für die Ausrüstung gedacht ist versteht sie zwar nicht, aber sollen die ruhig machen. Sie baut brav ihr Zelt auf und damit hat sich das für sie erledigt. Als es darum geht wer sich mit wem das Zelt teilt stellt sie sofort klar, dass sie ihren Platz nicht mit Johannes teilen wird. Der Rest ist ihr gleich. Als er dann auch noch damit anfängt Nachtwache vorzuschlagen meldet sie sich gleich ab. Reyki wird sich schon melden, sollte Gefahr drohen. Delysia kommt mit in ihr Zelt, so dass die Entscheidung gefallen ist.

Nachts wachen die beiden Frauen auf. Es riecht nach Feuer, nur dezent aber unangenehm. Da keiner weiß, worum es sich hierbei handelt, lässt sich Delysia breitschlagen und steigt aus dem Zelt und schaut sich um. Es handelt sich hierbei um die qualmende Zigarre des Russen. Dadurch erfährt sie, dass zwei Fenriswölfe das Lager schon über die ganze Nacht hinweg beobachten. Und auch hier versteht es Johannes wieder mit seinen altklugen Bemerkungen - eines war ein Weibchen eines ein Männchen - unnötig Punkte zu sammeln. Ist ja schön, dass dies so ist, aber was macht das aus, welches Geschlecht die Viecher nun haben?

Ohne viel zu frühstücken wird am nächsten Morgen den Spuren gefolgt. Das bischen Essen kann man auch unterwegs zu sich nehmen. Diese Überlebensriegel sind eh viel zu gehaltvoll. Nach einem letzten Telefonat mit ihrer Mutter stellt sie das Handy aus. Zu viel muss sie den Fenriswölfen auch nicht von ihrer Familie mitteilen. Es reicht ja schon, dass sie einen riechen können. Die Fenriswölfe führen die Götterkinder in der Wildnis herum. Die Spur führt an sechs verschiedenen Mineneingängen vorbei. Beim ersten riecht es nach Kräutern und beim vierten ist getrocknetes Blut zu finden. Hier ist wohl der Ort an dem der erste Kampf war. Der Leichnam wurde an anderer Stelle gefunden, aber die Menge des Blutes reicht aus um die Vermutung aufzustelen, dass er hier seinen Arm verloren hat.

Jedoch führt die frischeste Spur, Delysia versteht sich wirklich gut darauf diese zu deuten, in keine der sechs Mineneingänge hinein. Sie führt brav daran vorbei. Es ist beinahe so, als würden sie allen anderen Wölfen Bescheid geben, dass ihnen Fressen hinterher läuft. Als die Spur wieder Richtung Salida zeigt wird es Birta zu dumm. Zur Sicherheit schreibt sie Fenna eine SMS, dass sie die anderen zwei schnappen soll und nach Denver zurückfahren soll. Am Schluss spielen die Fenriswölfe nur Katz und Maus und vergreifen sich an ihren Bekannten um sie zu verletzen. Dies haben sie in München wunderbar gezeigt.

Diese Nacht passt den anderen der Gedanke nicht, dass sie in der freien Wildnis campieren würden, wenn zeitgleich mindestens zwei Fenriswölfe unterwegs sind. Birta geht ja von weitaus mehr aus. Da sie aber keinerlei Erfahrung in solchen Dingen hat spielt sie lieber die Schweigende. Als Nachtlager wird die erste Höhle ausgewählt. Am Eingang positioniert Tomislav zwei Claymoreminen. Dies sollte eine fiese Überraschung für die Viecher werden. Wenn doch nur der weitere Gang keinen anderen Zugang hat. Denn dann wären sie von zwei Seiten zu bedrängen. Zur Sicherheit, da Johannes sich über den Sprengradius sorgt, wird der Safespot markiert.

Als Birta sich erleichtern muss, lässt sie es nicht zu, dass ihr jemand der anderen folgt oder sie begleitet. Es mag ja sein, dass irgendwo Fenriswölfe herumstreunern, aber das ist ja wohl kein Grund sich bei so etwas die Blöse zu geben. Außerdem hat sie ja Reyki dabei. Endlich hat sie ein sicheres Plätzchen ausgesucht, hierbei achtet sie insbesondere darauf, dass niemand der anderen sie sehen kann, bemerkt sie eine Bewegung. Kurz darauf gibt es einen lauten Knall, der von den Wänden wiedergegeben wird. Eine Kugel saust nicht weit von ihr vorbei und schlägt ins Gestein. Jemand hat auf sie geschossen. Blitzschnell springt sie auf und nestelt an ihrer Hose herum. Reyki wird groß und ist sofort kampfbereit. Doch der Angreifer rennt weg und flieht durch einen niedrigen Gang. Dieser ist zu klein für ihren treuen Begleiter und auch Birta müsste sich sehr klein machen. Während sie noch versucht ihr heißes Blut zu beruhigen bekmmt sie einen Kräuterduft in die Nase Kräuter? Moment! Da war doch was. Jemand rennt durch einen niedrigen Gang. Dieser Jemand ist also klein, also von zwergenhaftem Wuchs...

"Sindri! Du dummer Zwerg komm sofort wieder her!" Kaum die beste Eröffnungsrede um ein Gespräch zu beginnen. Aber seltsamerweise hilft es. Es wird gefragt wer Birta denn sei. Als sie dies erwidert stellt sich heraus, dass ihr Schuss ins Blaue ein wahrer Volltreffer war. Es handelt sich wirklich um den verschollenen Zwerg. Seit Jahren sei er hier eingesperrt. Er war auf der Suche nach irgendeinem seltsamen Metall, nunja zumindest klingt der Name seltsam, als ihn die Fenriswölfe schnappen wollten. Habhaft werden sie seiner zwar nicht, aber mit seinen kurzen Beinen kann er ihnen nicht entkommen. Also hat er sich ein provisorisches Lager eingerichtet. Original zwergisch, mit Kräutern, Pilzen und Selbstgebrautem. In diese Unterkuft werden auch alle eingeladen und es wird diskutiert.

Angeblich sind es wohl immer nur so an die zwei Wölfe, die sich allem Anschein nach immer abwechseln. Sindri ist erfreut, dass es seinem Bruder gut geht und ist gerührt, dass er dort vermisst wird. Er würde zu gerne wieder nach Hause, weshalb im Birta sofort versichert ihn dort hinzubringen. Seinem Bruder hat sie ja versprochen dies möglich zu machen, sollte es irgendwie in ihrer Macht stehen. Während noch weiter gesprochen wird kommt Johannes auf die nächste Schnappsidee. Er will alleine vorkrabbeln um sicher zu gehen, dass die Wölfe nicht am Ende des schmalen Durchgangs eine Falle aufbauen. Nun hat er Dutzende von technischen Spielereien und Schnickschnack dabei aber auf die Idee mit einem Teleskopspiegel kommt er nicht. Eigentlich würde es ihm gerade recht geschehen, wenn er gefressen werden würde.

Eigentlich... denn zu ihrem Leidwesen hat Tyr sie dazu verpflichtet sich um dessen Sohn zu kümmern. Es hat sich damals zwar eher nach emotionaler Unterstützung angehört, aber sie kann ihm wohl kaum erklären, dass sie nicht dafür zuständig sei, sollte er quasi einen Selbstmord begehen. Flüche murmelnd klettert sie ihm hinterher, gefolgt von Sindri und Delysia. Doch schon lange bevor sie auch nur etwas durch den Durchgang krabbeln konnten, explodieren die beiden Minen. An der Stelle angekommen wird klar, dass die Minen gute Arbeit geleistet haben. Ein Wolf hat seine Pfote verloren und blutige Spuren führen in die Nacht hinaus.

Johannes ist der Meinung, dass nun der beste Zeitpunkt sei zuzuschlagen, schließlich sei einer der Wölfe verletzt. Seine Idee scheint zu sein mit Reyki und Phaios hinterherzufliegen und sie einzuholen. Also erkundigt er sich, ob Birta einerseits der Meinung ist, dass sie die beiden Wölfe überwältigen können und andererseits ob ihr fliegender Wolf zwei Personen tragen kann. Ihre Antwort ist ein knappes: "Nein zur ersten Frage und ja zur zweiten." In der Dunkelheit Fenriswölfe zu jagen und dann wohl gegen einen Baum zu fliegen kommt für sie nicht in Frage. Davon abgesehen, dass sie keinerlei Illusion hegt, wie ein ungeplanter Kampf in der Dunkleheit gegen Wesen, die mit Dunkelheit weniger Probleme haben, ausgehen würde. Aber auch nachdem Johannes ihr sagt, dass er ihnen nicht folgen wird bleibt sie draußen, was er gleich als Meinung auffasst, dass sie seinem Wort nicht trauen würde. Da sie ihm nicht auf die Nase binden will, dass dies nur ihrem Versprechen gegenüber Tyr zu verdanken ist, entgegnet sie mit einem bissigen: "Deinem Wort traue ich, aber ich vertraue nicht darin, dass du keine Dummheit machst."

Sie macht also das nächstbeste und erkundigt sich bei ihrer Mutter wie es um Island steht. Was sie so alles erfährt ist seltsam. Der Lavastrom scheint Birtas Wohnung verschont zu haben. Es ist das einzige unangetastete Haus des Viertels. Nunja, nicht ganz unangestastet, denn es wurden verbrannte Spuren im Teppich gefunden. Jemand mit einer Schuhgröße 53 scheint sich in ihrer Wohnung befunden zu haben. Jedoch scheint bist auf eine leere Stelle im Wohnzimmer alles in Ordnung zu sein. Jemand hat Dagmars Axt mitgenommen, bei der Fußgröße wohl ein weiterer Feuerriese. Kein Grund ihre Mutter zu verängstigen, aber ein guter Grund auszuziehen und sich eine neue Bleibe zu suchen.

Wieder in Sindris Behausung angekommen kommt es zur nächsten Besprechung. Eben noch der Meinung, dass die Fenriswölfe ausgerottet werden müssen gewesen, so vertritt Johannes nun die Meinung, dass sie alle diesen Ort verlassen sollten - vielleicht folgen ihnen die Wölfe nicht. Nach der Hälfte der Zeit schaltet Birta ab. Erst will er notfalls auch alleine hier die Wölfe jagen, nun schlägt er das Gegenteil vor. Als das Gespräch darum geht, dass sie sich den Wölfen stellen sollten, mischt sich Birta wieder ein. Das ergibt für sie mehr Sinn. Außerdem mag sie es nicht wegzurennen. Die Fenriswölfe haben schon ausreichend bewiesen, dass sie, sollten sie einmal Blut geleckt haben, nicht locker lassen.

Da die Fenriswölfe auf eine für sie vorteilhafte Situation warten werden, muss ihnen eine solche eingeredet werden. Ihr Angriff wird als in der Nacht stattfinden. Deshalb soll in einem geschützten Platz mit einem Flaschenhalsdurchgang der Kampf stattfinden. Eine weitere Idee ist es, dass Tiere oder Wesen, die stark instinktgetrieben sind auf Blut reagieren. Also sollte eine Person verletzt sein. Außerdem wäre es von Vorteil die Gruppe zu verkleinern und Spannung aufzuzeigen. Also wird ein getürkter Streit dargestellt. Zwar findet Birta diesen gar nicht so getürkt, denn diese Dinge wollte sie Johannes schon seit langem an den Kopf werfen, hatte sich aber bisher immer zurückgehalten. Birta und Delysia verletzten die beiden Männer und fliegen weg.

Natürlich fliegen sie nicht komplett weg sondern suchen sich einen höher gelegten Platz, der zu Fuß nicht erreichbar ist. Dort sorgen sie dafür, dass Phaios, der nicht über so ein dichtes Fell wie Reyki verfügt, nicht erfriert. Sie reiben und rubbeln ihn um ihn warm zu halten. Delysia bietet Birta an, sie für den Kampf zu schützen, da sie selbst komplett im Fernkampf bleiben wird, während Birta keinerlei Ahnung hat wie sie handeln wird. Taktik hat sie immer noch nicht verinnerlicht und wenn das Blut ihn ihrem Körper zu kochen anfängt ist es nicht mehr von Planen zu sprechen. Einzig und allein der erste Angriff soll simultan stattfinden. Beim Kampf gegen Dagmar hat Birta gelernt sich auf die Bewegungen und Angriffe von Delysia zu reagieren, etwas, das sie bisher nur mit ihren Freundinnen konnte. Birta soll das erste Ziel vorgeben.

Als die Wölfe näher kommen gibt die Halbjapanerin ein Zeichen und beide steigen in die Höhe. Die Männer werden vorher noch schnell telefonisch informiert. Hoch im Himmel, damit die Wölfe ja keine Witterung aufnehmen können, nähern sie sich dem Kampfplatz. Dann gibt es einen lauten Knall. Eine Mine scheint explodiert zu sein. Jene hat allem Anschein nach den grauen Wolf verletzt, welcher sich im Kampf mit Tomislav befindet. Johannes rennt auf den Fluss, wenngleich sich Birta der Sinn dahinter nicht erschließt. Der weiße Wolf zieht sich vorsichtig zurück und scheint notfalls auch den grauen Wolf opfern zu wollen.

Aber sollte der Wolf entkommen, dann wäre nichts gewonnen. Er würde weiterhin ihre Witterung kennen. Und irgendwann haben die Götterkinder dann unliebsamen Besuch. Also zeigt Birta kurzerhand auf den weißen Wolf und stürzt hinab. Sie wirft den Speer und ein Pfeil verlässt den Bogen ihrer Mitstreiterin. Zwar treffen die Geschosse ihr Ziel, jedoch sind sie mit zu wenig Wucht unterwegs oder der Eintrittswinkel stimmt nicht. Der Wolf wurde nur aufgeschreckt und nicht wie erhofft verletzt. Mit großer Geschwindigkeit spurtet der Gegner fort und droht den Lichtschein zu verlassen und in die Dunkelheit einzutauchen. Birta überholt ihn auf Reyki, springt ab und landet vor ihm im Schnee. Ihre Haut bekommt wieder den silbernen Glanz und der Schnee spritzt in alle Richtungen weg. Reyki dreht wie versprochen sofort ab um sich Sindri zu packen.

Der Wolf nimmt die Gelegenheit wahr und greift an. Mehr konnte sich Birta nicht erhoffen. Sie muss auf den Hass der Wesen bauen. Denn sobald der Wolf in der Dunkelheit verschwindet finden sie ihn nicht so schnell wieder. Aber nachdem der Kiefer knapp an ihrem Kopf vorbeischnappt ist es mit dem kühlen Kopf bewahren auch schon vorbei. Mit einem markerschütterndem Schrei fordert sie den Wolf heraus und zieht ihr Schwert. Ein vor Panik schreiender Sindri wirft von oben Fackeln nieder und erleuchtet damit den Kampfplatz. Und obwohl sie Delysia im besten Fall aus den Augenwinkeln wahrnehmen kann, für mehr reicht es nicht, schließlich sind die Klauen und Zähne des Wolfes mehr als beeindruckend, schaffen es die beiden Frauen ihre Angriffe weiterhin abzustimmen.

Birta passt den richtigen Moment ab und treibt ihr Schwert tief in den Wolf hinein. Ein geringeres Wesen wäre von diesem Streich niedergestreckt worden, aber der Wolf antwortet mit einem Biss der wie Butter durch die silberne Haut fährt und einen tiefen Eindruck in ihrem Schulterbereich hinterlässt. Dies ist aber eine Tatsache, die Birta während des Kampfes nicht wahrnimmt sondern erst später realisieren kann. Immer und immer wieder treffen Pfeile und Schwert den Wolf, während es Birta immer nur haarscharf schafft nicht getroffen zu werden. Trotzdem muss sie noch einen weiteren Treffer hinnehmen. Dann mischt sich auch Johannes in den Kampf ein.

Birta steht weiterhin vor dem Wolf, wenn sie nicht gerade aus dem Weg seines Mauls springt, Delysia kreist Pfeile schießend über ihnen, während sich Johannes mit Schwert und Pistole bewaffnet auf den Rücken des Wolfes begibt. Er wagt einen tollkühnen Doppelangriff auf die Augen des Wolfes, anscheinend eine beliebte Kampfweise von ihm. Birta vertraut da lieber auf ihre Wucht. Als sich dann noch Tomislav in den Kampf einschaltet ist es um den Wolf geschehen. Den vereinten Angriffen der vier Götterkinder ist er nicht gewachsen und bricht tot zusammen. Während Birta schwer atmend ihre Klinge im Schnee reinigt entfernt Johannes die Reißzähne aus dem Maul und verteilt sie unter den Siegern. Birta reicht ihren sofort an Sindri weiter. Einerseits als Entschuldigung für den Flug und andererseits, weil sie genau weiß, dass die Zwerge solche Dinge lieben.

Johannes besteht darauf Birtas Wunde zu versorgen, was sie widerwillig zulässt. Also lässt sie sich fix verbinden. Wenigstens empfand sie ihre Winterkleidung eh nicht als besonders, so dass sie sich nicht über die zerstörte Kleidung aufregen muss. Delysia ist in der Zwischenzeit nicht untätig gewesen und hat dem anderen Wolf den Kopf abgetrennt. Birta bietet ihr an dieses zu transportieren. Der Kopf soll an Jake gehen. Und Birta ist ihren Bekannten an Kraft überlegen und will vor Tomislav keine Schwäche zeigen. Denn vielleicht kommt es zwischen ihnen noch zu einem Kampf.

Ansonsten verläuft die Rückreise recht ereignislos. Bei Jake angekommen bittet Birta um Delysias Ipod um den doofen Papagei nicht hören zu müssen. Denn sonst dreht sie ihm den Kopf noch um. Der Waffenladenbesitzer hat noch ein weiteres Standbein wie es scheint. Ein voll funktionsfähiger Chirurgieraum kommt zum Vorschein. Nach einer Einnahme von Lindwurmsud verarztet er sie schließlich. Die Rechnung soll an Penny gehen. Schließlich ist Birta nur Kapital für die Firma, wenn sie narbenlos bleibt.

Tomislav trennt sich und bekommt von Birta eine Handynummer. Sie schreibt ihre Privatnummer auf die Rückseite ihrer Goddess Ink-Visitenkarte. Falls er sie nun doch fordern soll, braucht er niemand anderen zu schlagen. Denn verstecken wird sich Birta nicht und zwar vor niemandem. Johannes hatte sich kurz bei dem Russen erkundigt, ob er mit ihm zusammen reisen kann, der andere möchte aber lieber weiterhin alleine bleiben. Also machen sich alle auf um Sindri wieder zu seiner Sippschaft in Naströnd zu bringen.

Mailand Teil 1: Models, Mythen und Medusen Bearbeiten

Während der Wiedersehensfeier der Zwerge, die nicht wenig feucht-fröhlich vonstatten geht, tritt Sindri auf Birta zu. Er gibt ihr ein kleines Dankeschön-Präsent: Einen metallenen Flachmann mit einer eingravierten Rune. Jene besagt, was sich auch in dem Gefäß befindet: Kräuterschnaps. Ferner teilt er mit, dass sich Johannes auf den Weg gemacht hat, um sein Vater Tyr zu sprechen.

Als sich Birta am nächsten Tag zum Grab ihrer Freundin begibt, erhält sie einen Anruf. Sie müssen dringend nach Mailand aufbrechen, der Flug wartet nicht. Mit Sindris Hummer düsen sie im wahrsten Sinne über den Highway. Die Lachgaseinspritzung hat es in sich, da sich der schwere Persontransporter in einem Wettrennen mühelos gegen die Highway Patrol durchsetzen kann.

Eingecheckt wird in die erste Klasse. Ja, so lässt es sich leben. In der linken Reihe sitzen Delysia und Svanhildur, rechts Birta, da ihr Nebenplatz noch frei ist. Ein blonder Mann nähert sich aber kurz darauf eben jenem Platz. Und er kommt ihr bekannt vor. Ist es nicht der Mann, den sie eins bis zwei Mal in Diskotheken oder Clubs gesehen hat? Der Mann, von dem sie der Meinung ist, dass auch er ein Gotteskind sein könnte? Angestrengt schaut sie ihn daraufhin an, konzentriert sich auf sein Göttliches und die Fäden, die die drei Weberinnen spinnen. Und tatsächlich, er ist ein Gotteskind. Herauszufinden wer sein göttliches Elternteil ist, ist etwas schwieriger. Er gibt sich betont rätselhaft, da es ihm anscheinend Spaß macht andere zappeln zu lassen. Er wurde von seiner Mutter Brigit geschickt, da sie ja seine Hilfe benötigen würden. Er scheint zwar etwas schwächer als sie oder Delysia zu sein, aber was heißt das schon. Beruflich sei er Transportunternehmer und heiße Desmond Kilbane.

Nach einem ansonsten sehr ereignislosen Flug, während dem sich Birta von mehreren Liebesfilmen hat berieseln lassen, setzen sie in Mailand auf. Während sich Delysia um eine Unterkunft kümmert, plündern Svanhildur und Birta die hier angelegte Rüstungskammer. Mit zwei großen schweren schwarzen Taschen kehren die beiden Insländerinnen zurück. Und auch hier wartet der nächste Göttersohn auf sie. Er ist ihr Taxifahrer und hört auf den Namen Ben Deverot. Und auch er erlaubt sich den Spaß sich rätselhaft zu geben. Die aufstachelnde Delysia schlägt Birta vor, dass sie ihn gegen einen Baum werfen solle. Als Belohnung gäbe es dann eine Unterkunft in einer Suite für die Zeit der Mailänder Modewoche. Ein wirklich sehr verlockendes Angebot. Jedoch sieht der aus New Orleans stammende Afroamerikaner nicht gerade kräftig aus. Aber da das Äußerliche täuschen kann, das weiß sie ja von sich, erkundigt sie sich bei Ben, ob er denn robust gebaut sei. Da er dies mit einem "Ja" beantwortet, befindet er sich Sekundenbruchteile später in der Luft und landet in einem geschmückten Weihnachtsbaum. Von dort oben kann er eine sehr zufriedene Birta sehen, die aufgrund ihres Wurfes jubelt.

Mit dem Großraumtaxi geht es ins Hotel. Staunend schaut sich Birta in der Suite um. Dass sich Delysia das größere Schlafzimmer schnappt ist ihr herzlich egal. Denn selbst das kleine hat riesige Ausmaße. Und auch die Tatsache, dass sie sich mit Svanhildur das Bett teilen muss, stört sich nicht im Geringsten. Da in zwei Tagen das Casting stattfindet gehen die beiden Goddess Ink-Models shoppen. Ihr mitgeführtes Gepäck war einfach zu klein. Bei folgenden Modefirmen/Modelagenturen sollen sich die beiden melden: Vita Models, Fashion of Europe und Kenzo. Abends geht es dann zum Feiern. Delysia findet treffsicher angesagte Clubs. Ein seltsames Ereignis gibt es aber noch. Kleine Eichhörnchen wuseln über die Tanzfläche auf die Götterkinder zu und "überrereichen" jedem eine Nachricht. Diese besagt, dass sich am nächsten Abend alle "bei Birta" aufhalten sollen. Von wem diese Nachrichtenüberbringer geschickt wurden, das ist die große Frage.

Am nächsten Tag lassen Sie es alle etwas ruhiger angehen. Svala wurde aus dem Krankenhaus entlassen und macht sich auf den Weg in den Süden. Als es später wird fühlt sich Birta wieder in ihre Kindheit zurückversetzt. Es ist der 06. Dezember. Nikolaustag. Alles wirkt heimelich. Eine Art der Vorfreude und auch ein bischen Angst erfasst sie. Warum, das kann sie nicht sagen. Dann klopft es schwer an der Tür. Ihr erster Reflex ist es sich unter einem Möbelstück - sei es Tisch oder Bett - zu verstecken. Allein purer Willen lässt sie sitzen bleiben, wenngleich sie weniger einer tapferen Tochter Thors als viel mehr einem verschreckten Kind gleicht. Jemand macht die Tür auf. Hat es sich hierbei um Delysia gehandelt? Birta ist sich nicht sicher, so aufgewühlt fühlt sie sich. Und es nähert sich eine Person, die sich selbst Oski nennt.

Birta muss in der nordischen Mythologie nicht bewandert sein um zu wissen, dass dies ein anderer Name Odins ist. Sein Gesicht reicht ihm vollkommen. Schwer schluckt sie als sie ihn und seine Rute erblickt. Denn Oski ist der nordische Vertreter des Weihnachtsmannes. Schnell wird versucht, dass der Gast sich hier wohl fühlt. Rustikales Essen und Met wird bestellt - der Concierge hat es echt nicht leicht. Nach und nach setzt sich ein Götterkind auf Oskis Schoß. Die beiden "frischen" Mitstreiter sind als erstes dran. Er habe sie noch nicht lange beobachtet, so teilt Oski mit, aber er betrachte sie mit Wohlwollen. Beide dürfen sich ein Geschenk aussuchen, Ben greift zum verpackten Trinkgefäß, während Desmond den Apfel nimmt. Svanhildur ist als nächste dran. Sie wird gelobt und bekommt einen Schokoweihnachstmann. Ja, Oski weiß, dass sie Schokolade über alles liebt. Delysia wird einerseits gelobt, aber andererseits auch getadelt. Sie sei sehr frech und liebe es andere zu provozieren und zu reizen. Aber auch wenn er für eine kurze Zeit nachdenklich die Rute betrachtet, belässt er es doch beim Tadel. Die Halbasiatin greift auch zum Apfel. Was das andere verpackte Geschenk sein mag, bleibt ungewiss.

Nun ist es Zeit für Birta. Sie fühlt sich wieder wie ein vierjähriges Mädchen, das den großen und eindrucksvollen Oski wie ein verängstigtes Reh anschaut. Schon bevor sie den ersten Schritt macht ist sie den Tränen nahe. Unsicher knabbert und lutscht sie an ihrem Daumen. Ängstlich klettert sie auf sein Bein und schaut schüchtern zu ihm hoch. Oski teilt mit seiner tiefen volltönenden Stimme seine Beobachtungen mit. Er beobachte sie ja schon länger. Sie habe sich gut entwickelt und sei eine tapfere und gute Kämpferin geworden. Ihr Vater sei mit Recht stolz auf sie. Aber sie habe auch ihre Schwächen. Und dies sei insbesondere ihr Verhalten zu Johannes. Nur weil sie ihn nicht leiden könne, heißt das nicht, dass sie ihn so abwertend behandeln dürfe. Sie soll ihn mit Respekt behandeln und nicht so arrogant sein. Und genauso wie sie bei dem Lob aufgeblüht ist und gelächelt hat, so trifft sie die Rüge hart. Mit jedem Wort sinkt sie ein bisschen mehr in sich hinein und wird immer kleiner. Denn auch wenn sich Odin auf den Julfrieden beruht, so schmerzt es sie doch, Tadel von ihrem Großvater zu hören. Er spricht auch kurz die Vereinbarung zwischen ihr und Tomislav an, aber wenn er deswegen sauer sein sollte, dann sieht man es ihm nicht an. Auch Birta muss zwischen zwei Geschenken wählen: Dem Apfel und dem Getränk. Eingentlich würde sie ja das Getränke nehmen, wäre da nicht folgendes: Von den Zwergen hat sie vor kurzem den Flachmann geschenkt bekommen und sie fühlt sich zusätzlich etwas kindlicher. Deshalb nimmt sie nach langer Überlegung den Apfel.

Kaum ist Oski weg, machen sich alle über ihre Geschenke her. Der Apfel schmeckt köstlich. Es wirkt beinahe so, als würde eine kleine Sonne im Inneren scheinen. So eine Wonne ist es den süßen und saftigen Geschmack zu schmecken. Auch die Skjalmö nascht zufrieden ihren Schoko-Oski. Ben Deverot hingegen kippt nach einem kräftigen Zug seines Getränkes um und schläft tief und fest. Er hat also Göttermet geschenkt bekommen. Kurze Zeit später klopft es an der Tür und Svala tritt herein. Zwar humpelt sie noch und man sieht ihr die Schmerzen an, aber dafür dass sie mit einem Bein im Grab gestanden ist, sieht sie wahrhaft blendend aus. Dies ist wohl das größte Geschenk des Abends, zumindest wenn es nach Birta geht. Sie schnappt sich ihre Freundin, drückt sie vorsichtig und wirbelt sie kurz im Kreis herum. Nach dem sich alle noch etwas von der schönen Winteratmosphäre haben berieseln lassen - zufrieden auf dem Balkon sitzen, während es schneit, ist schon eine wahre Wonne. Irgendwann packt Birta aber der Rappel. Sie will nun Schlittschuhlaufen gehen. Die anderen Götterkinder gehen mit während die Skjalmö passen.

Frisch gestylt machen sich Delysia und Birta am nächsten Morgen auf den Weg zu ihrem ersten Casting. Mittels Taxi fahren die beiden zu Vita Models. Als Begleitung haben die beiden Schönheiten ihren frischen Bekannten Desmond dabei, da er Interesse an dieser Aktion zeigt. Im Vorzimmer erfahren sie, dass schon auf sie gewartet wird. Etwas befremdlich wirkt dies schon auf die beiden Models, insbesondere da sie ja etwas zu früh sind, aber warum warten? Bekanntlich fängt ja der frühe Vogel den Wurm. Sehr freundlich werden sie von der Geschäftsführerin Vitalia Perrone empfangen. Hier kann Birta wieder kurz mit ihren Italienischkenntnissen auftrumpfen bevor sie sich dann in englisch weiter unterhalten. Die Agenturbetreiberin merkt zurecht an, dass nur zwei weiblich Models anwesend sind und erkundigt sich nach Yukiko Kuromizu. Im Gegenzug unterbreitet ihr Delysia, dass sie ja stattdessen den anwesenden Iren unter Vertrag nehmen kann und fordert von Penny kurzerhand einen Mustervertrag an. Goddess Ink hat sich somit um eine weitere Person vergrößert. Alle drei Götterkinder wechseln nacheinander ihrer Kleidungsstücke hinter einer spanischen Wand aus und performen einen kurzen Walk. Vitalia Perrone kommt nicht umher ungläubig zu fragen, wieso die Modewelt weder von Delysia noch von Birta gehört hat. Desmond hat sie nun zwar nicht wirklich vom Hocker, aber wenn die anderen zwei versprechen, dass sie ihm einen Catwalktrainer besorgen, würde sie ihn auch buchen. Gesagt, getan.

Aber viel Zeit zum Feiern ist nicht. Denn schon müssen sie zum nächsten Termin fahren. Nun gut. Etwas kleines können sie schon vorher zu sich nehmen. Die nächste Location ist ein wahrer Traum. Fashion of Europe hat seinen Sitz in einer wunderschönen Villa, die etwas außerhalb liegt. Dort angekommen stellen die drei Götterkinder fest, dass im Garten ein Festzelt aufgestellt ist und eine Party im Gange ist. Sie werden aber an einen anderen Ort gebracht, und zwar in die Villa selbst. Dort treffen sie auf Luana Ranoccia, die im Gegensatz zu dem vorherigen Casting wissen will, warum ausgerechnet diese drei die Marke Fashion of Europe repräsentieren könnten. Schließlich würde die Marke ja für eine gewisse Lebensfreude und Stil stehen. Noch während dies besprochen wird, erhält jede Person ein Glas Rotwein. Auch der Ort des Gespräches ist ungewöhnlich. Die Verhandlungen werden auf römischen Liegen am Rand des villaeigenen Swimmingpools geführt.

Als Birta die Augen wieder aufschlägt, oder sich bewusst wird, wo sie sich befindet, stellt sie fest, dass sie nicht mehr in der Villa ist. Aber wo ist sie stattdessen? Vage kommt ihr der Ort bekannt vor. Und tatsächlich, sie befindet sich in einem Separé in dem sie gestern war. An den Club kann sie sich erinnen. Veriwrrt nimmt sie ihr Handy in die Hand und kontrolliert das Datum. Ja, sie war gestern hier, doch wie ist sie von der Villa hierher gekommen? So einen Filmriss hat sie seit dem Treffen mit ihrem Vater in Japan nicht mehr gehabt. Moment... Was war das für ein Wein? Er war sehr lecker, kann es etwa sein, dass in diesem Wein auch etwas drin steckt, was sie abfüllt? Ist dies die griechisch-römische Variente des Göttermets? Oder gibt es noch mehr Getränke und Inhaltsstoffe, gegen die die ansonsten so widerstandsfähige Birta nicht geschützt ist?

Auch die anderen scheinen einen ähnlichen Filmriss zu haben. Hin und wieder fällt dem einen oder anderen eine Szene aus der Villa ein. Es muss dort eine wahre Orgie vonstatten gegangen sein. Besorgt wühlt Birta in ihren Erinnerungen um Herauszufinden, ob sie irgendwas getan hat, was sie beschämen würde oder weshalb ihre Mutter sie schelten würde. Dass ihr nichts einfällt kann sie auch nicht wirkich beruhigen. Dazu hat sie zu große Erinnerungslücken. Auf dem Handy sind einige entgangene Anrufe von Penny. Da aber auch bei Delysia jene Nummer auftaucht, kann Birta diese ohne schlechtes Gewissen löschen. Die Halbasiatin kümmert sich schon darum. Das dritte Casting wurde verpasst, dafür sind zwei Zusagen zu vermelden. Nichtsdestotrotz ist Birta gerade nicht zu feiern zumute. Die Erinnerungslücke beansprucht sie einfach zu sehr. Also macht sie sich auf den Weg zurück ins Hotel.

In der Suite angekommen bemerkt Birta in der Dunkelheit einen humanoiden Umriss. Hat sich hier jemand angeschlichen. Kampfbereit schaltet sie das Licht an um mit Grausen festzustellen, dass die Silhouette eine Steinstatue ist, welche Svala gleicht. Sie mag vielleicht nicht diejenige sein, die am meisten Ahnung von Mythologie hat, aber trotzdem springt ihr ein Gedanke sofort in den Sinn: Medusa! Aufgeregt rennt sie durch die anderen Zimmer. Doch von Svanhildur und Reyki keine Spur. Während sie ihre Freundin anruft betrachtet sie die Statue. Svala, die wirklich viel überstanden hat, konnte nicht einmal mit einer Waffe in der Hand sterben. Erleichtert hört sie als sich die andere Skjalmö am Telefon meldet und mit Birtas Vierbeiner Gassi gegangen ist. Sie sei gleich wieder hier. Das nächste Telefonat geht an Delysia. Birta informiert sie knapp und bittet um Hilfe. Als alle im Hotel sind wird sich kurz beraten.

Svanhildur bleibt auf Birtas Bitten im Hotel um auf ihre versteinerte Freundin acht zu geben. Vielleicht gibt es ja ein Heilmittel. Der Rest, sprich Delysia, Desmond, Reyki und Birta gehen auf die Jagd. Die Tochter von Artemis kann nun unter Beweis stellen, dass ihre Mutter eine Jägerin ist. Und tatsächlich, sie nimmt eine kaum wahrnehmbare Spur auf. Unten im Restaurant lenkt Birta die Aufmerksamkeit des kompletten Saals auf sich, während die andern beiden sich spiegelnde Platten und ähnliches besorgen. Was in den Geschichten bei Perseus geklappt hat soll auch hier funktionieren. Birta versucht ihren Zorn und ihre Wut zu kontrollieren. Am liebsten würde sie drauf los stürmen. Aber sie kennt die Richtung nicht. Also folgt sie ihrer Kampfgefährtin mit zwei Schwertern bewaffnet. Immer wieder scheint es, als würde die Spur in einer Sackgasse enden, und jede andere Person hätte wohl auch keine Chance gehabt der Spur zu folgen, aber Delysia macht ihrer Mutter alle Ehre. Die Spur endet in einer Fleischerei. Hier ist es selbst für die Truppe nicht mehr möglich dem Geruch zu folgen. Nun gut, wenn der Geruch nicht ausreicht, dann wird einfach systematisch weitergesucht. Leise bewegen sich die vier an den Arbeitern vorbei. Als sie in einem Lagerraum im ersten Obergeschoss auf eine Frau stoßen, welche ihnen mitteilt, dass sie hier nichts zu suchen haben, ist dies für Birta Beweis genug. Niemand würde angesichts bewaffneter Personen so ruihig bleiben.

Nun explodieren alle Anwesenden, anders kann man es nicht formulieren. Delysia sendet Pfeil um Pfeil auf die Widersacherin. Jene hat ihr schönes Äußeres abgelegt und zeigt ihr hässliches Ich. Mit Schlangenhaut, Schlangenhaaren und langen Krallen bewaffnet stürmt sie entgegen. Birta ihrerseits durch eine silberne Haut geschützt und einem Schwert bewaffnet stürmt auf sie zu. Desmond hat einen Schlagstock in der Hand. Die Krallen der Medusa kratzen ohne Erfolg über die Silberhaut, aber beim irischen Götterkind hinterlassen sie tiefe und schmerzhafte Furchen. Die Angriffe auf die Medusa hingegen sind relativ ungenau. Mittels einer spiegelnden Oberfläche zu kämpfen, oder teils blind wie es die Bogenschützin machen muss, ist nicht so einfach. Erschwerend kommt hinzu, dass die Pfeile des Bogens zumeist wirkungslos von der Schlangenhaut abgleiten. Birta schlägt immer wieder mit aller Macht zu, und ihre Treffer reißen das Fleisch der Gegnerin auf. Aber so leicht gibt sich jene nicht geschlagen. Mit bösen Kräften lässt sie Angst und Furcht in die Glieder der Götterkinder fahren. Allein die pure Willenskraft und das Wissen, dass man diesem Feind nicht den schutzlosen Rücken zudrehen sollte, verhindert, dass sie ihr Heil in der Flucht suchen. Endlich fällt die Schlangenfrau in sich zu sammen. Ihr Körper löst sich in dem Augenblick auf, als Birta noch einmal auf ihn einschlagen will, was sie ein Schwert kostet. Fix wird das Blut von der Gegnerin aufgesammelt, da es laut Jake ein ziemlich potentes Gegengift sei. Ferner findet sich noch ein Portfolio welches zeigt, dass die Medusa als Model unter dem Namen Susanne Lippi aufgetreten ist.

Desmond wird fix verbunden, dann ist das neue Ziel die Wohnung der Medusa. Viel ist dort leider nicht zu finden. In der Kühltruhe finden sich tote Mäuse, ziemlich ekalhaft in Birtas Augen, aber anscheinend benötigen "Schlangenhaare" auch Futter. Susanne Lippi war vor nicht allzu langer Zeit etwas kräftiger gebaut. Denn anstatt Kleidergröße 36 sind hier auch viel weitere Kleidungsstücke zu finden. Weiterhin gibt es hier Bilder von ihr, die erst vor ein paar Wochen geschossen wurden, auf denen sie um einiges dicker ist. Hat sie eine Zwillingsschwester oder eine Wunderdiät gefunden? Oder ist es durch die Transformation zur Medusa geschehen? Denn laut Jake ist es möglich zu einer solchen zu werden.

Da aber ansonsten keine Anhaltspunkte zu finden sind fahren die drei nebst Reyki zurück ins Hotel. Nach Einnahme des Lindwurmsuds, der wirkich ekelhaft schmeckt, wird Desmond kurz fachmännischer versorgt. Schnell werden Blutreste und sonstiger Schmutz abgewaschen, die Kleidung gewechselt und ein Taxi gerufen. Birta will unbedingt mit Luana Ranoccia sprechen. Diese ist nicht "normal" und entweder steckt sie in dem Medusentheater drin, dann wird Birta ihr das Schwert durch den Kopf ziehen, oder sie wird sich auch über die Schlangenfrau wundern. In der Villa angekommen ist es ein wahres Wunder auf die Besitzerin zu stoßen. Überall wird gefeiert. Feier ist hierbei ein zu schwacher Ausdruck, Orgie trifft es besser. Alle Gäste befinden sich in Ekstase und auch Birta muss sich immer wieder ermahnen ihrem selbst gesetzten Auftrag zu folgen. Im Swimming-Pool finden sie dann die rassige Italienerin - nennen wir es "intim planschend" mit ihrem Sekretär. Nachdem sich Birta mittels Räuspern bemerkbar macht, läd die Agenturinhaberin die drei Neuankömmlinge ein mitzufeiern. Auch wenn dies alles sehr verlockend ist, Birta lehnt dies energisch ab. Sie will erst alles geklärt wissen. Schließlich ist ihre Freundin ein übergroßer Briefbeschwerer. Aber auch hier bekommt sie keine Informationen. Luana schenit überrascht zu sein, dass hier eine Medusa gehaust hatte, aber über das generelle Vorhandensein jener Sagenwesen zeigt sie keinerlei Verwunderung. Also ist sie irgendwie im großen Spiel dabei. Birta schlägt weitere Angebote hier zu Feiern aus und kehrt ins Hotel zurück. Dort wird vereinbart, dass Svala zu den Zwergen nach Naströnd geschickt werden soll. Dort wird sie sicher sein.

Mailand Teil 2: Warum ist der Schwan nicht im Süden? Bearbeiten

Am nächsten Mittag kommt endlich die langersehnte Post: Die beiden Speere, die Desmond für Birta angefordert hat, sind da. Noch am selben Tag wird Svala eingepackt und verschickt. Dann geht es in die Luft. Aber dieses Mal nicht mit herkömmlichen Verkehrsmitteln, ganz im Gegenteil. Die beiden weiblichen Götterkinder rufen außerhalb Mailands ihre Reittiere herbei, bzw. lassen sie wachsen während sich der Ire auszieht und zu einem Schwan wird. Einen kleinen Spaß können die drei nicht lassen und fliegen im Formationsflug durch eine Radarkontrolle. Die Carabinieries werden sich nicht schlecht wundern.

An ihrem Zielort angekommen, wie das Artemis-Heiligtum heißt hat sich Birta aus mangelndem Interesse eh nicht gemerkt, werden Reyki und Phaios von der Leine gelassen um für sich selbst zu sorgen. Birta flüstert ihrem treuen Begleiter zum Abschied noch zu, dass er sich nicht erwischen lassen soll. Als sie durch die Nacht spazieren und der Schnee sachte unter ihren Füßen knirscht, fällt den Frauen ein Lagerfeuer auf. Vorsichtig nähern sich die drei dem Feuerschein. Wer mag hier wohl sein? Die Ausgrabungsstätte darf schließlich kein Unbefugter betreten. Sie staunen nicht schlecht als sie einen großgewachsenen und muskulösen Mann sitzen sehen, der sie freundlich begrüßt. Er hat ein klassisch griechisches Äußeres, ein wahrhafter Modelathlet, mit vollem Bart und einer Toga.

Der Zwei-Meter-Mann stellt sich als Prometheus vor und verwickelt die drei in ein philosophisches Gespräch. Er sei ein Freund der Menschen und da sie noch eher Menschen seien, auch ein Freund von ihnen. Aber wenn sie weiterhin ihrem Weg folgen werden, den sie bisher eingeschlagen haben, werden sie unweigerlich ihren Eltern ähnlicher und damit sein Feind, was er bedauern würde. Denn Götter würden sich nicht um die Menschen scheren. Diese Meinung kann Birta zwar nicht teilen, denn ganz nüchtern betrachtet hat sie ihren Vater nie gegen Menschen kämpfen sehen, während Titanenbrut bisher die Agressoren waren. Und gerade von der Prophezeiung über Ragnarok weiß sie, dass Surtur die Welt niederbrennen will. Aber Prometheus nimmt sie ab, dass er freundlich ist. Allein was sie im Internet über ihn findet, sagt nur Gutes. Und sie kennt ja auch einen Riesen, der auf ihrer Seite ist. Freundlich bietet der Titan seine Hilfe an, schließlich besitze er ja auch die Gabe der Vorhersehung und überreicht Delysia noch ein paar Holzmünzen. Wenn sie mit ihm in Kontakt treten möchte, soll sie eine verbrennen. Während sich jene verabschiedet um mit ihrer Mutter zu sprechen, bleiben die anderen beiden noch am Feuer sitzen und reden noch ein bischen mit dem Überbringer des Feuers.

Nach einer kurzen Wartezeit, Birta hat inzwischen herausgefunden, dass Prometheus anscheinend solo ist - schließlich sieht er schon wirklich lecker aus - kommt Delysia auch schon zurück und sie machen sich auf den Weg zu einer Unterkunft. In der Nähe gibt es ein kleines Dorf, welches sich aber schon in der Nachtruhe befindet. Beim dorfeigenen Gasthaus klingelt Birta und teilt dem Besitzer mit wehleidiger Stimme mit, dass zwei durchgefrorene Frauen eine Bleibe brauchen. Und schon eilt der Besitzer herab und lässt die beiden herein. Desmond nimmt er erst gar nicht wahr und als er schon drin ist, kann er ihn auch nicht einfach herauswerfen. Die beiden Frauen nehmen ein Doppelzimmer und das Einzelzimmer bleibt für den Iren. Aus irgend einem unerklärlichen Grund steigt die Halbasiatin aus dem Fenster. Sie möchte wohl noch nicht schlafen. Das ist alles schön und gut, aber Birta will ihre Ruhe. Mit der Bettdecke um ihren Körper gewickelt - ihren Pyjama hat sie schließlich nicht dabei - schließt sie das Fenster und legt sich wieder in das Bett. Aber keine fünf Minuten später klopft es ans Fenster. Und dann wieder. Grummelnd steht sie wieder auf, packt sich die Decke um ihren Körper und öffnet das Fenster. Es kommt so wie es kommen muss und ein Schneeball schlägt in ihrem Gesicht ein. Unten befindet sich Delysia, die mit ihrer Aktion auf den zufriedenen Reyki hinweisen möchte. Jener kratzt an der Wand, da er zu Birta möchte. In seinem Maul hat er das Bein einer Kuh. Seine Jagd war allem Anschein nach erfolgreich. Also springt Birta aus dem Fenster und begrüßt ihren vierbeinigen Freund. Vorsichtig nimmt sie ihm das Bein aus dem Maul und lässt ihn kleiner werden. Den übergroßen Kauknochen legt sie auf das Dach, wäscht mit dem Schnee das Blut aus seinem Fell und wirft ihn durch das Fenster ins Haus und klettert auch wieder hinein. Danach reibt sie ihn trocken und begibt sich ins Land der Träume. Am nächsten Tag erfahren sie, dass neben der gerissenen Kuh, deren Überreste sich im Dorfbrunnen befinden - ein willkommenes Frühstück für Reyki - auch eine Plane durchbrochen wurde. Diese Plane war über ein Ruccolafeld gespannt in welchem sich Hufabdrücke befinden. Auch Phaios scheint gestern nacht gut gespeist zu haben. Nun geht es aber zurück nach Mailand mit einem Zwischenstop in Rom. Dort reicht es gerade noch für ein Besuch im Kolosseum bis sie dann den Zug zurück nehmen.

In Mailand angekommen sind die Götterkinder wieder ratlos. Wie soll nun weiter vorgegangen werden? Um sich die Zeit zu vertreiben wird eine Ballet-Vorstellung in der Mailänder Scala besucht. Für Birta vergeht dort die Zeit wie im Fluge, ganz anders fühlt sich Svanhildur, die dort sogar kurz einnickt. Am Ende der Vorstellung sucht Birta den Hauptdarsteller auf. Vielleicht wurde ja er von einer Muse inspiriert? Aber all ihre Gespräche führen nur dazu, dass er sie auf sein Zimmer einläd. Als sie dort auch nicht mehr erfährt, als dass er sie flachlegen will, bekommt er eine Abfuhr. Nun ist die Nacht noch jung, Birta trägt das extra für die Scala gekaufte silberne Kleid und ist rastlos. In den Club, in dem sie damals nach ihrem Blackout aufgewacht ist will sie nicht, also sucht sie sich einen anderen aus. Und wie es das Schicksal so will trifft sie dort auf Delysia und Desmond. Die Spur mit dem Balletttänzer hat sich als Sackgasse gezeigt. Was also nun? Da sich die Rolle still verhält kann Birta auch keinen Rat geben. Zudem ist sie es zu sehr gewohnt, dass irgend ein helles Köpfchen einen Geistesblitz hat oder mit seinem Wissen brillieren kann. Was macht man also, wenn niemand eine Idee hat? Man klappert alle Adressen ab.

Also fährt Birta wieder in die Villa kurz vor der Stadt. Die anderen beiden gehen auch mit, teils um dort zu feiern teils aus Neugierde. Dort angekommen nimmt Birta aber nicht den üblichen Weg. Sie schleicht sich etwa einhundert Meter den Zaun entlang und springt hinüber. Sie will nicht von Feiernden abgepasst werden - zumindestens nicht, bevor sie an die erwünschten Informationen gekommen ist. Die beiden anderen nehmen den normalen Weg und klingeln. Birta hingegen schleicht über das Anwesen, steigt auf der Rückseite ein und meidet alle Anwesenden. Für diese Aktion zieht sie sogar extra ihre schönen neuen Schuhe aus. Im villaeigenen Swimmingpool findet sie ihre Zielperson: Luana Ranoccia.

Und eben jene Frau hat sogar Zeit für sie. Also sprechen die beiden miteinander. Aber natürlich ist es nicht möglich dies nüchtern zu tun. Birta willigt also ein etwas Wein zu trinken, von dem sie aber erst einmal zur Sicherheit nur dran nippt. Die Isländerin erkundigt sich bei ihr, wo man nach einer Muse suchen könne. Belustigt bekommt sie als Antwort, dass man sie dort suchen solle, wo sie auch angebetet werden. Delysia müsste die Antwort kennen. Zudem offenbart sie sich auf Nachfrage als Mänade - was eine Priesterin Dionyseus bedeutet - als auch eine Tochter eben jenes Gottes. All dies teilt Birta ihrer am Swimmingpool liegenden Begleiterin mit, zieht ihr Kleid aus und planscht eine Runde, trinkt dabei noch etwas Wein, bis sie mit einem gut aussehenden Mann verschwindet.

Als sie am nächsten Morgen aufwacht liegt der "Lustknabe" noch schlafend neben ihr. Gut gelaunt macht sie sich frisch und bewegt sich auf Zehenspitzen zum Swimmingpool um niemanden zu wecken. Dort angelangt sucht sie ihr Kleid und schlüpft hinein. Es wäre wirklich eine Schande dieses teuere und insbesondere schöne silberne Kleid zu verlegen. Dazu noch die Handtasche und die Schuhe aufsammeln und nun heißt es sich etwas essbares zu ergattern. Doch alle Buffets sind abgeräumt. Nach kurzer Suche gelangt sie jedoch in eine große Küche mit einem beinahe begehbaren Kühlschrank. Da keine Personen mit spitzer Zunge anwesend sind greift Birta herzhaft zu. Ein kleines bischen schlechtes Gewissen hat sie schon, aber als sich dann noch das hießige Hausschwein der Besitzerin nähert und mitschlemmt ist es um sie geschehen. Anstatt ihrer üblichen Diät und eher spärlichen Kost greift sie zu kaltem Braten, Tortenstücken und anderen Leckereien.

Noch auf dem Anwesen wird ein Besuchertermin im Verdi-Haus vereinbart. Die Führung soll noch am selben Tag stattfinden. Der Grund dafür ist recht simpel. Man betet Musen in einem Museum an. Leider gibt es davon sehr viele in Mailand. Da die Truppe aber zwei spezielle Musen sucht, die Muse des Tanzes und die der Musik/des Flötenspiels, engt dies die Auswahl ein. Eine ältere und resolute Dame führt die drei herum. Sie sehen eine Art Altersheim für Musiker sowie Verdis Haus. Dort stehen sie eine Zeit lang vor einem Bild, der Maler war anscheinend Michelangelo, welches alle Musen darstellt. Mit einer geliehen Gitarre versucht Delysia mittels Musik ein Ereignis hervorzurufen. Das einzige was geschieht ist, dass sie ihre Führerin verärgern und das Anwesen verlassen müssen. Darauf hin besuchen sie das Museum der Scala, jedoch auch ohne besondere Erkenntnisse.

Aber das Bild im Verdi-Haus lässt insbesondere Delysia keine Ruhe. Deshalb suchen sie diesen Ort wieder auf, dieses Mal aber nachts und ohne Erlaubnis. Spielerisch überlistet die Artemis-Tochter die Sicherheitsvorkehrungen. Birta hängt vorsichtig das Bild ab und dahinter finden sich viele Dossiers. Diese Akten handeln über verschwundene Frauen und Models. Schnell werden diese eingesteckt, das Bild wieder aufgehängt und das Anwesen verlassen. Bei der Durchsicht finden sie eine Adresse, die sich nicht allzuweit von ihrem Aufenthaltsort befindet. Dort verschaffen sie sich heimlich Zutritt und müssen leider feststellen, dass die Wohnung verwaist ist. Im Kühlschrank führen Schimmelkulturen ihren Eroberungsfeldzug und auch ansonsten deutet nichts darauf hin, dass vor kurzem jemand hier war. Und wieder ist es Delysia, die eine Idee hat. Sie schnappt sich die Handynummer des Models aus der Akte und ruft sie an. Unter dem Vorwand, dass Goddess Ink auf sie aufmerksam geworden ist und Interesse an ihr habe versucht sie Kontakt aufzunehmen. Nur ist das Model kurz angebunden und bekundet keinerlei Interesse. Also wieder eine Sackgasse, denn außer der Gewissheit, dass jenes Telefon noch aktiv ist, wurde nichts herausgefunden. Es verschwinden viele Frauen und es besteht die Möglichkeit, dass es ein wahres Medusen-Nest gibt.

Mailand Teil 3: Im Dunkeln fischen Bearbeiten

Es ist spät in der Nacht oder besser gesagt früh am Morgen. Birta hat sich ein Erholungsbad gegönnt und trägt gerade eine Gesichtsmaske auf. So lässt es sich leben. Delysia verschwindet daraufhin in ihrem Bad und lässt es sich auch gut gehen. Vorher teilt sie aber mit, dass Johannes demnächst bei ihnen in Mailand auftauchen wird. Damit niemand ihre Gesichtsmaske sieht, so ist sie nicht präsentabel, verbarikadiert sich Birta so lange in ihrem Zimmer. Soll Desmond doch solange das Empfangskomitee spielen.

Frisch gestylt schlüpft sie dann in legerer Kleidung aus ihrem Zimmer. Es folgt eine kurze Absprache, dass niemand alleine in einem anderen Hotel schläft. Bei dem vermuteten Medusennest ist es unklug alleine zu sein. Johannes schläft auf der Couch, da Desmond Obdach bei Delysia gewährt bekommt. Vorher sprechen sich der Polizist und Birta aber etwas aus und entschuldigen sich beieinander. Eigentlich dachte sie ja nicht, dass dies etwas großartig bringen wird, dennoch fühlt sie sich danach besser. Und sei es nur, weil sie ihren Opa nicht verärgern will.

Nach einer kurzen Nacht und gewonnener Wette bezüglich der Farbe von Johannes Frühstück geht es nach eben jener Mahlzeit an die weitere Planung. Der Deutsche soll seine Kontakte bei der Polizei nutzen um an die "Blitzer"-Bilder zu gelangen und nach den vermissten Frauen zu fahnden. Zusätzlich lässt er noch die Handys der Damen anpeilen. Dann ist wieder Laufarbeit an der Reihe. Nach und nach werden ein paar Wohnungen der Frauen ageklappert. Aber auch hier sind keine neuen Anhaltspunkte aufzufinden. Abends geht es dann auf ein "Rock"-Konzert. Birta legt sich frohen Mutes enge Lederkleidung nebst Kettenaccesoires zu. Es wird mal wieder Zeit auf den Putz zu hauen. Doch hier erlebt sie eine böse Überaschung. Es sind Rockopas auf der Bühne, welche von Querflötengedudel begleitet werden. Hierbei wach zu bleiben ist eine wahre Heldentat. Da sie aber zudem auch nach der vermissten Muse suchen wollten nutzt Birta die Gelegenheit das "aufregende" Konzert zu verlassen und schaut sich hinter den Kulissen um. Hier flirtet sie kurz mit der Security, das Angenehmste am ganzen Konzert, und schaut sich im Backstagebereich um. Auch hier wird sie enttäuscht. Keine Groupies, keine riesige Party. Fehlt nur noch, dass Rheumadecken herumliegen. Um ihre Stimmung aufzubessern geht sie mit den anderen in einen rockigen Club. Dort feiert und tanzt sie mit den anderen und schleift die beiden Männer regelmäßig auf die Tanzfläche.

Die nächsten Tage trainiert sie mit geschlossenen Augen zu kämpfen. Nicht, dass sie nun in die mystische asiatische Kampfweise reinschlittert, nein, der Grund darin liegt an ihren potentiellen Widersacherinnen. Ihr Blick säht Furcht in ihren Gegenübern, wenn nicht sogar der ganze Körper versteinert. Da Desmond dafür wohl zu sanft beseitet ist, führt sie dies mit Svanhildur und auch mit Johannes durch. Aber auch ihre Nachforschungen werden weiter verfolgt. Leider stolpern sie wieder nur in neue Sackgassen. Alle Handys der verschwundenen Frauen sind beseitigt worden. Sie werden in Mülltonnen auf öffentlichen Plätzen gefunden. Da zudem noch ein ordentlicher Spritzer Amoniak hineingeschüttet wurde, ist ansonsten nichts heraus zu finden. Mit ihrem Latein am Ende beschließt die Mehrheit, dass sie sich an ihren neuen Bekannten Prometheus wenden sollten. Auf dem Balkon wird eine der Holzmünzen angezündet, welche auch sofort in Rauch aufgeht. Ein paar Augenblicke später klopft es an der Tür.

Herein tritt Prometheus. Zu Birtas großer Überraschung trägt er heute einen schwarzen Anzug und keine Toga. Aber auch in dieser Kleidung macht er eine sehr gute Figur. Nach einer kurzen und freundlichen Begrüßung kommen sie auch schnell zru Sache und erbitten eine Hellsicht. Laut seiner Vision, an die er sich aber selbst nicht erinnern kann, werden die Götterkinder die gesuchte Person binnen der nächsten Tage sehen. Doch dann wäre es schon zu spät. Auch wäre es möglich eine Person an ihrem abgeänderten Namen zu erkennen, welcher aber trotz allem ihre wahre Identität preisgibt. Der Angriff auf Svala soll kein Zufall gewesen sein. Aber war sie das tatsächliche Ziel und woher wusste die Titanbrut, dass sie hier im Hotel untergekommen sind? Birta, die eigentlich immer noch von einem Zufall ausgeht ist hier komplett ratlos. Auch die Namessache hilft ihr nicht weiter. Das "prügelnde" Model aus Jamaica, welches Birta als potentielle Medusa vermutet hat, ist zudem erst vor kurzem hier. Sie kann nicht der Ursprung der Vorfälle sein. Und dann wird es plötzlich peinlich. Angefangen bei Delysia- wem den sonst?- folgt eine Kuppelei der übelsten Art: Sie bedrängen den Titan und die Isländerin so lange, dass sie zustimmen morgen Abend miteinander auszugehen. Birta soll abgeholt werden. Aber sie weigert sich standhaft einen Platz in einem Restaurant zu reservieren. Das ist die Aufgabe des Mannes. Da allem Anschein die Zeit knapp wird, heißt es sich zu sputen. Inzwischen kommt die Theorie auf, Birta glaubt zwar nicht an jene, dass die Medusa mit einem der beiden Modelagenturen zu tun hat, bei denen sie sich vorgestellt haben. Also wird noch diese Nacht bei Vita-Models eingebrochen. Im Keller finden sie dann auch tatsächlich etwas Außergewöhnliches: Einen Druchbruch zu den Katakomben. Und dort sehen sie in einem Raum, welcher eine Sackgasse ist, zwei angekettete schöne Frauen, die sie als Musen identifizieren. Doch an einer sofortige Befreiung ist nicht wirklich zu denken, auch wenn es in jedem Götterkind förmlich danach brennt dies zu tun und sie schon die ersten Vorbereitungen dafür treffen, denn es halten sich dort 20 Medusen nebst Ober-Medusa Vitalia Perrone auf. Jene, die Birta sehr nett fand, entzieht einer der Musen gerade etwas von ihrer Schönheit.

Um das Kräfteverhältnis etwas anzugleichen wird folgendes vereinbart und auch durchgeführt: Delysia ruft am nächsten Morgen an um ein Treffen mit der Modelagenturinhaberin zu vereinbaren. Diese soll um 15:30 Uhr stattfinden. Kurze Zeit vorher schleichen die Götterkinder in die Katakomben, in der Hoffnung, dass jene nun weniger stark bevölkert sind. Und Tatsache. Zwei Medusen sind aufzufinden, mehr nicht. Da vereinbart wurde, dass Birta ihre Gegner im Nahkampf bindet, wird sie von Delysia mittels einer kurzen Berührung gestärkt. Sie fühlt sich, als könne sie Bäume ausreißen. Sie sprüht gerade so vor Vitalität. Dankbar lächelt sie zurück und stimmt sich auf ihre Mitstreiterin ein. Bewaffnet mit zwei Speeren, einem Breitschwert und von Mitkämpfern umringt ist für Birta eines sicher: Die Schlangen werden sterben.

Zeitgleich schlagen mehrere Projektile in den ersten Schlangenkörper ein. Pistolenkugel, Pfeil und Speer sorgen für den ersten kleinen Sieg. Nun steht nur noch eines dieser Monster. Während Johannes und Delysia weiterhin für einen tötlichen Pfeil- bzw. Kugelhagel sorgen springt Birta mit einem großen Satz über die Medusa hinweg und wirft ihren letzten Speer nach ihr. Dieser verfehlt zwar ihr Ziel, aber falls jene zu einer der Musen will, so muss sie erst an Birta vorbei. Und auch Desmond lässt sich von der Empore herab. Den Kampfverlauf kann Birta nicht wirklich beschreiben, da sie blindlings auf den vermuteten Aufenthaltsort ihrer Gegnerin einschlägt. Und was letzten Endes das Wesen dahingerafft hat kann sie nicht sagen. Aber es ist ihr auch egal. Delysia sammelt fix das Blut der Gefallenen ein, während sich Desmond und Birta daran machen die Musen zu befreien. Er knackt elegant das Schloss während Birta ohne Umschweife die Ketten zerbricht. Desmond bringt daraufhin die Musen zu Luana Ranoccia. Nun bleibt nur noch Teil zwei des Planes: Das Töten von Vitalia Perrone. Hierbei sollten sie aber darauf achten, dass sie sich nicht zu schwer verletzen lassen, schließlich haben sie in ein paar Tagen einen Catwalk entlangzulaufen. Und dies sieht mit Bandagen oder gar Krückstocken gar nicht elegant aus.

Immer noch in der schwarzen Kampfmontur stürmen Delysia, Johannes und Birta nach oben. Erstere hat der Isländerin wieder einen Vitalitätsschub verpasst. Dachte sie vorhin, dass sie Bäume ausreißen könne, so hat sie das Gefühl, sie könne Berge versetzen. Was soll da noch schief gehen? Mit einem Affenzahn stürmen sie an verdutzten und erschrockenen Angestellten und Besuchern der Agentur vorbei und platzen in Vitalias Büro. Die Artemis-Tochter verbarikadiert die Tür, womit die Medusa von ihren Helferinnen abgeschnitten ist. Danach greift sie zu ihrem Bogen während der Euro-Bulle damit beginnt sein Magazin zu entleeren. Noch während sich Birtas Haut mit einem silbernen Glanz überzieht, springt sie auf das Monster zu, schließt die Augen und fordert sie mit einem markerschütternden Schrei heraus. In all dem Chaos versucht sie sich nur auf ihr Gespür zu verlassen, den bei dem Kampfeslärm ist es schwer den Aufenthaltsort der Medusa mittels Hörens wahrzunehmen. Einen ihrer Speere nutzt sie sozusagen als Blindenstock, während sie mit dem zweiten in die Richtung eines Widerstandes sticht. Was sie hierbei aber trifft kann sie nicht feststellen. Sie hofft, dass es keiner ihrer zwei Verbündeten ist.

Immer wieder hört sie die Medusa vor Schmerz aufschreien. Oder ist es Zorn? Mit geschlossenen Augen ist es für sie nicht möglich dies zu beurteilen. Zudem kommt ihr Blut in Wallung. Jeden Treffer von Seiten der Medusa nimmt Birta mit Freuden hin. Dadurch kann sie besser eingrenzen wo sie attackieren muss. Über die Tiefe und Schwere der Verletzungen kann sie sich gar keine Gedanken machen. In ihrem Adrenalinrausch gibt es außer "Zuschlagen" keinen anderen Gedanken. Schließlich verstummen die Kampfgeräusche ihrer Mitstreiter, so dass sie vorsichtig die Augen öffnet. Auch das infernalische Kratzen an die Tür hat aufgehört. Der Grund ist in dem versickernden Blut zu finden. Vitalia ist Geschichte! Birtas Montur hat mehrere luftige Schnitte der Klauen abbekommen, aber anscheinend hat nur ein Streich ihre silberne Haut durchbohrt. Da sie keine Lust hat sich durch ein ganzes Hochhaus zu prügeln oder dort aufgehalten zu werden, schiebt sie den schweren Bürotisch durch das ohnehin schon beschädigte Fenster und springt mit einem weiten Satz in den angrenzenden Park. Elegant landet sie vor zwei älteren Herren, die gerade dabei waren den Tag im Park zu genießen. Sie hält mit den beiden noch ein kurzes Schwätzchen, die allem Anschein der Meinung sind, dass es sich hier um eine Art Film oder Stuntshow handelt. Warum sollte sie ihnen in diesem Fall wiedersprechen?

Mittels Taxi fährt sie dann zum Anwesen von Luana Ranoccia. Sie will sich dort nach den Musen und Desmond erkundigen. Unterwegs nimmt sie einen Anruf von Johannes entgegen. Anschließend treffen sich alle in der Villa.

Mailand Teil 4: "I am a model, you know what i mean and..." Bearbeiten

In der Villa angekommen findet Birta den irischen Vertreter ihrer Gruppe gemütlich liegend mit den beiden dösenden Musen im Arm am Pool. Schmunzelnd erkundigt sie sich, ob alles in Ordnung sei. Dann nimmt der Wahnsinn seinen Lauf. Die beiden Musen erheben sich und mustern für einen Augenblick die anwesenden Götterkinder. Nach einem kurzen Gespräche, warum sie ihre Gaben in letzter Zeit nicht wirklich nutzen, geben sie Delysia, dem Iren und Birta einen Stubser auf die Nase. Sofort fangen die Beine und Finger an zu kribbeln. Delysia schnappt sich ein Musikinstrument und spirlt drauf los, während Birta die Beine schwinkt und tanzt. Einzig Johannes macht da nicht mit. Birta kann sich nicht mehr genau daran erinnern, was die Musen zu ihm gesagt haben, aber er ist ja schon in der Vergangenheit nicht wirkich der Partylöwe gewesen. Nach der kleinen Stippvisite in der "Orgien-Villa" fährt sie schnell zurück ins Hotel. In ein paar Stunden wird sie zum Rendezvous abgeholt. Hierzu muss sie sich noch frisch machen, ein Kleid auswählen, ihre Verletzung kaschieren, und, und, und. Da sie hier nun ausnahmsweise etwas aufgeregter ist, man trifft so eine stattliche Person wie Prometheus schließlich nicht jeden Tag, versichert sie sich Delysias Hilfe als Styleberaterin.

Pünktlich klopft es an der Tür. Der griechische Titan erscheint in einem schmucken Anzug und bringt Blumen mit. Birta sucht sogleich nach einer Vase um die wunderschönen Pflanzen vom Dahinwelken zu bewahren. Dann lässt sie sich von ihm aus der Suite begleiten. Er erkundigt sich bei ihr, wo sie denn hinmöchte, was ihr Lieblingsessen sei. Nach kurzer Überlegung teilt sie ihm etwas verlegen mit, dass dies italienisch sei. Zusammen treten sie durch die Drehtür und...

kommen vor einem kleines Restaurant am Strand heraus. Es hat ein heimeliges italienisches Ambiente. Kein riesiges und prunkvolles Speiselokal. Eher etwas für Insinder. Dort genießen sie die kulinarischen Genüsse Italiens. Birta, immer noch im Tanzfieber, erkundigt sich bei Prometheus, ob er denn tanzen könne und auch wolle. Sie würde so gerne tanzen gehen. Aber auch dies ist für ihn kein Problem. In einem Augenschlag sind sie in Südamerika. In einer der Sambaschulen Rio de Janeiros bekommen die beiden passende Kleidung und tanzen bis zur Erschöpfung. Nun gut, sie beide sind nicht so schnell erschöpft, aber jeder Normalsterblicher wäre dies irgendwann gewesen. Gut gelaunt und mit beschwingten Beinen und Hüfte wird sie dann wieder zurückgebracht.

Doch noch immer ist ihre Lust auf das Tanzen nicht gestillt. Also erkundigt sie sich bei der Rezeption nach einer Möglichkeit Ballet zu trainieren. Sie stellt aber unvermittelt klar, dass sie keine Anfängerin sei, nur vielleicht etwas eingerostet. Als Adresse bekommt sie die Universität genannt. Leider macht diese Trainingslokalität erst in ein paar Stunden auf, so dass sie sich noch ein bischen die Zeit totschlagen muss. Aber dann befindet sie sich zwischen all den kleinen und zierlichen Italiener/-innen, die sie zuerst etwas befremdet anschauen. Birta fällt mit ihrer Größe dort doch schon sehr auf. Aber nach kurzem Beschnuppern kommt es zu einem sehr befriedigendem Training, welches sogar Partnerfiguren beinhaltet. Um ihre anderen Verpflichtungen nicht ganz zu vernachlässigen schnappt sie sich nach dem Tanzen noch Svanhildur zum Sparing. Tanzen ist schön und gut, aber damit kann sie sich schwer gegen Angreifer behaupten.

Am Tag vor dem großen Auftritt auf dem Laufsteg geht es zur Generalprobe. Schnell werden die Kleider den jeweiligen Models angepasst. Es ist erstaunlich. Viele dieser Kleider sind gar nicht richtig genäht, sondern nur gesteckt. Einige haben sogar Reißnähte um ein schnelles Wechseln der Vorführmode zu ermöglichen. Und sehr zu Birtas Freude ist sogar das absolute Topmodel Breona Gayle beim gleichen Walk. Sicher, sie bekommt Sonderkonditionen. Sie kann später kommen, darf ihren eigenen Schmuck tragen, aber dafür ist sie nun einmal Nummer Eins. Birta kann es kaum erwarten ihrer Mutter das alles hautnah zu erzählen. Ihr erster Walk und dann gleich mit solchen Kolleginnen.

Mit dem Laufen und präsentieren hat Birta kein Problem. Es ist so als wäre sie dafür geboren worden. Es gibt keinerlei Beschwerden über einen falschen Laufstil, eine schlechte Haltung oder die Art und Weise wie sie sich und die Mode vorstellt. Aber zwei Frauen, das gibt Birta neidlos zu sind besser. TopModel Nr. 1 Breona Gayle und Delysia. Nun vielleicht nicht ganz neidlos, aber zumindest gefasst, schließlich wäre sie schon gern ein bischen mehr im Mittelpunkt. Aber eine kleine Stimme in ihr sagt, dass sie nicht vermessen sein soll, und sich stattdessen lieber über ihr Glück freuen soll. Mit dem Gedanken im Kopf strahlt sie sogleich um so mehr.

Im Hotel angekommen sucht Johannes Birta auf. Eins jener Models, welches bei dem Walk dabei ist, scheint eine alte Bekannte zu sein. Es handelt sich um Monique, mit der Birta aber kein Wort gewechselt hat. Er sorgt sich um sie. Schließlich wurde vor nicht allzu langer Zeit seine Verlobte Spielball in dem Krieg zwischen Götter und Titanen. Birta verspricht ihr sie, wenn es ihr möglich ist, zu schützen. Im Gegenzug wird der Deutsche ein Schwert für sie griffbereit halten. Auf dem Laufsteg gilt soetwas leider nicht als Accessoire.

Dann ist der große Tag. Birta freut sich wie ein Honigkuchenpferd. Sie wird noch kurz gebeten Breona Gayle anzuschauen. Hiermit ist aber nicht das normale Sehen gemeint, sondern ihre übernatürliche Gabe, die sie durch Thors kleines Geschenk bekommen hat. Jedoch scheint die Jamaikanerin eine normale Frau zu sein. Sie ist einfach in dem, was sie tut, weltklasse. Danach muss sie aber schon ihren Thoranhänger ablegen, da sie ihn nicht zur Mode präsentieren darf. Also gibt sie ihn Johannes zur Aufbewahrung. Falls es hart auf hart kommt und sie ein Schwert benötigt, kann sie gleich ihren Anhänger abgreifen.

Von dem Publikum angespornt wächste Birta über sich hinaus. Sie schwebt praktisch nur über den Laufsteg und reißt mit ihrer Präsenz das Publikum mit. Aber auch wenn die Modepresse höchstwahrscheinlich sehr von ihr begeistert sein wird, Hauptgesprächsthema bleiben wieder Breona Gayle und Delysia. Sie spielen in einer ganz anderen Liga. Diese Kategorie muss eigentlich erst einmal aufgestellt werden, denn weltklasse reicht nicht mehr. Doch bei dem letzten Lauf gerät die Halbasiatin aus dem Gleichgewicht und fällt vom Catwalk. Zum Glück überstehen sie und das Kleid diesen Faux-Pas ohne größere Auswirkungen und Delysia überspielt dies mit großer Routine.

Als nächstes liegt nun die Begleitung einer Muse zu einem Riesen an. Nach Mehrtägigen Feierchaos in Mailand, bei dem Musen ein kleines Bischen ihre Finger im Spiel hatten, braucht die italienische Stadt wohl eine kleine Erholungspause von den beiden.

London Teil 1: Die weißen Pferde des bärischen Pankrations Bearbeiten

Beim Abschiedsessen in Italien taucht ein alter Bekannter auf. Prometheus begrüßt sie und hat für alle schon bestellt. Keine große Anstrengung für jemanden, der die Zukunft sehen kann. Auch Ben ist aus seinem Dornröschenschlaf aufgewacht und kommt vorbei. Es wird gefeiert und getanzt. Vom Titanen erfahren sie, dass er einige Personen kennt, die sie gerne sehen würden. Um wen es sich dabei genau handelt wil er nicht verraten.

Mit den beiden Musen geht es nach Montral. Dort soll es das Eiskunstlaufpaar geben, welches einen kleinen Schub benötigt. Nach diesem kleinen Zwischenstop geht es weiter nach Neuseeland. Wie versprochen geleiten die Götterkinder die Muse zu ihrem Riesen. Dieser ist dermaßen begeistert, dass er ein kleines Lied spielt und Birta eine Nasenflöte schenkt. Es ist ja alles schön und gut. Aber eine Nasenflöte? Wirklich? Sie soll sich vor allen anderen ein Stück Holz in die Nase stecken und Töne herausquälen? Was für eine Ehre... Da wurde sie schon wegen weniger aufgezogen.

Zum Glück meldet sich die Schriftrolle bald wieder.Den Text versteht Birta mal wieder nicht. Daran hat sie sich inzwischen gewöhnt. Sie lehnt sich zurück und lässt die anderen grübeln. Sie versteht nur folgendes: Sie fliegen nach London und werden einen grünen Mann aufsuchen. Ihr kommen aberwitzige Bilder von Leprechauns in den Kopf. Aber bevor sie Richtung Oxfordshire aufbrechen, dort sollen diese Hügel mit den weißen Pferden sein, machen sie noch London unsicher. Ben ist für die Truppe leider wenig alkoholgeeignet, so dass er auf dem Rückweg von Birta getragen wird und ihr beinahe die Kleidung verschmutzt, als der Alkohol wieder seinen Rachen verlässt.

Beim White Horse Hill angekommen laufen sie einen kleinen Pfad entlang. Sie spüren ein seltsamen Kribbeln, dass sie an ihren Besuch bei Sojobo wahrgenommen haben. Probeweise zieht Birta ihr Handy hervor und sieht ihre Vermutung als bestätigt. Ein fehlendes Mobilfunknetz zeigt ihr, dass sie sich in einer anderen Welt befinden. Schließlich treffen sie auf einen grünen Mann. Der Grüne Mann ist tatsächlich grün und eine Art Personifizierung der Natur. Zumindest sieht Birta das so an. Neugierig erkundigt sich, ob es auch eine Grüne Frau gebe, im Zeichen der Gleichberechtigung eine ihrer Meinung nach verständliche Frage. Doch Delysia interpretiert dies falsch und wirft ihr amüssierte Blicke zu. Aber auch das, was sie von dem Wesen erfahren ist Birta nicht verständlich. nun heißt es für sie abwarten und die anderen werden das schon planen. Und tatsächlich wird ihre Erwartung nicht enttäuscht. Irgendeine Bärenmutter muss aus dem Sauerland mit ihrer getragenen Frucht nach Bern gebracht werden. Dies klingt wahnsinnig verständlich. Aber was bringt es sich den hübschen Kopf zu zerbrechen? Nichts.

Während sich Johannes und Ben artig zur Nachtruhe begeben, ziehen die restlichen drei Götterkinder noch einmal durch London. Schließlich müssen sie morgen schon weiterreisen. Da sollte man die Möglichkeit nicht verstreichen lassen und noch etwas in der Metropole London feiern gehen. Und natürlich zieht es sie auch zum dem Riesenrad "Eye of London". Da Svanhildur auf Reyki acht gibt, kann sich Birta ohne Rücksicht auf Verluste ammüsieren. Gerade als die Tür des Riesenrades schließen will tritt ein großer, breitschultriger und charismatischer Mann ein. Falls er eine Begrüßung grummelt, dann verschwindet sie in seinem Bart. Sofort umfasst Birta ihr kleines Schmuckstück murmelt einige Worte und blinzelt. Und tatsächlich, dieser Mann ist mehr als ein gutaussehender Mann. Göttliche Kraft steckt in ihm und diese ist um einiges stärker ausgebildet als bei der Gruppe. Leise teilt sie dies ihren beiden Begleitern mit und kurz darauf wird eben dieser Fremde mit Fragen bombardiert.

Sichtlich unwohl beäugt jener das Trio. Mit einem Seufzen teilt er mit, dass es sich bei ihm um den sagenumwobenen Herakles handelt. Der Sprößling Zeus, der unmenschlich schwere Aufgaben bewältigt hat. Sein Freund Prometheus habe ihm vorgeschlagen, dass er die Truppe treffen sollte. Er habe schon einiges von ihnen gehört und freue sich, dass sie Freunde der Menschen seien. Er bietet sogar seine Hilfe als Lehrer an. Er verteilt deshalb seine Visitenkarte, auf der Kevin Sorbo steht (er will es diesem Plagiat heimzaheln in dem er in dessen Namen Hotelzimmer und ähnliches verwüstet), damit sie ihn erreichen können. Sie unterhalten sich während der Fahrt recht vergnügt als Birta schließlich auf die Äußerung des Feuertitanen zurückkommt. Schließlich hat es gehießen, dass ihr nächster "Besuch" auch tanzen könne. Mit einem weiteren Seufzen willigt der griechische Gott ein. Schließlich sei er schon vorgewarnt worden. Also verschwinden die vier in den nächsten Club. Da das Quartett nun aus zwei Frauen und zwei Männern besteht ist das Tanzen kein Problem. Es wird fleißig rotiert. Birta kann natürlich nicht anders als Herakles etwas auf den Zahl zu fühlen. Als er sie jedoch als H.O.N.K. (Hilfskraft ohne nennswerte Kampffähigkeiten) bezeichnet platzt ihr der Kragen. Fest schlägt sie mit der flachen Hand auf seine Brust, was aber nur zu einem lauten Klatschen führt. Da hätte sie an einer Zementmauer mehr Erfolg hat.

Erzürnt wechselt sie sofort den Tanzpartner und schwingt mit Desmond das Tanzbein. Als er sich erkundigt, welche Laus ihr denn über die Leber gelaufen sei, gibt sie ihm im Affekt einen Schubser. Leider sind die beiden Männer jedoch von unterschiedlichem Kaliber. Während ersterer ihre Berührung wohl eher als Mückenstcih wahrgenommen hat, fliegt der Ire durch den halben Club und landet an der Bar. Sofort ist Birta bei ihm und entschuldigt sich verlegen. Das hat sie nicht gewollt. Aber ansonsten hat dieser Vorfall keine größere Auswirkungen, da Desmond an der Theke schon eine kleine Runde spendiert hat um die anderen Gäste zu beruhigen.

Auf dem Heimweg, bevor Herakles sie verlassen kann, will es Birta noch einmal wissen. Sie lässt sich etwas zurückfallen, passt den Moment ab, bis der Grieche auf einem Bein steht und springt ihm voller Wucht ins Kreuz. Das muss doch reichen, damit er wenigstens etwas strauchelt. Aber nein! Birta prallt im wahrsten Sinne des Wortes an ihm ab. Ruhig dreht sich der großgewachsene Mann um und mustert sie. Er teilt ihr mit, dass er unter anderen Umständen Satisfaktion fordern müsste. Nun reicht es Birta entgültig. Was heißt hier andere Umstände? Ist es weil sie eine Frau ist? Oder liegt das an seiner Einstufung als "H.O.N.K."? Zischend entgegnet sie ihm, dass sie ihm gerne zur Verfügung stehe und wie er sich diese Satisfaktion denn vorstelle? Als Antwort bekommt sie zu hören, dass dies normalerweise mittels Pankration geregelt wird. Sofort willigt Birta ein, nur um dann im nächsten Atemzug zu fragen um was es sich dabei handle. Sie erfährt, dass dies eine alte griechische Sportart sei, die eigentlich nur von Männern ausgeübt wird/wurde. Normalerweise würde sie nackt ausgeübt, jedoch dürfe sie sich ihre Blöse bedecken. Der Gewinner ist, der am Bewusstsein bleibt oder überlebt. Er würde sich jedoch Mühe geben sie nicht zu töten. Die einzigen Einschränkungen sind Angriffe gegenüber den Augen und den Genitalien. Wo sie das wohl auf die Schnelle erlernen kann? Denn sobald sie den schwangeren Bären in Bern abgeliefert hat, will sie ihre Schuld begleichen. Niemand soll sagen, dass sie sich verstecken würde.

Weilerbach Teil 1: In Deutschland schlagen die Bäume auch im Winter aus Bearbeiten

Am nächsten Morgen geht Birta früh mit ihrem vierbeinigen Begleiter spazieren. Schließlich benötigt er etwas Auslauf und auch Birta freut sich über das bisschen Bewegung. Um es ihren Mitreisenden heimzuzahlen besorgt sie beim hiesigen Konditor vier Sahnecremetorten. Schließlich verlocken diese sie immer mit derartigen Süßspeisen. Reyki hingegen bekommt ein großes Stück Rind vom Fleischer. Dieser ist in letzter Zeit zu kurz gekommen, und so will sich die Isländerin entschuldigen. Noch während sie mit den vier Torten auf dem Weg zu ihrer Unterkunft ist, wird sie von Penny angerufen. Diese will wissen, wo sich Birta aufhalte. Völlig verdutzt nennt sie ihr die Straße und daraufhin wird aufgelegt. Als Birta daraufhin zurückruft um sich zu erkundigen, was dieses seltsame Telefonat bedeuten solle erreicht sie wiederum nur Sarah Dunn. Verärgert ruft sie daraufhin bei Fenna an. Auch hier erfährt sie nichts genaueres. Im Gasthaus angekommen erhält sie wieder einen Anruf von ihrer "Chefin". Und wieder wird die selbe Frage gestellt: "Wo bist du gerade?" Nach der Antwort ist das Telefon schon tot. Nun gut, das Spiel können auch zwei spielen.

Schnell die Torten abgestellt, und hoch zum Duschen. Schließlich muss sie sich noch frisch machen, bevor es weitergeht. Als sie aus der Dusche kommt findet sie eine halbe Torte in ihrem Zimmer. Wie gemein! Warum wird ihr denn nun Torte hingestellt? Die anderen wollen wohl, dass sie fett und rund wird. Mit absoluter Selbstbeherrschung dreht sie der Torte den Rücken zu und kleidet sich an - nur um später doch ein schmales Stück abzuschneiden und zu naschen. Sie spürt förmlich wie die Pfunde sich bei ihr ansetzen. Und dann klopft es zu allem Überfluss auch noch an ihrer Tür. Fenna will reingelassen werden. Was macht die denn auf einmal hier? Das hat bestimmt etwas mit den seltsamen Telefonaten zu tun. Das restliche Stück Torte verschwindet in Birtas Mund, die daraufhin noch einmal ihr Gesicht im Spiegel kontrolliert. Gut, keine Sahnereste zu sehen. Fix wird der Teller in den Schrank gestellt und die Tür geöffnet.

Viel Zeit zur Wiedersehensbegrüßung bleibt nicht. Schnell muss gepackt werden. Zu Birtas Enttäuschung kennt auch Fenna dieses Pankration nicht. Langsam werden die möglichen Lehrer knapp. Zusammen düsen sie zum Flughafen. Während der Fahrt, und auch später noch, fühlt Penny den "Neuen" auf den Zahn. Wer sie denn seien und der restliche Krams. Birta hingegen, die es leid ist immer nur Sarah Dunn am Telefon zu haben antwortet auf die meisten Fragen nur, dass sie doch ihre Assistentin fragen soll, denn dafür hätte sie sie doch. Im Privatjet geht das Fragespiel dann weiter. Als Birta aufsteht und sich ein Getränk zu holen reagiert sie auf einen Ruf nur knapp mit "Ich bin nicht im Dienst!". Und tatsächlich, da erlaubt sich die fragende Person Birta als die Privatstewardess des Fluges benutzen zu wollen. Aber nicht mit ihr. Für sich und Fenna, die neben ihr sitzt, bringt sie je ein Getränk zurück - und eins wirft sie dem Schreihals entgegen.

Direkt nach der Landung geht es weiter. Dank des Privatjets ist das erneute Waffenbesorgen unnötig. Prakltisch so ein Flieger. Mit zwei gemieteten Autos geht es nach Weilerbach. Dort soll vor Jahrhunderten die Bärengöttin zuletzt gesehen worden sein. Sie soll einen römischen Kaufmann oder etwas in der Art beschützt haben. Na dann. Im Örtchen angekommen mieten sie sich erst einmal in der Pension ein. Die Zimmervergabe ist seltsam. Lauter Doppelzimmer und jeder soll sich einen Schlüssel nehmen. Birta geht noch mit Reyki spazieren und als sie zurückkommt schnappt sie sich einen Schlüssel. Doch bevor sie auf ihr Zimmer gehen kann, wird sie von Johannes abgepasst. Er habe ihr etwas zu zeigen. Schulterzuckend folgt sie ihm ins Zimmer. Dort erblickt sie einen großgewachsenen und dürren Geist in Gestalt eines dänischen Kriegers. Er wird als Ivar der Knochenlose vorgestellt und ist tatsächlich immateriell. Birta kann hindurchfassen. Dem zu folgen was sie verstanden hat, wurde jener Kriegshäuptling von Tyr geschickt um dessen Sohn zu leiten. Leider hat Birta Probleme sich mit der Erscheinung zu unterhalten, da sie dessen Sprache nur ableiten kann und viel raten muss. Außerdem ist der Geist eher schweigsam. Danach wird der Geist auch Delysia und Desmond vorgestellt. Danach verschwindet Birta in ihr Bett. In dem kleinen Kaff ist es schwer etwas zu unternehmen.

Morgens aufgewacht stellt Birta fest, dass sie mitten in der Nacht eine SMS erhalten hat. Johannes hat sich nachst alleine auf den Weg gemacht und sich schon einmal umgeschaut. Das was er schreibt erscheint ihr sehr seltsam und abenteuerlich. Andererseits waren die letzten Erlebnisse alle nicht ganz normal. An ihrem Zielort soll es "Kinder des Erlkönigs" geben. Diese sich bewegenden Bäume wären "feindlich". Kopfschüttelnd liest Birta dies. Ihr wird vorgeworfen nicht klar zu denken, und dann macht sich der "Vernünftigste" alleine auf den Weg. Er kann von Glück reden, dass hier keine Fenriswölfe waren. das wären nicht die ersten hier in Deutschland gewesen. Naja, wenigstens weiß sie nun, gegen was der Kampf geht. Kurz überblickt sie ihr Waffenlager: Kettenhemde, Breitschwerter, Saxe und Speere. Nicht das Ideale gegen Bäume. Beim Frühstück erzählt sie den anderen, die schon wach sind, von den Neuigkeiten und sie beschließen zusammen zum Baumarkt zu gehen. Der Polizist ist immer noch nicht da. Jedoch deckt sie die Erzählung mit Bens Traumvision. Er hatte irgendwas von Gefahr im Wald und einem unheimlichen Knarzen erzählt.

Auf ihrem Spaziergang zum Baumarkt, Birtas vierbeiniger Beschützer benötigt schließlich Auslauf, treffen sie auf Johannes. Dieser hatte den selben Gedanken und schon fleißig eingekauft. In seinem Repertoire hat er zwei Kettensägen und drei Äxte. Beim Probehalten einer dieser Äxte entscheidet Birta, dass sie selbst ihr Glück im Baumarkt versuchen will. Vielleicht gibt es ja noch größere Äxte. Aber leider wird so dort nicht fündig. Auf ihre freundliche Frage, ob sie die kleinen Äxte, die sie vorhat als Wurfäxte zu benutzen, einmal probebenutzen dürfe reagiert der Verkäufer sehr erstaunt. Und leider wird ihr ihre Bitte nicht gestattet. Naja was solls. Mit drei improvisierten Wurfäxten macht sie sich auf den Weg zurück. Desmond hat einen Sprühkanister und noch mehr mitgenommen. Keine Ahnung was er da genau hat, aber wehe ihr fallen deshalb die Haare aus.

Gegen Mittag macht sich die vereinigte Truppe auf den Weg. Auf dem Parkplatz zum Wanderweg halten sie an. Hier klärt Johannes mit einigen Familien, die zu ihrem Wanderausflug aufbrechen wollten, etwas ab. Leider versteht sie die Sprache nicht. Dann werden die Wege mit Absperrband blockiert. Das Alibi heißt "Baumfällarbeiten". Ja, das ist nicht einmal gelogen, denn dies haben sie ja schließlich vor. Sobald die Luft rein ist bewaffent sich Birta. Zu ihrer Daunenjacke-Jeans-Stiefelkombination trägt sie stilecht ein Breitschwert an der linken Seite, eine Sax an der anderen, drei Wurfäxte hinten im Gürtel, einen Speer in der linken Hand und die große Axt lässig über die rechte Schulter gelegt. Hoffentlich wird dies reichen - naja notfalles gibt es hier noch überall Keulen. Schlielich befinden sie sich im Wald. Am Zielort ist die Taktik schnell ausgearbeitet. Johannes, Birta und die Skjalmö werden sich ins Getümmel werfen, auf einem Überhang positionieren sich Delysia, Ben und Desmond, während Penny das alles aus der Entfernung mittels Feldstecher beobachtet.

Mit unheimlichen Knarzen kündigen sich die Waldschrate an. Es sind allem Anschein zwei ihrer Art. Eine erbärmliche Verteidigung. Während Birta den Speer in den Boden rammt und die Axt in ihre linke Hand wechselt hat Johannes schon seine Pistole gezückt. Treffsicher dringt die abgefeuerte Kugel in den Gegner ein. Rinde blättert ab, jedoch wird der belebte Baum nicht langsamer. Also steckt der Polizist seine Knarre wieder weg. In der Zwischenzeit hat Birta mit ihrer nun freien rechten Hand die erste Wurfaxt ergriffen und schleudert sie einem borkigen Widersacher entgegen. Dieser Wurf war gut gezielt. Der Axtkopf rotiert optimal und die Schneide dringt tief ins Holz ein und bleibt stecken. Von ihrem Erfolg angespornt folgen die nächsten beide Äxte. Bei der zweiten trifft aber leider nur der Axtkopf den Baum, so dass er ohne Erfolg abprallt, während der dritte Wurf seitlich vorbeischrammt. Dann folgt sie mit erhobener Axt Johannes, der schon kettensägenschwingend dem angeschlagenen Waldschrat entgegeneilt.

Die abgelenkten Waldschrate sind das perfekte Ziel für die Truppe auf der erhöhten Position. Molotivcocktails regnen auf den zweiten Baum hinab und entzünden sein Blätterwerk. Das lässt jener nicht auf sich sitzen und wendet sich der anderen Truppe zu. Johannes, dessen erster Hieb auch an der harten Rinde scheiterte versucht es nun anders. In der Hoffnung den ausschlagenden Ästen ein schlechteres Ziel zu bieten und zudem noch eine verwundbarere Stelle zu finden springt er kurzerhand etwas in den Baum und balanciert auf den Ästen herum. Birta hingegen vertraut ihrer Holzahmmermethode. Sie dreht die Axt herum und haut mit voller Wucht den Axtkopf auf die bereits im Stamm steckende Wurfaxt. Leider spaltet sich der Baum nicht ganz, jedoch zeigt sich schon eine deutliche Spalte. Aber auch der Waldschrat ist nicht untätig. Da Birta sich sicher war dem Baum den Todesstoß zu verpassen ist sie in ihrer Defensive etwas unaufmerksam. Als Folge schleudert sie ein mächtiger Axtschwinger durch die Luft. Kopfschüttelnd um wieder klar zu sehen steht sie auf und fasst sich an ihren schmerzenden Brustkorb. Ein paar Rippen werden mindestens angeknackt sein, wenn nicht sogar schlimmer.

In ihrem Blickwinkel sieht sie wie Delysia ihren sicheren Platz verlässt. Ohne Anlauf zu nehmen springt sie auf den Baum und wirft dabei ihre Axt. Ihr Plan geht aber nicht ganz auf, denn die Axt bleibt nicht in der dicken Rinde stecken sondern prallt ab und verschwindet im DIckicht. Aber so leicht gibt sich die Halbasiatin nicht geschlagen. Elegant landet sie im Baum, balanciert dort einen Sekundenbruchteil und ruft schon nach einer Axt. Im anderen Baum steht Johannes und säbelt mit seiner Kettensäge herum. Ob er Erfolg damit hat, weiß Birta nicht, aber eine Menge Sägespäne wirbeln herum. Grummelig stapft Birta auf den Baum zu. Wie Wasser, das ein Objekt umspült, verfärbt sich ihre Haut silbern. Mal sehen was der dämliche Baum damit anrichten kann. Demonstrativ baut sie sich vor ihm auf und brüllt ihn an, er solle sie noch einmal hauen.

Inzwischen züngeln die Flamemn in dem Baum, in dem sich Delysia befindet immer höher. Irgend jemand hat da noch mehr brennbares Material hineingeschüttet. Aber in all dem Chaos kann Birta den Brandstifter nicht ausfindig machen. Leichtfüßig springt Delysia in die Krone des anderen Waldschrates. Weniger leichtfüßig landet Ben im brennenden Baum. Als Desmond mit seinem "Pflanzentod" dem angesenkten Baum den Rest geben will, kommt es zu einer Stichflamme, die auch den Taxifahrer etwas versengt. Der andere Waldschrat hingegen nimmt Birtas Angebot dankend an und verpasst ihr eine Breitseite. Schon befindet sie sich von der Wucht des Schlages nach hinten geschleudert, als sie schon nach einem Schritt von der Luft sanft gebremst wird. Breit grinsend lässt sie ihre Axt tief in den Stamm fahren. Immer wieder schlagen sie aufeinander ein, bis der Wladschrat endlich zusammenbricht. Aber auch Birta hat Federn lassen müssen. Sie atmet schwer und hat mehrere Knochenbrüche. Doch noch ist der Kapf nicht zu Ende.

Mit einem kräftigen Ruck zieht sie an der sich noch im Stamm befindenden Wurfaxt und wirft diese mit einer fließenden Bewegung zu Delysia, die vorher laut nach einer Axt gerufen hatte. So zumindest ist der Plan. Denn nur der  Axtstil segelt zu ihrer Kampfgefährtin, die sich inzwischen wieder auf den sicheren Vorsprung überhalb des Kmapfplatzes zurückgezogen hat. Das Blatt steckt einfach zu fest im Stamm. Inzwischen wird der letzte und zudem brennende Waldschrat von allen Seiten bearbeitet. Johannes, Birta und die beiden Skjalmö bekämpfen ihn zu Fuß am Boden, während Ben in dessen Krone steckt und Desmond und Delysia ihn von oben bearbeiten. Doch die Brandbomben, Molotovcocktails und sonstigen entflammbaren Flüssigkeiten sind nicht nur für den Baum eine Gefahr. Der deutsche Polizist wälzt sich zwischendurch im Schnee um das Feuer loszuwerden, Birta muss ihre glimmende Wollmütze wegwerfen und Ben fällt verbrannt aus dem Baum. Daraufhin sucht er bei Penny Gesellschaft und bleibt in der Ferne und in Sicherheit. Dass er sich noch auf den Beinen hält grenzt an ein Wunder.

Während der Kampf seinen Höhepunkt erreicht greift Delysia nach ihrem Handy. Sie ruft ihren Bekannten Jake an und erkundigt sich bei ihm, ob er etwas von "einem toten oder noch brennenden Waldschrat" gebrauchen kann. Sie scheint ein großes Vertrauen in den Ausgang des Kampfes zu haben. Aber den hat nicht nur sie, denn auch Birta hegt daran keinen Zweifel. Sie ist zu stur um überhaupt daran zu denken, dass sie unterlegen könnten. Sie mögen angeschlagen sein, doch noch lange nicht geschlagen. Unzählige Treffer muss der Baum erleiden, und das nicht nur von Birta. Als der Wladschrat zu einem mächtigen Hieb nach ihr ausholt sieht sie ihre Chance. Sie zapft ihre letzten Kraftreserven an und springt dem nach vorneschnellenden Ast entgegen. Mit aller Wucht, die sie aus ihren schmerzenden Muskeln noch hervorbringen kann katapultiert sie die Axt nach vorne. Die Schneide säbelt durch den Ast und versinkt tief im Baumstamm. Dieser knarzt, gibt ein reißendes Geräusch von sich und der Waldschrat kippt nach vorne über zu Boden. Dort befindet sich Birta, aber im Gegensatz zu allen anderen sieht sie es nicht ein zur Seite zu weichen. Zu groß ist das Hochgefühl, welches in ihr pulsiert. Mit einem Schrei "Baum fällt" wappnet sie sich dem Aufschlag. Ihre dünnen Ärmchen sind zum Bersten angespannt, als sie den Stamm abfängt. Die Wucht und Masse zwingt sie in die Knie. Mit gefletschten Zähnen, hervortretenden Adern und hochrotem Kopf stemmt sie das nun tote Holz in die Höhe um es an die Wand zu werfen. Immerhin gelingt es ihr dabei sich nicht selbst zu begraben.

Schwer schnaufend sammelt sie ihre Siegestrophäe ein - den abgetrennten Ast des letzten Waldschrates. Johannes selbst entscheidet, dass er lieber einen Harzklumpen als Erinnerungsstück sein eigen nennen möchte. Dass die beiden Waldschrate einmal belebtes Holz waren, ist nicht mehr zu erkennen. Sie sehen nun wie schwer mitgenommene und diletantisch gefällte Baume aus. Hinter der Inschrift ist nun aber eine Höhle sichtbar. Und als die Gruppe diese betretet findet sie eine schlummernde, dunkelhaarige und nackte Schönheit. Diese "Menschenfrau" scheint die schlafende Artio zu sein. Der erste Schritt der Prophezeiung ist vollzogen.

Bern Teil 1: Nichts geht über Bärenmarke... - "Die erste Regel des Fight Clubs..." Bearbeiten

Doch so einfach wie erhofft ist es leider nicht. Unser "Zuchthengst" Ben ist zu erschöpft. Die anderen Vertreter des sogenannten Geschlechtes werden von der wunderschönen Artio nicht gedulded. Sie geht sogar so weit, dass sie die Männer mit einem kräftigen wenn auch müden Schwinder vertreibt. Zumindest wenn man durch die Luft segeln lassen mit vertreiben vergleichen kann. Da es aber irgendwie unsinnig wäre sie hier liegen zu lassen, lässt sich Birta kurzerhand überreden sie aufzuheben und ins Gasthaus zu bringen. Dort legt sie die Bärengöttin in ihr Bett und deckt sie zu. Nur weil sie geschwängert werden muss, heißt das nicht, dass sie zur ständigen Fleischbeschau der Männer herhalten muss.

Svanhildur meint es mit dem kreolischen Taxifahrer zu gut. Sie flößt ihm etwas von dessen leckerem Met ein. Ja, dem Göttermet. Somit ist für alle Anwesenden klar, dass der geplante Samenspender nicht rechtzeitig das Bewusstsein zurückgewinnen wird. Nun muss Ersatz her. Johannes lehnt sofort ab. Zu tief scheint noch der Schmerz über den Verlust seiner Verlobten zu sein. Also muss Desmond, ob er will oder nicht, in die Bresche springen. Warum sich alle so zieren, kann Birta nicht verstehen. Artio ist eine wahre Schönheit, dafür kann man einige Blesuren doch in Kauf nehmen. Der Ire versucht wiederholt der bärischen Schönheit näher zu kommen. Doch sein Erfolg, beziehungsweise eher das Ausbleiben eben jenes, ist ernüchternd. Den einzigen Eindruck, den er hinterlässt, sind Dellen in der Wand.

Um den Aufforderungen und Vorschägen der anderen zu entgehen ist Birta in nächster Zeit oft mit Reyki unterwegs. Falls es ihren vierbeienigen Freund wundert, so äußert er sich zumindest nicht verwirrt sondern genießt das Spazieren. Um sich die Zeit zu vertreiben lässt sie sich sogar überreden mit Johannes zu trainieren. Aufgrund ihrer Verletzung hält sie sich sogar zurück und schlägt nicht wie gewohnt wild herum. Schließlich soll es nicht auffallen, dass sie immer noch Schmerzen leidet. Während der Wartezeit, Desmond besorgt falsche Papiere für Artio, bestellt sich Birta drei Wurfäxte von dem schwedischen Schmied Granför Bruk. Und mit breitem Grinsen "verklickt" sie sich beim Bestellen eines Bärenkostüms. Die Deutschen haben da eine lustig aussehenden Bären einer Kondensmilchfirma. Die Lieferadresse ist das von Johannes gemietete Ferienhaus unweit von Bern. Zwei Tage später bricht die Truppe endlich auf. Birtas Wunden sind kuriert und Artio passt zum Glück in Birtas Kleidungsstücke. Nach einer ereignislosen Fahrt erreichen sie eben jenes Häuschen. Der nächste Schritt ist getan.

Abends geht es auf die Piste. Jedoch nicht auf die Skipiste sondern ins Berner Nachtleben. Nebenbei wird auch der Eingang der Höhle gesucht. Eine schwere Eisentür versperrt den Eingang. Aber allem Anschein ist sie nicht einbruchssicher, sondern soll primär verhindern, dass ein paar Taugenichtse dort hineinstolpern. Der einzige Nachteil ist, dass sich dies mitten in der Innenstadt befindet. Aber ein bischen Aufmerksamkeit hat noch nie geschadet. Spät in der Nacht kehren die Partymenschen ins abseits gelegene Ferienhäuschen ein. Die Nacht währt nicht lange, denn früh am nächsten Morgen klingelt es an der Tür. Etwas verschlafen und im Pyjama tappst Birta an die Eingangstür und erblickt den Paketboten. Ein leicht hytserischer Freudenschrei, der nur zum Teil gespielt ist, hallt durch das Haus. Ihr Äxte sind da und, noch viel wichtiger, das Bärenkostum. Sie umarmt den verdutzten Paketboten, entreißt ihm die Pakete, gibt ihm einen Abschiedskuss und schlägt mit ihrer Verse die Tür vor dessen Nase zu. Breit grinsend überreicht sie Desmond das für ihn bestimmte Paket.

Ohne viel Gegenwehr zieht jener die Verkleidung an. Es fällt Birta schwer nicht laut loszulachen. Er sieht einfach urkomisch aus und trägt zudem noch die Milchkaraffe samt etwas Milch. Pennys kritischem Blick fällt sofort das Wesentliche ins Auge. Also schnappt sie sich eine Schere und schneidet in der Leistengegend ein Loch hinein. Ein geschlechtsloser Bär kann sich schließlich nicht paaren. Vorsichtig nähert sich der Plüschbär der schlafenden Artio. Seiner Berührung folgt dieses Mal aber nicht ein Schwinger. Nun wird Desmond sofort ergriffen und in eine feste Umarmung gezwungen. Diese ist jedoch so stark, dass er sich da kaum bewegen kann. Von dem Vollzug des Geschlechtsakt ist er damit immer noch einen weiten Schritt entfernt. Die einzige Möglichkeit sich zu bewegen ergibt sich nur wenn er den Kopf absetzt. Dann scheint Artio ihn sofort als Nichtbären zu erkennen und schleudert ihn durch die Luft. Da dies also noch eine Zeit lang dauern wird und Birta nicht gerade zu den Voyeuren gehört geht sie raus. Zudem kann sie dann endlich ihre neuen Wurfäxte testen. Johannes folgt ihr und erbittet eine grundlegende Erklärung in der Benutzung dieser Waffen. Warum auch nicht. Viel weiß sie zwar nicht, aber sie zeigt ihm, wie sie vorgeht.

Doch seine Neugierde ist damit noch lange nicht gestillt. Er erkundigt sich bei ihr über Waffen, ob es stimme, dass Waffen besonders sind, sobald sie einen Namen haben. Birta ist hier jedoch komplett überfordert. Waffen mit einem eigenen Namen? Das klingt in ihren Ohren seltsam. Das sind doch keine Persönlichkeiten wie zum Beispiel ihr treuer Reyki. Sie schlägt ihm vor Brokk zu fragen. Da er ihn jedoch nicht erreichen kann, ruft sie den Zwergen kurzerhand an und verbindet ihn an den Polizisten. hierbei erfährt sie nebenbei, dass die kleinen bärtigen Meisterschmiede und Bergleute aus dem "Geschenk" Zahn des Kindes des Zipocna für sie einen Dolch hergestellt haben. Gerührt nimmt sie sich vor bei den kleinen trinkfesten Freunden vorbeizukommen. Danach gehen Johannes, Delysia und Birta noch etwas Skifahren. Schließlich tut sich in der Hütte noch nichts.

Der aufgrund des Misserfolges nachdenkliche Johannes holt sich bei einem französischen Kollegen Informationen ein. Ihm zufolge wird eine Höhle benötigt. Also erkundigt sich der Deutsche nach umliegenden Höhlen. Jedoch stellt sich zwei Tage später heraus, dass es mit dieser Theorie nicht funktioniert. Nach dem altbewährten Try-And-Error-Prinzip wird nun in der Nacht die "Berner" Höhle aufgesucht. Und tatsächlich scheint es zu funktionieren. Die sonst so schläfrige Artio schlägt die Augen auf und führt den im Bärenkostüm steckenden Desmond tiefer in die Dunkelheit. Birta hält mit Johannes vor dem Eingang Schmiere. Nicht dass ahnungslose Feiernde in das tierische Ritual reinplatzen. Einige Zeit später kommt ein zufriedener Ire heraus und teilt mit, dass nun alles erledigt sei.

Damit ist nun der Auftrag erledigt, die Schriftrolle bleibt stumm und alles scheint ruhig. Der richtige Zeitpunkt um Herakles anzurufen, da sie ihr Versprechen halten will. Schließlich soll er sie nicht als eine wortbrüchige HONK halten. Hierbei erlebt sie jedoch eine unangenehme Überraschung. Statt eines Kampfes unter vier Augen oder in kleinem Kreise will der griechische Muskelmann ein Spektakel daraus machen. Da muss Birta nun aber schon schlucken. Er will ein "Olympia"-Stadion füllen. Da sie den Ort auswählen darf, entscheidet sie sich für das altertümliche Stadion und nicht das moderne. Hier hofft sie, dass weniger Besucher kommen und wenn schon welche kommen, dann bitte "besondere" Gäste und nicht normale Menschen. Am Schluss würde das noch ihre Mutter erfahren. Was sie davon halten würde, wenn Birta halbnackt und eingeölt zur Belustigung von Zehntausenden von Zuschauern kämpft kann sie sich gut vorstellen. Nicht gerade viel. Sichtlich niedergeschlagen teilt sie ihren Bekannten diese Neuigkeit mit. Diese sehen auf der Reise nach Griechenland eine grübelnde und in sich gekehrte Birta. Noch vor der Abreise betet sie zu ihrem Vater Thor. Es ist nicht Beistand oder einen Ratschlag den sie erhofft. Es ist eher als "Telefonat" gemeint. Wenn er über drei Ecken davon erfährt wird es ihn wohl auch enttäuschen.

In den Katakomben des "alten" Olympiastadions lässt sich Birta von ihrer "Sekundandin" und besten Freundin Fenna einölen. Danach schlüpft sie in ihr Kampfdress. Zum Glück hat Herakles ihr zugestanden, dass sie sich ihre Blöse bedecken darf. Ihre schwarzen Hotpants werden von einem rosa-pinken Tanktop komplettiert. Dann läuft sie durch den dunklen Gang zum Eingang des Stadions. Als sie ins Licht tritt trifft sie beinahe der Schlag. Die Veranstaltung scheint Gefallen zu finden, denn es ist kaum ein freier Platz zu finden. Und dann sind noch einige eindrucksvolle Männer und Frauen in alten griechischen Togas zu sehen. Es sind Götter anwesend!

Nach einem kurzen Durchatmen macht Birta das Beste daraus. Sie nutzt ihr übernatürliche Kräfte um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen und stolziert in die Mitte. Ihre Unsicherheit verbergt sie hinter einem strahlenden Lächeln, welches sogar noch an Intensität gewinnt, als sie ihren Vater erblickt. Höchst erfreut winkt sie ihm zu. Trotz all des Kämpfens und anderen Verpflichtungen, die er hat, hat er es geschafft hier aufzutauchen. Es scheint ihm viel an ihr zu liegen. Dies stärkt sie nur noch mehr in ihrer Entschlossenheit alles zu geben. Ihn möchte sie nicht enttäuschen. Er soll stolz auf sie sein.

Wenn der Applaus schon nicht leise war, als Birta eingetreten ist, so wird er nun wahrlich ohrenbetäubend. Der Titelverteidiger betritt nackt und eingeölt das Stadion. Ohne Kleidung wirkt er noch eindrucksvoller, da nun all seine Muskelpakete zu sehen sind. Er spielt förmlich mit dem Publikum und heizt die Menge an. Dann meldet sich der Schiedsrichter Argus zu Wort. Doch was er genau verlauten lässt bekommt Birta nicht mit. Ob dies an einer womöglichen fremden Sprache liegt kann sie nicht sagen, denn sie befindet sich in einem Tunnelblick. Einerseits kann sie nicht die Augen von dem gutaussehenden Gegner lassen und andererseits stählt sie sich mental auf das vor ihr liegende. Sie imitiert einfach Herakles Bewegungen und hofft damit dem Protokol genüge zu tun.

Nach einem kurzen Umkreisen bewegt sich Herakles blitzschnell auf Birta zu. Mit einem geschickten Fußfeger schickt er sie dann auch sofort in den Sand. Aber statt nachzusetzen nimmt er sich die Zeit um sich vor dem Publikum und auch vor seiner Gegnerin zu verbeugen. Er scheint dies richtig zu genießen. Mit knrischenden Zähen steht Birta auf und versucht sich den Sand und Staub von ihrem eingeöltem Körper zu entfernen. Dies hat eher weniger Erfolg. Jedoch hätte ihre nächste Aktion das Saubern eh wieder ruiniert. Denn ürplötzlich springt sie nach vorne, duckt sich im letzten Moment und rutscht zwischen Herakles Beinen hindurch. Währenddessen verhakt sie sich in dessem Bein und zieht mit aller Kraft daran. Dadurch aus der Balance gebracht landet der Altgrieche nach einem Rittberger im Sand. Nun ist es an Birtas Reihe zu spotten. Auch sie winkt dem Publikum zu und verbeugt sich vor Herakles. Dieser steht nun auf und tobt sichtlich.

Nun sucht er den Infight. Es kommt zu einem Gerangel, welches dazu führt, dass er Birta in einem Ringegrgriff hält. Noch während sie versucht sich daraus zu befreien wird sie kerzengerade in die Luft gestemmt. Doch kaum hat sie einigermaßen wieder die Orientierung gefunden lässt er sich nach hinten fallen, so dass sie mit dem Rücken in den Arenaboden kracht. Doch so leicht gibt sich Birta nicht geschlagen. Was er mit bloser Muskelkraft schafft, will sie mit Finesse ausgleichen. Wagemutig springt sie ihn an, schlingt ihre Beine um sein Genick und rollt sich von ihm weg ab. Durch diese Hebelwirkung ist es ihr tatsächlich möglich, die sonst so standfeste Legende wegzuschleudern. Anscheinend ist er von dieser Aktion überrascht, denn er rollt sich nicht elegant ab sondern poltert auch durch den Sand. Doch bleibt der Isländerin nicht viel Zeit zur Freude. Schon ist sie schon wieder in Bedrängnis. Herakles schnappt sie sich und dreht sich schnell im Kreis. Immer schneller wird diese Kreiselbewegung, so dass es Birta unmöglich ist die Orientierung zu behalten. Schließlich lässt er sie los und lässt sie davon fliegen. Während dies geschieht vernimmt sie durch das Pochen den Blutes in ihren Ohren noch das Reissen von Stoff. Als sie sich vom Aufschlag benommen aufrappelt und die Bewegung der Welt anzuhalten versucht, erkennt sie auch was vorgefallen ist. Übertrieben überrascht hält der Altgrieche einen pink-rosa Stoffetzen in der Hand, während er einen Moment danach die Hand vor Augen hebt..

Selbst ohne das Gejohle des Publikums wäre ihr sofort klar geworden, dass sie nun oben ohne vor Zehntausenden von Zuschauern steht. Nur schwer kann sie ihren ersten Reflex, ihre Brüste zu bedecken, zurückhalten. Darüber würde er sich, und auch der Rest des Stadions, nur noch mehr amüssieren. Sie fühlt jedoch die Wärme der Scham in ihren Kopf hochsteigen. Sie kann nur hoffen, dass der Rest ihren roten Kopf als Anstrengung ansieht. Durch diese Aktion ist der letzte Rest von Vorsicht aus Birtas Kopf verschwunden. Wie ein wütender Stier stürmt sie auf ihren Gegner zu. Ihren Oberkörper nach vorne gebeugt rammt sie Herakles ihre Schulter in den Magen und springt danach mit ihm gute zwanzig bis dreißig Meter in die Höhe. Aufgrund seiner fehlenden Sicht scheint er desorientiert zu sein, so dass es Birta gelingt beim Herabfallen ihn zwischen sich und den Boden zu bringen. Nach dem harten Aufprall taumeln beide erst einmal etwas benommen auseinander.

Nun zeigt der Schutzgott des Pankrations wieder, das er viele Jahre Übung im Ringen hab. Blitzschnell greift er sie und das Gerangel führt zu einem Würgegriff. Birta hat keine Chance dies zu verhindern. Nun steht er hinter ihr und schnürt ihr die Luft ab. Voller Wucht schlägt sie ihm mit dem Ellenbogen in den Magen. Erst ein Mal, dann noch einmal, doch der Griff wird nicht lockerer. Jedoch hat sie bei jedem Hieb ihren Gegner etwas vom Boden angehoben. Beim dritten Schlag macht sie sich kurz klein und springt ihn dann mit voller Wucht an. Auf dem Weg ihn die Höhe bemerkt sie, dass der Druck um ihren Hals abgenommen hat. Von oben bemerkt sie, dass ihre Flugbahn sie glücklichweise auf ihren Gegner führt. Mit angewinkeltem Knie und Faust voraus schlägt sie in ihn ein.

Doch so leicht ist Herakles nicht zu schlagen. Er steht auf und nähert sich Birta mit einem vielsagendem Blick auf ihre Hotpants. Wenn er die haben will, dann muss er sich aber ins Zeug legen, ist der einzige Gedanke, der sie erfüllt. In seinen, wie von ihr vermuteten, niedrig geführten Angriff springt sie mit angewinkeltem Knie vorraus hinein. Aber dieses Mal hat dies keine große Wirkung. Sie prallt an seiner Schulter ab und wird in die Luft geschleudert. Noch während sie sich darüber wundert, springt Herakles hinterher und rammt sie von oben in den Boden. Kurz vor dem Aufprall schafft es Birta noch ihre Haut mit der silberglänzenden Schutzschicht zu überziehen. Somit schlägt sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Einerseits verhindert sie so größere Verletzungen, die sie bei all dem Adrenalin in ihrem Körper eh nicht wahr nehmen würde, und andererseits fühlt sie sich damit nicht mehr ganz so nackt. Doch kurz danach befindet sie sich wieder in der Luft. Doch dieses Mal führt sie ihre Flugbahn nicht nach oben sondern horizontal auf eine Wand zu. Geistesgegenwärtig schafft es Birta noch sich im Flug zu drehen und sich mit ihren Beinen an der Wand abzufangen. Wie eine Feder zieht sie sich zusammen und drückt sich dann mit aller Macht ab und zielt auf ihren Gegner zu. Dieser pflückt sie aber aus der Luft, hebt sie wieder kerzengrade in die Höhe und lässt sie dann mit ihrem Rücken in den Boden einschlagen.

Aber auch Birta ist noch nicht am Ende ihrer Kräfte. Wild stürmt sie auf ihn zu und springt ihn an. Mit ihren Beinen und Armen umklammert sie seinen Körper und gibt ihm einen Headbutt, der dafür Sorge trägt, dass sie ein Klingeln in den Ohren hat. Benommen schüttelt sie ihren Kopf um wieder klar sehen zu können. Herakles selbst steht einige Meter vor ihr entfernt. Auch ihn scheint dieser Angriff nicht gänzlich kalt gelassen zu haben, hat er doch ein feines Blutgerinsel an seiner Stirn. Zwar schließt sich diese Wunde schnell wieder, aber zeigt dies, dass er nicht unbesiegbar ist. Neuer Mut und neuer Kraft fließt durch Birtas Körper. Als sei dieser Zusammenstoß ein geheimes Zeichen gewesen steigert sich die Intensität und Brutalität des Kampfes. Herakles nimmt Birta erneut in den Schwitzkasten. Doch all das Zerren an seinen Armen bewirkt nichts. Es ist so, als sei sie in einem göttlichen Schraubstock gefangen. Auch Herauswinden klappt, trotz all dem Öl, nicht. Also greift Birta zu einer anderen Taktik. Sie zwickt ihn mit aller Kraft, die sie noch aufbringen kann in den Hintern. Voller Überraschung lässt er locker, so dass sie sich von ihm wegstoßen kann. Wütend gestikuliert er in Birtas Richtung. Sie seinerseits zeigt ihm mit Gesten, dass er nicht heulen soll und zuckt übertrieben lässig mit den Schultern.

Mit einer schnellen Bewegung steht der Titelverteidiger vor ihr. Schnelle Schläge prasseln nur so auf sie ein. Sie weiß gar nicht wie ihr geschieht und kurzzeitig wird ihre Umgebung schwarz. Als sie in der Wand einschlägt kommt sie wieder zu sich. Angeschlagen steht Birta wieder auf und pumpt ein paar Mal Luft in ihre Lungen. Dann stürmt sie ihrerseits auf ihn zu und prügelt voller Wildheit auf ihn ein. Zwar fliegt er nicht bis zur gegenüberliegenden Wand, aber immerhin schafft sie es damit ihn zu Boden zu werfen. Doch lange bleibt er nicht liegen. Er steht auf und bedeutet Birta ihn anzugreifen. Sie dreht hierbei den Spieß um und zeigt an, dass er doch angreifen solle. Es kommt wieder zu einem Gerangel. Als Ausgang hält Herakles Birta wieder in einem Schwitzkasten. Doch Birtas verblieben Kraft reicht nicht aus, um aus diesem Griff herauszukommen. Ihre Luft wird immer knapper. Sie geht zuerst in die Knie bis ihr dann endgültig die Lichter ausgehen. Es wird schwarz um sie herum.

Als sie wieder ihre Umgebung wahrnehmen kann spürt sie zuallererst Schmerzen am ganzen Körper. Sie scheint in ihrer Umkleidekabine zu sein. Den Aussagen der anderen zufolge scheint sie von Jack verarztet worden zu sein. Aufgrund den Äußerungen von Penny hat sie Angst um ihr Gesicht. Angeblich sei es ruiniert. Jedoch zeigt ein Blick in den Spiegel zwar ein geschwollenes aber nicht ruiniertes Gesicht. Von Desmond erhält sie eine Kamera. Jener hat das komplette Spektakel aufgenommen. So hat sie auch etwas davon. Auf dem Video hat Herakles jedoch das Aussehen von Kevin Sorbo. Auch Thor hat die Gestalt von Chris Hemsworth angenommen.

Um die Schmerzen und den Rest des klebrigen Gefühls an ihrem Körper loszuwerden duscht Birta heiß. Sie findet es sehr erstaunlich, dass ein so altes Stadion fleißendes warmes Wasser hat. Als sie aus dem Duschraum geht, weiß sie auch warum das so ist. Eine Nixe oder Nymphe hat als Dusche hergehalten. Ungläubig legt sie sich ihren Bademantel an. Nun möchte sie Herakles zu seinem Sieg gratulieren. Also geht sie zu dessen Umbkleidekabine. Dort findet sie ihn in einem Whirlpool. SIe gratuliert ihm kurz und überlegt schmunzelnd, ob die sprudelnde Badewanne auch von des Wasserwesen betrieben wird. Und tatsächlich sie sie später auch zwei jener Geschöpfe aus Herakles Kabine gehen.

Frisch geduscht und angezogen macht sie sich dann auf den Weg in die Arena. Irgendwo dort müssen ja die anderen sein. Und vielleicht findet sie sogar ihren Vater. Letzterer ist aber leider schon weg. Auf dem Weg zu Desmond und Delysia begleitet sie Applaus von den Rängen. Dies nimmt sie überrasht und erleichtert wahr. Keine Schmährufe oder Häme kommt ihr zu Ohren. Das ist die Schmerzen wert gewesen.Der Ire zeigt auf eine rothaarige Schönheit, die sich gerade im Gespräch mit anderen Personen befindet. Sie sei seine Mutter und er solle ein Gruß von ihr ausrichten.

Wenn Birtas Applaus schon herzlich war, so ist das nicht zu vergleichen mit dem Spektakel was folgt. Als Herakles eintritt bebt das Stadion. Einen kurzen Moment nimmt er dies dankend an, dann tritt er zu Birta und hebt deren Arm in die Höhe. Und wieder steigt der Applaus an. Birta schießt aus Verlegenheit und Freude zugleich das Blut in den Kopf. Schnell werden sich Herakles, DelysiaDesmond und Birta einig. Sie wollen das Angebot annehmen und beim Griechen trainieren. Zuvor müssen sie aber bei ihrem japanischen Lehrmeister Sojobo Bescheid geben. Also fliegen sie fix nach Japan. Jener scheint in keinster Weise enttäuscht zu sein. Schließlich versprechene sie ihm doch alle, dass sie zu ihrem Wort stehen werden und beim Krieg helfen, sollte er nach ihnen rufen. Nun steht einem Flug nach Bern und dem dazugehörigen Wellness-Urlaub nichts mehr im Wege.

Hels Totenreich Teil 1: Naströnd - Kein Badestrand zum Weiterempfehlen Bearbeiten

Um sich von der Niederlage gegen Herakles zu erholen, wird ein mehrtägiger Wellness-Aufenthalt in den schweizer Alpen durchgeführt. Dort haben sie ihre wohlverdiente Ruhe. Zu diesem exklusiven Ort kommt man nur per Gondel. Und Birta fühlt sich hier sofort wohl. Relaxen, Schönheitsmasken, Masagen, Duftöle und viele neidische Blicke anderer Frauen tun ihr gut. Dementsprechend ist sie ausgelassen und für einen von Delysia vorgeschlagenen Scherz nicht abgeneigt. Die Leidtragende hierbei ist Penny. Nichtsahnend wird die schlafende Frau mitsamt ihres Liegestuhls ins Eiswasser getragen. Bei dem darauffolgenden Geschrei könnte man meinen, dass jemand am Sterben ist. Es ist doch einfach wunderbar, wenn man Zeit für Blödsinn hat!

Doch dann muss Birta fliehen. Nicht dass sie Angst vor Vergeltung hat. Nein, nun ist sie das Ziel von Spott und Scherzen. Delysia greift zu ihrer beliebten Allzweckwaffe: Sahnetorten. Birta hat das Gefühl, dass sie selbst schon allein beim Gedanken an diese cremigen Leckereien zunimmt, während die Halbasiatin bei jeder Gelegenheit diese Süßigkeiten verschlingt. Also packt sie ihren treuen Begleiter Reyki und macht sich auf einen ausgiebigen Spaziergang. Aber so ganz einfach entkommt sie dem Hohn nicht. Immer wieder erreichen sie Bilder von Torten per SMS. Wo ist das Funkloch, wenn man es einmal benötigt? Delysia steckt sich bestimmt regelmäßig den Finger in den Hals! Bei der Größe und dem Lebenswandel so schlank zu sein, das geht nicht mit rechten Dingen zu. Als Gipfel des Eisberges erhält sie sogar von Penny ein Bild. Es handelt sich hierbei um eine Tattoowierung welche natürlich eine Torte darstellt. Birta könnte vor Frust weinen. Bei der nächsten SMS ist sie schon kurz davor ihr Handy wegzuwerfen. Nun schreibt ihr auch noch Johannes. Wehe der beteiligt sich auch noch daran! Aber nein, er fragt an ob er sie in ein dänisches Restaurant ausführen kann. Natürlich sagen sie und Svanhildur, welche sie auf dem Spaziergang begleitet, sofort zu. Im Wellnesshotel angekommen macht sich Birta schick: Kosmetikerin, Friseur, das komplette Paket. Dem Trio schließt sich nur noch Ben an.

Beim Essen kommt Johannes auf den wahren Grund der Einladung zu sprechen: Er will in das Totenreich gehen um seine Verlobte zu erlösen oder herauszuholen. Laut seinen Informationen, die er von dem Eichhörnchen Ratatösk und auch von Penny hat, gäbe es in Berlin ein Eingang. Birta ist sofort Feuer und Flamme. Die Liebe des Lebens aus den Klauen des Todes zu retten. Was gibt es schon romantischeres? Zudem ist der Polizist oftmals ziemlich ungeschickt und sie hat dessen Vater Tyr und ihrem Großvater Odin versprochen auf ihn achtzugeben bzw. nett zu ihm zu sein. Und dies sind Versprechen, die sie nicht so einfach ignorieren kann. Mit ihrer Freundin Svanhildur berät sie sich auf dem WC. Sie stellt ihr frei nicht mitzukommen. Jedoch hat die gemütliche Riesin keinerlei Sorge. Schließlich sei sie schon einmal gestorben. Wo soll hier schon ein Problem sein? Schnell telefoniert sie noch mit Delysia um ihr dies mitzuteilen. Jedoch ist es am anderen Ende der Leitung recht laut. Deshalb ist sie nicht sicher, ob sie alles verstanden hat. Passenderweise erkundigt sich die halbasiatische Griechin, ob Birta nicht auch eine Karte für die Berlinale möchte. Warum eigentlich nicht?

Nach dem gemütlichen Abendessen besucht Birta ihre beste Freundin. Eigentlich ist Fenna totmüde. Doch als sie von Birtas guten Neuigkeiten hört ist sie schlagartig wach. Die anwesende Penny hingegen findet es sehr interessant. Wann hat sie den schon einmal die Gelegenheit ein anderes Totenreich zu besuchen und mit ihrem zu vergleichen? Wohlwissend, dass damit noch nicht alles geklärt ist, geht Birta in ihr Zimmer. Und tatsächlich: Keine zwei Minuten später befindet sich eine fluchende und recht aufgebrachte Skjalmö in ihrem Zimmer. Sie spricht von Dummheit, nennt Birta ein Idiotin und droht ihr mit allem was ihr einfällt. Als Birta nicht nachgiebt stellt sie klar, dass sie nicht ohne Begleitung dort hin gehen wird. Fenna wird weiterhin ihre Pflicht erfüllen, auch wenn ihre zu beschützende Person ein dummes kleines Kind sei.

Da Birta vor der Reise, diese soll noch ein paar Tage dauern, den Zwergen einen Besuch abstatten möchte ruft sie noch abends in München an und bestellt vier große Fässer Eichbaum. Schließlich haben die Amerikaner kein anständiges Bier und die Zwerge scheinen dieses nach eigenen Aussagen zu mögen. Und mit dem Beichtstuhl, der in einer münchener Lagerhalle herumsteht sind sie viel schneller in Amerika. So umgeht man die Einreisebestimmungen für verderbliche Güter und einen langen und langweiligen Flug mit zweitklassigen Flugbegleiterinnen. Beim Frühstück trägt Johannes sein Anliegen vor. Neben der romantisch veranlagten Birta und den zwei pflichtbewussten Skjalmö sagen noch der neugierige Ben und eine nonchalante Penny zu. Hannah soll sich in Nifelhel aufhalten. Hier seien nur "besondere" Verstorbene untergebracht. Birta versteht zwar nicht was an Hannah so besonders sein soll, mal ehrlich, so toll sah sie nun auch wieder nicht aus, aber schließlich kannte sie diese ja auch nicht wirklich. Und vielleicht ist sie dort sogar nur als Druckmittel oder Pfand untergebracht? Ein Grund mehr auf den Deutschen acht zu geben. Delysia ist hier eher zurückhaltend. Sie scheint dies alles eher ablehnend zu betrachten. Desmond ist grundlegend dagegen. Er sieht keinerlei funktionierenden Plan. Es kommt ihm alles wahnwitzig vor. Um zu schlichten schlägt Birta vor, dass die Gruppe bei den Zwergen nach Rat fragen soll während sich Johannes bei der Seherin in Island informieren soll. Dem stimmen dann schließlich sogar die Skeptiker zu.

Mit Bier und Schnapps bewaffnet stiegen sie dann in den Beichtstuhl. Und tatsächlich kommen sie in Naströnd wieder raus. Jedoch nicht in dem amerikanischen Wunschgebiet sondern dem mythologischen. Warum ausgerechnet jetzt? Sie hat doch extra zu ihrem Vater gebetet nach Minesota zu gelangen. Stattdessen sind sie in einem Astloch des Weltenbaum Yggdrassils. Immer wieder nehmen sie die Erschütterungen des Baumes wahr, wenn Nidhöggr sich an ihm zu schaffen macht. Als das Boteneichhörnchen Ratatösk der giftigen Riesenschlange etwas ins Ohr flüstert rast er sogar noch mehr. Falls er den Baum entwurzeln kann, fehlt hier nicht mehr viel. Da hier kein Handynetz funktioniert, bittet die Gruppe das Eichhörnchen darum Johannes von ihrem Aufenthaltsort zu erzählen. Während die Gruppe den Wasserfall betrachtet, den der Polizist herunterstürzen soll, ist genug Zeit dem Treiben von Nidhöggr zuzuschauen. Er kaut auf Leichen herum, knabbert an dem regenerierenden Weltenbaum Rinde ab und wirft sich immer wieder dagegen. Echt eine miserable Gegend. Als dann endlich eine Gestalt den Wasserfall herunterstürzt schwingt sich Birta auf ihren wachsenden Hund und fliegt ihm in die Tiefe hinterher. Mit einem schnellen Griff fischt sie ihn aus dem ätzenden Wasser und fliegt wieder zu den anderen nach oben.

Doch wie kommen sie nun an Nidhöggr vorbei? Gewalt, Birtas bevorzugte Taktik, wird hier nicht funktionieren. Also kommt Heimlichkeit zum tragen. Vorsichtig klettern sie den Baum entlang. Als der Riesenwurm etwas wahrzunehmen scheint fliegen erst eine Münze und dann ein ganzes Bierfass herunter. Dies scheint zu funktionieren, denn tatsächlich schaffen sie es unten anzukommen ohne gefressen zu werden. Nun müssen sie nur noch den Fluß entlang. Hier gibt es zwei Möglichkeiten: Den Strand entlang, in der Hoffnung von Nidhöggr unbemerkt zu bleiben oder im Wasser treibend. Birta gibt Reyki den Auftrag sie an die Flußgabelung zu fliegen. Sie selbst bildet den Abschluss und lässt sich im Säurewasser treiben. Zur Sicherheit lässt sie ihre Haut von dem silbernen Schutzfilm überziehen. Doch alles geht gut. Triefendnass steigt sie aus dem Wasser. Die Säure scheint nur Schmerzen zu verursachen. Selbst die Ausrüstung hat keine körperlichen Schäden abbekommen. Als sie sich nun umblickt sieht sie geisterhafte Gestalten herumwandeln. Da es sich hierbei auch um tote Riesen handelt, die von einem Hammer in ihren jetzigen Zustand befördert wurden versteckt sie sicherheitshalber ihren Anhänger. Sie möchte nicht, dass ihr gerechtfertigter Stolz das Stolperbein bei dieser Aktion ist. Johannes bietet noch einmal die weiße Kleidung an. Doch immer noch sieht sie es nicht ein sich als Kinder oder ähnliches von Baldur auszugeben.

Kaum machen Sie ein paar Schritte, da hört sie schon die Stimme von Prometheus und ihrer Mutter. Beim ersten Erklingen der Stimme hinter sich will sie schon nach hinten schauen. Aber in der Hälfte hält sie inne. Es heißt man dürfe nicht zurückblicken. Was für ein gemeiner Trick ist das denn?! Und selbst Ohropax hilft nicht. Angestrengt ignoriert sie ihre tadelnde Mutter und den warnend klingenden Feuertitan. Und nach endlosen Minuten kommen sie endlich zur Knochenbrücke. Und tatsächlich steht dort die wachende Riesin Modgut. Birta mag nicht das größte Wissen haben, aber ihr ist klar, dass jene nicht gut auf ihren Vater zu sprechen ist. Also lässt sie die anderen vor. Sie wird schon irgendwie vorbeikommen. Wegen ihr soll die Aktion nicht scheitern. Einer nach dem anderen geht hinüber. Nie scheint es Probleme zu geben. Dann ist sie, als letzte, an der Reihe. Jahrelange Übung zahlt sich nun aus. Mit ihrem charmantesten Lächeln nähert sie sich der Wächterin.

" Wer bist du?" - "Birta Hildur Sigurdottir."

"Wer sind deine Eltern?" - "Sigurd Ole Einarson und Birta Sigrún Bjarkidóttir"

"Und wer noch?" - "Odin sagte mir einst, ich sei seine Tochter."

"Wenn der Allvater das sagt, dann wird das so sein."

Mächtig stolz auf ihre List, immerhin wird nach ihrem Wissen eine gute List bei den Asen geschätzt, darf Birta passieren und schließt zu den anderen auf.

Hels Totenreich Teil 2: Die letzte der Skjalmö Bearbeiten

Der Weg führt einen Hügel hinauf. An einer engen Stelle befindet sich eine Höhle. Angekettet dort befindet sich Garm, der größte Fenriswolf den Birta je gesehen hat. Schnell huschen einige vorbei, während Birta absichtlich zurückbleibt und wartet. Es hat geheißen, dass die Nachommen von Fenris Götterkinder, insbesondere die der Asen, hassen. Also will sie den Lockvogel spielen, damit die anderen vorbeikommen. Dabei ist ihr klar, dass sie sich nicht erwischen lassen darf. Selbst die "kleineren" Wölfe, die sie kennenlernen "durfte" haben ihre silberne Schutzschicht einfach so durchdrungen. Und tatsächlich geht der Plan auf. Im letzten Moment springt sie auf Reyki, der über den Wächter hinwegreitet. Zur Sicherheit hat sie ihm allerlei Leckereien und Belohnungen versprochen, denn ein Schnapper von Garm würde genügen, damit sie nie wieder Hel verlassen könnte.

Einige Zeit später befindet sich abseits des Weges ein Langhaus. Während der Rest zuerst weiter geht. zieht es Birta zu diesem Gebäude. Sie hat eine kleine Vorahnung, was sie dort erblicken wird: Und tatsächlich sieht sie dort gefallene Krieger beim Feiern. Natürlich ist dies kein Vergleich mit der Goldenen Halle in Asgard, aber ein schöner Ort zum Vorglühen. Noch während sie reinschaut sieht sie wie eine Walküre erscheint und einen Krieger, der eine M16 umhängen hat, abholt. Mit einem kleinen Lichtblitz verschwindet sie. Nun kann sie sicher sein, dass eben jene Feiernden nach kurzer Zeit in einer noch größeren Halle feiern werden.

Kurz bevor sie sich abwenden will erblickt sie ein bekanntes Gesicht: Svala. Hier ist sie keine Steinstatue sondern eine der Feiernden. Freudetränen fließen Birta die Wange herunter. Der Tod durch die Medusa war kein Hinderniss, dass die Skjalmö wieder nach Asgard gehen darf. Sie war sich ja nie sicher, ob ihre zu ihr gesandten Freundinnen überhaupt jemals wieder in die Goldene Halle dürfen. Nun ist sie sich dessen gewiss. Also werden Lyra und Lilja schon oben feiern. Und bald sind sie zu dritt dort oben. Nie hätte sie gedacht, dass sie in Hel so viel Freude empfinden würde. Mit einem strahlenden Lächeln kehrt sie zum Rest der Gruppe zurück.

Nach einer kurzen Strecke - oder ist es doch länger gewesen? - kommen sie an das Ende einer Warteschlange. Geister stehen artig in Reih und Glied um in Hels Halle eingelassen zu werden. In der Entfernung ist auf einem Hügel die Halle zu sehen. Ohne zu Zögerns spazieren sie an den körperlosen Gestalten, Menschen und Riesen, vorbei. Hierbei wird der Unmut der Wartenden deutlich, aber was sollen sie schon machen? Spuken? Als Zeichen seines guten Willens stellt Desmond ein Bierfaß ab um ihren Zorn zu besänftigen. Im Vergleich zu der Halle, die Birta vorher erblickt hat schneidet diese aber nun deutlich schlechter ab. Der Boden ist mit zähflüssigem Blut gefüllt. Der Boden? Ach was! Es füllt gut und gerne über einen Meter des Raumes. Und statt zwei Tafeln nebeneinander gibt es nur eine lange. Hier sitzen die Geister artig und trinken. Aber von einer Feierlichkeit ist hier wenig zu sehen. Kein Gesinge und auch kein angeregtes Unterhalten ist zu vernehmen. Kein Wunder, ist der hießige Met doch auch von weitaus geringerer Qualität. Ziegen laufen die Tafel entlang und pissen in die Trinkgefäße. Doch die "Feiernden" scheinen sich nicht einmal beschweren zu wollen. Am Ende des Raumes befindet sich eine kleine Erhöhung, auf der im Thron sitzend Hel alles überblickt. Nach und nach steht einer am Ende der Tafel auf und redet mit ihr und wird dann durch eine Tür hinter dem Thron durch gelassen. Der Rest der Tafel rückt daraufhin auf.

Johannes marschiert sofort zu Hel durch. Birta kann nicht ander als Reyki, den sie hat kleiner werden lassen, auf den Arm zu nehmen und ihm zu folgen. Hierbei flucht sie innerlich über dessen Geschwindigkeit, hat sie es nicht einmal geschafft ihr Haar hochzustecken, so dass es nun voller Blut ist. Ihre Kleidung wirft sie später am besten sofort ins Feuer. Doch bei Hel angelangt werden sie sofort zurückgeschickt. Sie scheint es nicht erfreulich zu finden, dass sich die Gruppe nicht an ihre Regeln gehalten hat. Zwei hässliche Gestalten, ein männliches und ein weibliches Ding, stehen zudem bereit, sollte die Gruppe aufmüpfig werden. Also zurück zur Warteschlange, welche die Rückkehrer mit breitem Grinsen begrüßt. Also gut, dann heißt es eben warten. Desmond bietet den anderen Hundekekse zu essen an. Zuerst hält Birta ihn für verrückt. Doch dann deutet er darauf hin, dass zumindest er das Ziegengetränk nicht auf nüchternen Magen trinken will. Dies leuchtet ihr ein, also greift auch sie zu und kaut die Kekse. Über den Geschmack der Getränke, ja, sie muss mehr als ein Mal trinken, wollen wir nicht einmal nachdenken. Irgendwie schafft sie es ihren Mageninhalt bei sich zu halten. Aber weiter empfehlen kann sie dieses Etablisement nicht. Johannes darf dann endlich zu Hel vortreten. Sie unterhalten sich einige Zeit, dann tritt er zur Seite und Birta bewegt sich zum Thron.

Hel erzählt ihr folgendes: Johannes habe ihr mitgeteilt, dass er seine Verlobte Hannah hier suchen möchte. Sie gestattet dies. Ferner erlaubt sie ihm, sollte er sie finden, dass er sie mitnehmen dürfe. Jedoch hat sie auch Bedingungen. Damit auch alle wieder herausgehen dürfen, schließlich befinden sie sich nun in Hels Reich, soll jede Person ihr ein Angebot unterbreiten. Es sei nicht erlaubt mit den anderen darüber zu reden. Genauso lässt sie alle im Unklaren, welches Angebot sie letztendlich annehmen wird. Birta fühlt sich überrumpelt. Ein Angebot? Aber was schenkt man einer Göttin, die anscheinend keinerlei Geschmack hat? Lange überlegt sie, bis sie schließlich ihren Vorschlag unterbreitet. Hel nickt ihr zu, berührt sie kurz und Birta tritt zur Seite. Nach und nach vollzieht sich dieses Ritual mit den anderen. Und obwohl Birta nebendran steht ist es ihr nicht möglich auch nur ein Geräusch von den Unterhaltungen wahrzunehmen. Dann werden sie endlich durch das Portal gelassen.

Sie marschieren einen düsteren Gang entlang. Auf beiden Seiten sehen sie Gittertüren. Wahrlich ein Ort für spezielle Gefangene. Doch dann treffen sie auf einen Durchgang, der golden umrandet ist. Johannes blickt hindurch und teilt mit, dass man nicht hindurchschauen solle, da sich Hannah dort nicht aufhalten würde. Natürlich blickt Birta sofort hindurch. Dort sieht sie einen groß gewachsenen blonden Mann, der auf einer blühenden Wiese sitzt. In der Entfernung grast ein Pferd. Der atemberaubend gut aussehende Mann winkt ihr zu. Wie vom Blitz getroffen schwebt sie auf ihn zu und stellt sich vor, während sie neben ihm Platz nimmt. Er sei Baldur und sie unterhalten sich etwas. Über was, das kann sie im Nachhinein gar nicht so genau sagen. Aber er war höflich und charmant. Und gutaussehend! Als irgendwann auch Johannes hinzukommt wird die Stimmung wieder mieser. Natürlich muss er nun wegen seiner Hannah quängeln. Der Kerl hat einfach keinen Anstand. Aber Baldur ist sehr höflich und gibt vor, dass es ihn interessiere. Auch er habe jemanden hier, den er liebe. Seine Frau Nanna habe Selbstmord begangen und sei nun hier. Er möchte, dass die Gruppe ihr einen Beweis seiner Liebe überreicht. Dafür lässt er von seinem Ring einige Kopien abtropfen. Sie gleichen seinem golden Ring wie ein Ei dem anderen. Für jeden, außer den Skjalmö hat er eine Kopie. Die letzte Kopie ist für Nanna bestimmt. Er teilt alle noch mit, dass man seine Nanna daran erkennen kann, dass sie die schönste Frau sei, die er jemals erblickt habe. Er ist ja so süß! Schade, dass die besten Männer immer vergeben sind. Sofort brechen sie auf um Nanna zu finden. Zwar würde Birta hier noch gerne einige Tage verbringen, doch ihm möchte sie den Gefallen gerne machen. Das Gespräch mit Nanna, die natürlich gefunden wird, ist kurz. Dann geht die Suche nach Hannah weiter. Ganz hintem in Birtas Kopf schwirrt ein Gedanke: Was war noch einmal mit Forseti, der anscheinend Baldurs Sohn ist, und dem Ring? Soll sie ihm diesen geben, sobald sie ihn sieht? Der Kerl sah aber auch gut aus.

Die Suche geht weiter. Und tatsächlich, nach unzähligen anderen Räumen findet Johannes die richtige Zelle. Dort befindet sich die gesuchte Hannah. Sofort tritt Johannes ein und umarmt sie. Um die traute Zweisamkeit nicht zu stören, bleibt Birta mit den anderen im Gang stehen. Während der Wartezeit unterhalten sie sich über diverse Dinge. hier spricht Birta auch zum ersten Mal die Geschichte um die Wahl ihres Vaters an. Gerade als sie dabei ist die wichtigsten Punkte genauer zu erläutern, kommt Johannes mit Hannah auf seinen Armen hinaus. Was drinen besprochen wurde, weiß Birta nicht. Aber schließlich geht es sie ja auch nichts an. Die rothaarige Staatsanwältin sieht verängstigt, eingeschüchtert und verwirrt aus. Dies ist verständlich, hatte sie als Normalsterbliche doch einen sehr ungewöhnlichen Tod. Und der Aufenthalt hier hat bestimmt nicht geholfen, ihr seelisches Gleichgewicht wieder herzustellen. Also belässt Birta es dabei ihr aufmunternd zuzuwinkern.

Da das Ziel der Reise erreicht wurde, machen sich die "Hel-Touristen" Richtung Ausgang. Ein langer und spiralförmiger Aufstieg muss bewältigt werden. Die Entfernung kommt Birta unendlich lang vor. Wie viele Kilometer sie hinaufsteigen ist ihr unklar, aber es sind bestimmt ein Dutzend, oder mehr. Während dem Aufstieg scheint sich die Verfassung von Hannah zu bessern. Sie bittet ihren Retter sogar sie herunterzulassen, da sie nun selbst laufen möchte. Am Ende des Aufstiegs ist ein Ausgang aus einer Höhle. Ein herrliches schneebedecktes Bergpanorama erwartet sie. Einer nach dem anderen verlassen sie das dunkle Loch. Aber was ist das? Als Penny heraus möchte, läuft sie gegen eine unsichtbare Wand. Wütend hämmert sie gegen die Luft. Und auch von der "Freiluft"-Seite ist kein zurück mehr. Dann taucht eine wütend wirkende Hel neben der Persephone-Tochter auf. Sie ergreift jene und dann lösen sie sich in Luft auf. Noch bevor jemand handeln kann verdichtet sich die Luft um Birta. Sie kann sich nicht mehr bewegen. Ein Blick aus ihren Augenwinkeln verrät ihr, dass es den anderen auch nicht anders geht. Doch was ist das? Hannah kann sich bewegen und sie verändert ihr Aussehen.

Die rothaarige Frau kommt Birta vage bekannt vor, aber woher? Gemütlich, als habe sie alle Zeit der Welt, bewegt sich die Frau hinter Svanhildur und rammt ihre Hand in deren Rücken. Als sie die Hand wieder aus dem Körper von Birtas Freundin zieht ist darin ein schlagendes Herz zu sehen. Sichtlich genüsslich beißt sie hinein und isst es. Die gleiche Prozedur muss auch Fenna erleiden. Birta fühlt sich so hilflos wie noch nie in ihrem Leben. Obwohl alle ihre Muskeln bis zum Bersten angespannt sind, kann sie sich nicht bewegen. Am liebsten würde sie vor Zorn weinen. Dann bewegt sich die Hannah-Darstellerin zu Johannes und flüstert ihm etwas in dessen Ohr. Dann tritt sie hinter Birta, die immer noch nicht frei kommt. Wird nun auch ihr Herz entrissen? Doch dann hört sie ein leises und belustigtes Flüstern ganz nah an ihrem Ohr. Sie kann förmlich den Atem der anderen Frau spüren. "Das mit Odin war gut. Ich wurde schon Freyja genannt."

Endlich kann sich Birta bewegen. Voller Wut dreht sie sich um und lässt all ihren Zorn in ihre übernatürlichen Kräfte fließen. Nach in der Drehung ergreift sie ihren Speer vom Rücken um die Mörderin ihrer Freundinnen zu attackieren, doch da ist niemand mehr. Nur noch eine leere Gebirgslandschaft ist vor ihrem Auge. Keine Spuren im Schnee, nichts weißt darauf hin, wo die rothaarige Frau hin ist. Nach zwei schnellen Schritten kniet sie neben Fenna. Allein deren Sturrheit scheint sie noch am leben zu halten. Mit schwindender Kraft presst sie ihre letzten Worte heraus: "Der Arsch hat Penny verkauft. Ich bin die letzte." Dann wird ihr Gesicht starr. Birta kämpft mit den Tränen und weiß nicht was sie tun soll. Am Rande bekommt sie immer wieder ein Mal mit, dass irgendjemand versucht sie ansprechen. Warum können sie sie nicht alleine lassen? Sobald sie das Gefühl hat reden zu können, ohne dabei wie ein kleines Mädchen zu schluchzen, lässt sie sich von Johannes weiße Kleider geben. Diese zerreißt sie und wickelt ihre toten Freundinnen ein. Aber der Anblick des Blutes auf dem Boden scheint sie förmlich zu verhöhnen. Warum nur die beiden?

Stoisch, eher mechanisch, schultert sie die beiden Leichen. Ein emotionsloser Hinweis, dass jemand den schlafenden Ben transportieren muss ist alles was sie von sich gibt. Und wieder zucken dabei ihre Schultern von der Anstrengung ihr Schluchzen zu unterdrücken. Das hat sonst die gutmütige Svanhildur getan. Beladen macht sie sich an den Abstieg. Ob die anderen ihr folgen ist ihr herzlich egal. Doch nach nicht allzu langer Zeit wird sie von einem Hünen von Mann angehalten. Ein großer Zweihänder dient ihm als Waffe. Also kein normaler Bewohenr dieser Gefilde. Er spricht sie an, sie alle sollen stoppen. Birta ist dies aber komplett egal. Sie hat nur eins im Sinn: ihre Freundinnen ordentlich zu bestatten. Doch dann packt er sie und hält sie fest. Sein Griff ist unnachgiebig. Und selbst nachdem sie ihm mitteilt, dass sie gerne überall mitkomme, sobald sie ihre toten Freundinnen bestattet habe, gibt er nicht nach. Als Birta aber weiterhin versucht von ihm loszukommen, wirft er sie sich über deine Schulter - mit der zusätzlichen Last, die sie sowieso schon trägt. Dann sieht sie auch schon eine Brücke in den Farben des Regenbogens unter ihren Füßen. Was zur Hölle ist das schon wieder? Voller Wut hämmert sie auf den Rücken des Mannes. Nun hat sie endlich ein Ventil um ihrem Zorn Luft zu lassen. Aber sie hat dabei so viel Erfolg wie ein kleines Kind bei seinem Vater. Irgendwann sieht sie dann Gebäude am Ende der Brücke. Dies kann nur ein Ort sein: Asgard. Um sich nicht völlig zu blamieren, bittet sie den Hünen sie runterzulassen. Sie verspricht auch artig neben ihm herzulaufen. Und wider Erwarten darf sie nun sogar auf ihren eigenen Beinen weiterreisen und nicht in der entwürdigenden Position eines Kartoffelsackes.

Der Ort, an dem sie sich befinden kommt Birta bekannt vor. Vor diesem Gericht stand sie schon einmal. Netterweise hat Heimdal sie mit einem Fingerschnipsen sauber gezaubert. Denn sie möchte nicht in einem versifften und blutverschmierten Zustand vor den Göttern stehen. Sie werden darüber informiert, dass es zwei Kläger gegen sie gibt. Heimdal wirft ihnen vor, dass sie Wege benutzt haben, die sie nicht benutzen dürfren. Hel trägt vor, dass sie Gullveig befreit haben. Die Anklage wird von Tyr vorgetragen. Odin sitzt als Göttervater der Veranstaltung vor, während Forseti der Posten als Richter inne hat. Die Beisitzer Frigg und Loki komplettieren die Liste der anwesenden Götter. Sie werden informiert, dass sie sich entweder selbst verteidigen können oder einen Vertreter für sich bestimmen können. Über Pennys Abwesenheit erfahren sie jedoch nichts.

Es wird kurz diskutiert. Da von den anwesenden Göttern nur zwei keine Funktion in diesem Gericht haben, wären sie frei um als Verteidiger zu fungieren. Selbst verteidigen will sich Birta eigentlich nicht. Sie kann sich noch gut an ihre Verlegenheit erinnern, als sie sich ihren Vater aussuchen und Götter verhören durfte. Außerdem ist sie sich nicht sicher, ob sie nicht mit Gefühlsausbrüchen um sich werfen würde, sollte sie öffentlich reden müssen. Aber noch weniger möchte sie, dass sie von ihren Begleitern verteidigt wird - insbesondere von Johannes. Von den Göttern, die zur Auswahl stehen, ist sie vehement gegen die Berufung von Loki. In all den Geschichten, die sie über ihn gelesen hat, treibt er Schabernack. Was er tun wird um sich selbst zu erfreuen ist ungewiss. Sicher, wenn er sie freihauen möchte, wird er dies mit links machen. Zumindest wenn die Geschichten stimmen. Aber was, wenn er sich mit Birta einen Spaß erlauben möchte? Frigg schien zwar nicht unbedingt die beste Meinung von Birta zu haben, aber sie erschien ihr relativ fair. Außerdem hat sie ihr die Skjalmö geschickt. Also kommt in ihren Augen nur ihre Großmutter in Frage. Sollte dies nicht eintreffen, so müsste sie sich wohl oder übel selbst verteidigen.

Bevor die Verhandlung beginnt, erzählen die Götterkinder Frigg was vorgefallen ist. Birta bleibt hier recht wortkarg und ergänzt nur fehlende Details. So erklärt sie zum Beispiel, dass die Zwerge um Brokk vor der Hexe gewarnt werden muss. Denn inzwischen ist sie sich relativ sicher, dass sie in Minesota eine rothaarige Frau getroffen hat, welche von übernatürlicher Schönheit nur so gestrotzt hatte. Außerdem schien die Natur um sie herum viel grüner und lebendiger. Dort heiß es noch, es handle sich hierbei um Freya. Und auch in Tokyo wurde Gullveig hin und wieder erblickt. Zudem fällt ihr noch etwas von einer Vogelfeder ein, was sie aber gerade nicht zuordnen kann. Sie erklärt noch fix, dass sie durch den Beichtstuhl zu den Zwergen wollten, aber fälschlicherweise in Hels Reich gelangt sind. Von der Verhandlung selbst bekommt sie wenig mit. In Gedanken sieht sie nur immer wieder ihre Freundinnen sterben und hört die Häme von Gullveig. Was würde sie darum geben deren Hals in ihre Hände zu bekommen! Irgendjemand fragt sie während der Verhandlung Dinge. Mechanisch beantwortet sie diese. Was genau aber besprochen wird, das weiß sie nicht.

Zur Urteilsverkündung kommt Birta wieder einigermaßen zu Sinnen. Schließlich muss sie ja wissen, ob sie türmen muss um Rache zu üben oder ob alles in Ordnung ist. Hel erhält zumindest eine Teilschuld an Gullveigs Verschwinden. Aber auch die Gruppe ist schuld daran, weshalb sie verpflichtet sind bei der Wiederergreifung der Hexe zu helfen. Ein grimmiges Grinsen huscht über Birtas Gesicht. Wunderbar! Mit ihr hat sie eh noch ein Hühnchen zu rupfen... Auf ihre Frage hin, ob sie Gullveig lebend fangen muss oder sie dabei auch sterben kann, reagieren die Götter teilweise belustigt. Ihr wird mitgeteilt, dass sie schon mehrmals getötet wurde, aber einfach nicht stirbt. Sollte ihr das jedoch gelingen, so würde Birta sofort in den Stand einer Göttin erhoben werden. Ferner sei sie kein zu unterschätzender Gegner. Sie habe den Asen die Goldgier gebracht und den Krieg zwischen den Asen und Wanen verursacht.

Der Ausgang der Verhandlung hinterlässt eine saure Hel. Vor ihr muss sich Birta erst einmal in Acht nehmen. Zwar heißt es in den Geschichten, dass sie gerecht sei, aber wer weiß was sie als gerecht ansieht. Loki hingegen scheint sich köstlich amüsiert zu haben. Hat er da etwa seine Finger im Spiel gehabt? Steckt er etwa mit Gullveig unter einer Decke? Schließlich gibt es Tausende von Geschichten, die über sein doppeltes Spiel berichten. Alles in allem ist es eine sehr verzwickte Lage, in der sich Birta und der Rest befinden. Kurz bevor sie Asgard verlassen bietet sie Forseti noch den Ring an, den sie von Baldur erhalten hat. Sie ist sich einfach nicht mehr sicher, ob er nicht dafür gedacht war ihn an Forseti weiterzugeben. Dieser lehnt aber dankend ab und stellt noch einmal klar, dass das milde Urteil nichts mit den Ringen zu tun hatte. Heimdal ist als Ansprechpartner für die Jagd nach Gullveig auswerählt worden. Von ihm erfahren sie einige Dinge und er ist es auch, der sie in Minesota abliefert. Nun ist Birta an ihrem ursprünglichen Zielort. Jedoch hat sie auf ihrer Reise zwei Freundinnen sterben sehen und eine weitere ist verschollen. Mit einem flauen Gefühl im Magen betritt sie Amerika.

Auch Halbgötter haben es nicht leicht Bearbeiten

Vorwort Bearbeiten

Dies sind die Erlebnisse von Birta Hildur Sigurdadóttir. Inzwischen ist sie zur Halbgöttin aufgestiegen und wird hoffentlich noch allerlei Abenteuer bestehen. Wie auch vorher gilt, dass die Geschichte aus ihrer Sicht geschrieben ist und deshalb objektive Fehler beinhalten kann und wird.

Minessota Teil 2: Bearbeiten

besondere Gegenstände Bearbeiten

  • Lindwurmhautsud (4 Anwendungen)
  • kleiner Flachmann mit Zwergenrune "Kräuterschnaps"
  • Nasenflöte von Tamatea
  • Ast (Arm) eines "Waldschrates" (Kind des Erlkönigs?)
  • "Kopie" von Baldurs Ring
  • Zahn-Dolch
  • "Walkürenspeer"

Bekannte und Freunde Bearbeiten

Fenna Tamikadottir (RIP) beste Freundin und Skjalmö Lyra Salbjörgdottir (RIP) Freundin und Skjalmö Svanhildur Gerdrsdottir (RIP) Freundin und Skjalmö
Svala Rakehdottir (RIP) Freundin und Skjalmö Lilja Emblasdottir (RIP) Freundin und Skjalmö Isamu Takahashi peinlicher Japaner (Amaterasu)
Johannes A. Gottbehüt langweiliger Logiker und Bulle (Tyr) Yuriko Kitamae Beschützerin Isamus Åke Wafthrudnirsson verbündeter Frostriese
Enrico Ramírez Alas älterer Latino (Huitzlipotchtli) Penelope Greystoke Tattoomodell (Persephone) Delysia Williams Halbasiatin (Artemis)
Jishin Sumoringer (Izanagi) Delysia Williams Halbasiatin (Artemis) Sojobo Tengu-König
Yukiko Kuromizu japanische Paparazzi (Susano-o) Brokk Zwerg Tamatea Riese der Maori
Jake Waffenhändler (Grieche?) Tomislav Wodenkov Suchov Auftragsmörder (Odin) Sindri Zwerg (Bruder von Brokk)
Desmond Kilbane blonder Ire (Brigit) Ben Devereaux Taxifahrer (Legba) Prometheus griechischer Feuertitan
Euterpe Muse Terpsichore Muse Herakles Halbgott (Zeus)
Baldur wunderhübscher Ase Odin Großvater Thor Paps
Hel verärgerte Totengötting Gullveig Hexe, die sterben wird! Forseti Richter-Gott (Sohn von Baldur)
Tyr einarmiger Bad-Ass Loki das große Fragezeichen Nana Baldurs verstorbene Frau
Sarah Dunn übernatürliche Geschäftsfrau Frigg "Großmutter" Heimdal "Hüter der Wege" und humorlos

Scion Bearbeiten

Pantheon: The Aesir - The Norse Gods Vater: Thor
Wesen: Libertine Berufung: Flugbegleiterin
Geburtsrechte: Follower (Skjalmö) XXX00 Tugenden: Courage XXX00
Creature (Reyki) XXXX0 Endurance XX000
Relic (Birtahnussiz) XXX00 Expression X0000
Nasenflöte von Tamatea X0000 Loyalty XXX00
Knacks: Holy Bound Epic Strength Boons: Bestial Endowment Jotunblut 1
Hurl to the Horizon Epic Strength The Unlidded Eye Magic 1
Mighty Heave Epic Strength Sky's Grace Sky 1
Uplifting Might Epic Strength Blessing of Bravery War 1
Cat's Grace Epic Dexterity Battle Cry War 2
Perfect Partner Epic Dexterity Warrior Ideal War 3
Ricochet Symphony Epic Dexterity
Roll With It Epic Dexterity
Body Armor Epic Stamina
Extended Youth Epic Stamina (nur Knack)
Impenetrable Epic Stamina
Raging Bull Epic Stamina
Solipsistic Well-Beeing Epic Stamina
Benefit of the Doubt Epic Charisma
BFF Epic Charisma
Blessing of Importance Epic Charisma
Girls Just Wanna Have Fun Epic Charisma
Center of Attention Epic Appearence
Detail Variation Epic Appearence
My Eyes Are Up Here Epic Appearence
Tailor Made Epic Appearance
Cobra Reflexes Epic Wits
Willpower: XXXXX XXXXX Legend: 6

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